Studien 2012

Mobiles Internet bei 33% der Unternehmen im Einsatz

21. Dezember 2012 – Jedes dritte Unternehmen in Deutschland (33%) stellt seinen Beschäftigten im Jahr 2012 tragbare Geräte mit mobiler Internetverbindung (beispielsweise Smartphones) zum Geschäftsgebrauch zur Verfügung. Das waren mehr als doppelt so viele Unternehmen wie im Jahr 2008, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. 85% der Unternehmen verfügen mittlerweile über einen Internetzugang. Mehrheitlich nutzen Unternehmen dabei eine DSL-Breitbandverbindung (80%).

Der Einsatz von Geräten mit mobilem Internetzugang ist in hohem Maße von der Unternehmensgröße abhängig: So sind von den kleinen Unternehmen mit 1 bis 9 Beschäftigten erst 31% mit mobiler Internetverbindung ausgestattet. Von den Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten sind es knapp die Hälfte (48%). Bei den größeren Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten stellen bereits 75% und bei den Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten sogar 91% der Unternehmen ihren Beschäftigten tragbare Geräte mit mobiler Internetverbindung zur Verfügung.

 

BCD rät zu beziehungsorientiertem Traveler Management

14. Dezember 2012 – Der Aufbau enger Beziehungen zwischen Travel Management und Reisenden ist erfolgversprechender als „Vorschreiben und Kontrollieren“. Das behauptet das aktuelle White Paper von BCD Travel, „Traveler Management: How to influence your employees to plan, book and travel smarter“.

„Wenn es um die Motivation eines Angestellten im Informationszeitalter geht, gilt: Zuckerbrot ist besser als Peitsche“, so Torsten Kriedt, Vice President of Product Planning and Intelligence von BCD Travel. Durch die Stärkung der Entscheidungskompetenz der Reisenden könne ein bestehendes Geschäftsreiseprogramm weiter verbessert werden, auch wenn scheinbar bereits alle Einsparpotentiale ausgeschöpft seien.

Die wichtigsten Empfehlungen des White Paper im Überblick:

•Bestehende Reiseprogramme bieten immer weniger Möglichkeiten, Einsparungen über den Einkauf von Leistungen zu erzielen.

•Ein Travel Management, das auf die Durchsetzung von Richtlinien setzt und das Ausgabeverhalten des Reisenden diktiert, wird zunehmend ineffektiv.

•Neue Technologien wie Social Media und mobile Services führen zu einer dramatischen Änderung des Buchungsverhaltens der Reisenden und somit zu stärkeren Abweichungen vom vorgegebenen Geschäftsreiseprogramm. Travel Manager können sich diese Trends zunutze machen, um die Einhaltung der Reiserichtlinie sogar zu stärken.

Effektives Traveler Management folgt vier wichtigen Phasen: Planung, Verkauf, Intervention, Prüfung.

•Die Planung zeigt grundlegende Schritte zur Reduzierung unnötiger Reisen und die Maximierung des Return on Invest von gebuchten Reisen auf.

•Der Verkauf zielt auf effektive Methoden, um Reisende davon zu überzeugen, die vom Unternehmen bevorzugten Leistungsträger zu wählen.

•Die Intervention identifiziert kritische Momente vor und während einer Reise, wenn auf Kaufentscheidungen von Reisenden besonders effektiv Einfluss genommen werden kann.

•Die Prüfung des Reiseprogramms untersucht, welche Bedeutung dem Sammeln von Feedback der Reisenden zukommt, um sowohl den Bedürfnissen der Reisenden als auch den Anforderungen des Arbeitgebers bestmöglich gerecht werden zu können.

 

Lebenshaltungskosten: Tokio teuerste Stadt der Welt

13. Dezember 2012 – Tokio bleibt die teuerste Stadt der Welt. Das geht aus der neuesten Lebenshaltungskostenstudie des Personalberatungsunternehmens ECA International hervor. Die „Cost of Living"-Studie untersucht und vergleicht die Lebenshaltungskosten für Manager an 425 Standorten weltweit. Auf Platz zwei folgt Nagoya, ebenfalls in Japan.
Oslo belegt als kostspieligstes europäisches Pflaster den dritten Platz im Ranking der weltweit teuersten Städte. Hierzulande müssen ausländische Manager in Berlin am tiefsten in die Tasche greifen. Im internationalen Vergleich liegt die deutsche Hauptstadt aber nur auf Platz 51.

In den vergangenen zwölf Monaten sind in Deutschland die Preise für Waren und Dienstleistungen gestiegen: Der „ECA International"-Warenkorb kostet jetzt 3,7 Prozent mehr als 2011. Im vergangenen Jahr betrug die Teuerungsrate noch 2,6 Prozent. Trotz der stärker steigenden Preise sind die deutschen Standorte im weltweiten Ranking weiter nach hinten gerutscht. Berlin belegt nach Platz 38 im Vorjahr nun den 51. Platz. Die zweitteuerste Stadt Deutschlands ist München auf Platz 82 - im Vorjahr noch Rang 54. Auf die bayerische Landeshauptstadt folgen Düsseldorf (97.) und Stuttgart (99.). Hamburg (103.), Frankfurt (106.) und Bonn (112.) gehören nun nicht mehr zu den 100 teuersten Städten der Welt.

Im innereuropäischen Vergleich haben sich die Positionen der deutschen Städte nur geringfügig verändert: Berlin rutscht von Platz 13 auf 15, München von 21 auf 25. Düsseldorf gewinnt zwei Plätze hinzu (jetzt 31. in Europa), Stuttgart (33.), Hamburg (35.) und Bonn (40.) je einen, Frankfurt drei (von 35 auf 38 im Europavergleich).

Die Lebenshaltungskosten von Expatriates werden in erster Linie von Inflation, Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen am Einsatzort sowie Wechselkursen beeinflusst. Diese Faktoren können sich erheblich auf die Gehaltspakete auswirken. ECA International ermittelt zweimal pro Jahr Lebenshaltungskosten auf Basis eines Warenkorbs von gängigen Konsumartikeln und Dienstleistungen – an weltweit über 400 Standorten. Wohnungsmiete, die Kosten für einen Autokauf oder Schulgebühren sind in dieser Studie explizit ausgeklammert.

 

Bahnfahren in Deutschland ist günstiger als Fliegen

12. Dezember 2012 – Reisen innerhalb Deutschlands sollten mit dem Zug gemacht werden – aus Klima-, Umweltschutz- und Kostengründen. Das ergab der „VCD Bahntest 2012/2013“, den das Forschungsinstitut Quotas im Auftrag des Verkehrsclub Deutschland durchgeführt hat. Dafür wurden 270 Reiseverbindungen innerhalb Deutschlands untersucht. Von Mitte Mai bis Mitte September 2012 wurden die Preise der Bahn- und Flugreisen verglichen. Berücksichtigt wurden dabei unterschiedliche Reisetypen und vier verschiedene Vorlaufzeiten der Ticketbuchung.

Das Fazit: In 91,5 Prozent der untersuchten Fälle ist die Reise mit der Bahn günstiger. Das trifft auf die eintägige Geschäftsreise, den Wochenendausflug und den vierzehntägigen Familienurlaub zu. Und es spielt auch keine Rolle, ob die Tickets drei Monate, vier Wochen, eine Woche oder einen Tag vor der geplanten Reise gebucht werden.

Insbesondere letzteres bedarf gesonderter Betrachtung. Obwohl es bei der Bahn im Fernverkehr einen Tag vor Reiseantritt keine Sparpreise gibt, bleibt das Ticket für die Bahnfahrt günstiger als der vergleichbare Flug. Spontanreisende, die einen Tag vor ihrer Bahnreise ein Ticket buchen, haben das größte Einsparpotential gegenüber dem Flug. Es beträgt bis zu 171 Euro pro Person.

Geschäftsreisende sparen am meisten auf der Strecke München-Frankfurt, hier sind es durchschnittlich 135 Euro. Unternehmen und Verwaltungen seien aufgefordert, so der VCD, die Ergebnisse des Bahn-Flug-Kostenchecks ernst zu nehmen. Mitarbeiter sollten Dienstreisen innerhalb Deutschlands generell mit dem Zug durchführen. Dies könne zum Beispiel in der jeweiligen Reiserichtlinie festgeschrieben werden. Die Politik wiederum müsse bessere Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb zwischen
den Verkehrsträgern schaffen.

 

Airlines punkten mit fairem Preis-Leistungs-Verhältnis

11. Dezember 2012 – Bei der Flugbuchung ist das Preis-Leistungs-Verhältnis das entscheidende Kriterium. Dies gaben 70 Prozent der Befragten des CEO-Management-Panels der ITB Berlin an, das in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungs-unternehmen Trendscope unter Ausstellern und Geschäftspartnern der ITB Berlin durchgeführt wird. Zweitwichtigste Faktoren bei der Wahl der Airline sind der Abflughafen und die passenden Flugzeiten mit jeweils 63 Prozent. 37 Prozent der ITB Berlin-Kunden buchen ausschließlich bei einer bestimmten Fluggesellschaft. Für 24 Prozent ist die Modernität der Flotte wichtig. Home Carrier spielen bei der Wahl der Airline nur eine untergeordnete Rolle. Laut Befragung geben neun Prozent bei der
Buchung „ihrer“ nationalen Fluggesellschaft den Vorzug vor anderen Airlines. Abstriche bei Preis und Leistung nehmen gerade mal vier Prozent der Befragten in Kauf.

Bei der Entscheidung für eine bestimmte Airline spielen auch die Vorteile des Frequent Flyer-Programm eine Rolle. Laut Umfrage ist der Vielfliegerbonus für 42 Prozent von hoher Bedeutung. 36 Prozent sind hinsichtlich der Bedeutung von Frequent Flyer-Programmen geteilter Ansicht, 22 Prozent machen ihre Buchung nicht davon abhängig.

 

Terrorismus: Nordamerika sicherer als Westeuropa

10. Dezember 2012 – Die im Jahr 2011 von Terrorakten am meisten betroffenen Regionen waren der Nahe und Mittlere Osten, Indien, Pakistan und Russland. Hier zählte man insgesamt 7473 Todesopfer, 25% weniger als 2007. Der Irak war 2011 weiterhin das Land mit der größten Wahrscheinlichkeit, Ziel von Terroranschlägen zu werden. Dies geht aus dem Global Terrorism Index (GTI) des Institute for Economics & Peace (IEP) hervor. Nordamerika, häufig als eines der Hauptziele von Terrorangriffen wahrgenommen, ist tatsächlich die Region, die mit der geringsten Wahrscheinlichkeit von Terrorattacken betroffen ist: Die sogenannte Fatalitätsrate liegt hier 19 Mal niedriger als in Westeuropa. Keine Terroranschläge gab es seit 2001 in nur 31 der insgesamt 158 geprüften Staaten.

Während die Zahl der terroristischen Vorfälle jedes Jahr seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zugenommen hat, ging die Zahl der terrorbedingten Todesfälle seit 2007 um 25% zurück. Die Zivilbevölkerung und Bauten sind die häufigsten Ziele des Terrorismus, während militärische Einrichtungen nur in 4% der Terrorangriffe das Ziel darstellten. In der Dekade seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat die Zahl der Todesopfer von Terroranschlägen um 195% zugenommen, die Zahl der Terrorvorfälle stieg um 460% und die der Verletzten um 224%.

 

Europäische Reiseetats blieben weitgehend stabil

06. Dezember 2012 – Bei 63 Prozent der europäischen Unternehmen blieben die Budgets für Geschäftsreisen in diesem Jahr stabil. Das ergibt das American Express Business Travel Barometer, das American Express Global Business Travel anlässlich der Geschäftsreisemesse Espace Voyages Professionnels in Paris unter 567 Unternehmen durchgeführt hat. 14 Prozent der Befragten berichten von reduzierten Reiseetats in diesem Jahr, und 23 Prozent gaben an, ihre Reiseetats erhöht zu haben. Für das kommende Jahr erwarten im Schnitt 16 Prozent der befragten Unternehmen eine Erhöhung des Reisebudgets, 72 Prozent wollen es unverändert lassen und 11 Prozent ihre Reiseaufwendungen senken. Was die Optimierung von Kosten anbelangt, hat die Kategorie Hotel für 6 von 10 Befragten Priorität. Erst danach folgen Flug, MICE, Bahn und zuletzt Mietwagen.

Über die Hälfte der befragten Unternehmen greift auf mobile Anwendungen zurück. Über zwei Drittel der Befragten nutzen mobile Benachrichtigungen, 60 Prozent verwenden Check-in-Services, und 56 Prozent nutzen das Mobiltelefon für Reservierungen.

Hohe Risiken durch Extremwetterereignisse

29. November 2012 – Extremwetterereignisse kosten viele Menschenleben und verursachen hohe Schäden. Auf der Rangliste 2011 liegen laut dem Globalen Klima-Risiko-Index von Germanwatch Thailand, Kambodscha, Pakistan, El Salvador und die Philippinen vorn. In Thailand forderten ungewöhnlich starke Regenfälle annähernd 900 Menschenleben. Auf der Langzeitrangliste von 1991 bis 2011 hatten Honduras, Myanmar und Nicaragua besonders viele Schäden und Todesfälle zu beklagen. Insgesamt starben zwischen 1992 und 2011 mehr als 530.000 Menschen als direkte Folge von mehr als 15.000 extremen Wetterereignissen.

 

Amex: Weniger Event-Ausgaben in Europa 2013

27. November 2012 – Einen Rückgang der Ausgaben für Veranstaltungen in Europa prognostiziert der American Express Meetings & Events 2013 Global Meetings Forecast. Grund: die Währungskrise. Leichte Rückgänge werden ebenfalls für Zentral- und Südamerika vorausgesagt. Das größte Wachstum bei Ausgaben für Veranstaltungen und der Anzahl der Meetings wird für die Region Asien-Pazifik mit ihrer vergleichsweise dynamischen Wirtschaft erwartet. In Nordamerika werde die wirtschaftliche Unsicherheit das Wachstum in diesen Bereichen relativ gering halten.

Europäische Meeting-Experten sind bei der Planung für das Jahr 2013 allgemein vorsichtiger im Vergleich zu den Experten in anderen Regionen. Dennoch seien keine drastischen Veränderungen zu erwarten. In Deutschland werde sogar mit einem Zuwachs von 2,3 Prozent bei den Meeting-Aktivitäten pro Unternehmen gerechnet, verglichen mit 2,3 Prozent Rückgang im europäischen Durchschnitt.

Bei der Länge der Meetings erwarten die Planer in Deutschland einen Rückgang von einem Prozent, in Europa dagegen durchschnittlich von 3,8 Prozent. Hierzulande rechnet man mit einem Rückgang der Gesamtausgaben für Meetings von rund 2,2 Prozent, verglichen mit sechs Prozent Rückgang im europäischen Durchschnitt. Aufgrund der starken Wirtschaft in Deutschland wird angenommen, dass Hotels im kommenden Jahr in einer guten Position sein werden, um Preise zu verhandeln. Meeting-Planer rechnen mit einem Preisanstieg von 2,4 Prozent, während auf europäischer Ebene keine Veränderungen zu erwarten seien.

Bei der Planung von Events werde zunehmend großer Wert auf Sicherheit gelegt. Einige Anbieter sehen diese Bedingung für einen Veranstaltungsort als potentiellen Angebotsvorteil: So werde häufig angenommen, dass große Hotelmarken einheitliche und höhere Sicherheitsstandards bieten.

 

Studie Flugportale: Preise oft höher als bei Airlines

16. November 2012 – Das Deutsche Institut für Service-Qualität testete im Auftrag von n-tv zehn Flugportale mit Buchungsmöglichkeit. Größtes Defizit der Portale: Die Transparenz. Statt Orientierung zu bieten, machen es die Unternehmen den Nutzern schwer, das tatsächlich günstigste Angebot zu finden. So entstanden bei allen untersuchten Flugportalen im Rahmen der Buchung zusätzliche Kosten wie etwa Serviceentgelte, die am Anfang nicht ersichtlich waren. „Das Portal mit den niedrigsten Anfangspreisen für eine Flugverbindung gehörte oft am Ende der Buchung zu den teuersten Anbietern“, kritisiert Bianca Möller, Geschäftsführerin des Marktforschungsinstituts. „Darüber hinaus waren bei der Hälfte der Flugportale
Reiseversicherungen oder kostenpflichtige Umbuchungsservices bereits voraktiviert. Kunden müssen darauf achten, diese abzuwählen, sonst zahlen sie ür unerwünschte Leistungen.“

Die Flugpreise der Vergleichsportale waren nach Buchungsabschluss in 96 von 100 Testfällen höher als bei der Fluggesellschaft direkt. Dabei lagen die Endpreise der Portale weit auseinander: Durch die Wahl des günstigsten statt des teuersten Anbieters konnte eine Preisersparnis von durchschnittlich 19 Prozent erzielt werden.

Mehr als die Hälfte der Flugportale boten zudem einen nur befriedigenden oder ausreichenden Kundenservice „Bei den telefonischen Hotlines wurden häufig hohe Entgelte fällig und die Wartezeiten auf einen Ansprechpartner waren lang“, bemängeln die Tester. „Auf E-Mail-Anfragen wurde zwar schnell geantwortet, allerdings ließ die Qualität der Antworten teilweise zu wünschen übrig. Einige Anbieter beschränkten sich auf wenig hilfreiche Standardschreiben, die nicht auf die Fragen der Kunden eingingen.“

Testsieger der Studie und damit „Bestes Flugportal 2012“ wurde Fly.de mit einem transparenten Buchungsprozess, günstigen Flügen und der höchsten Servicequalität am Telefon und per E-Mail. Billigflug.de erreichte den zweiten Platz und punktete mit einer guten Webseite und attraktiven Konditionen. Den besten und transparentesten Internetauftritt hatte AirlineDirekt – die Preise hielten allerdings nicht mit. Die günstigsten Konditionen bot Flugladen.de, hier war jedoch der Abschluss einer
Reiserücktrittsversicherung voreingestellt.

 

Business Travel-Reisebüros mit Umsatzplus

15. November 2012 – Der Umsatz der deutschen Reisebüros wird zum 31. Dezember 2012 voraussichtlich einen neuen Spitzenwert erreichen: Das Umsatzplus wird dabei auf drei bis vier Prozent geschätzt. Diese Hochrechnung veröffentlichte der Deutsche ReiseVerband (DRV). Damit könnten die stationären Büros und Geschäftsreisevermittler den höchsten Umsatz seit 2001 erreichen. Auf die einzelnen Sparten verteilt lag der Umsatz der stationären Touristikreisebüros in diesem Jahr zwischen 3,5 und vier Prozent über dem Vorjahreszeitraum, der Umsatz der Business Travel-Büros ist um circa zwei bis drei Prozent gestiegen.

Für 2013 erwartet der DRV ein leichtes Marktwachstum, das unter anderem davon abhängig ist, wie sich die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum gestaltet. Dies gelte vor allem für das Business Travel-Segment. Die Geschäftsreisekunden hätten bereits auf die Konjunkturschwäche der europäischen Nachbarn und den Exportrückgang mit nachlassender Reisetätigkeit reagiert.

Die Zahl der Übernachtungen in Deutschland stieg in diesem Jahr kräftig an. Ursächlich für diese Entwicklung seien vornehmlich Buchungen im Geschäftsreisesegment und aus dem Ausland.

Studie zur Zukunft der Messewirtschaft

14. November 2012 – Die fortschreitende Globalisierung der Wirtschaft und das sich ändernde Kommunikationsverhalten werden auch die Messewirtschaft vor erhebliche Herausforderungen stellen. In einer jetzt herausgegebenen Studie hat der Lehrstuhl für Marketingmanagement der Leipziger Handelshochschule unter Leitung von Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg drei unterschiedlichen Szenarien für die Entwicklung der Messemärkte beschrieben. In Auftrag gegeben wurde die Studie vom AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. Sie baut auf der Szenario-Analyse für die Messewirtschaft aus dem Jahr 2007 auf.

Die aktuelle Analyse identifiziert acht Schlüsselfaktoren, die den weltweiten Business-to-Business-Messemarkt bis zum Jahr 2020 beeinflussen werden. Fünf Faktoren wirken positiv: Globalisierung, Profilierungsstrategien der Messeveranstalter, der Wunsch nach erlebnisorientierter Live-Kommunikation, der Trend zu integrierter Kommunikation und Umweltschutz als Marktfaktor. Demgegenüber stehen Risiken wie geringere Stabilität von wirtschaftspolitischen Konzepten, gesellschaftliche und ökologische Brüche sowie der Konkurrenzdruck anderer Medien.

Aus diesen Rahmenbedingungen erarbeitet die Studie drei deutsche Zukunftsszenarien: Im Szenario A entwickeln sich nationale Messekonzerne unter ähnlichen Bedingungen wie heute zu globalen Full-Service-Playern in einer relativ stabilen Welt. Vor dem Hintergrund geringerer Stabilität von wirtschaftspolitischen Strategien und protektionistischer Tendenzen konzentriert sich im Szenario B die Nachfrage nach Messen auf die kontinentalen Märkte, auf denen die Anhäufung von Überkapazitäten den Wettbewerb deutlich intensiviert.

Im Szenario C werden Messen und andere Live-Communication-Instrumente zunehmend durch digitale und virtuelle Kommunikationsmedien ersetzt, die kostensparender, effizienter und sicherer sind. Geschäftsreisen werden zur Schonung der Umwelt reduziert. Messen in ihrer traditionellen Form finden nur noch in unregelmäßigen Zyklen statt, sogenannte Smart Exhibitions.

Der Lehrstuhl für Marketingmanagement hat für diese Studie 600 teilweise mehrstufige Befragungen von Experten und rund 100 Sekundäranalysen ausgewertet. Der Studie beigefügt sind zahlreiche Tabellen und Grafiken sowie die Ergebnisse der Expertenbefragung zu den Einflussfaktoren.

Bahn hat die beste Kundenkarte

13. November 2012 – Das Deutsche Institut für Service-Qualität nahm im Auftrag vom Handelsblatt unternehmensgebundene Kundenkarten, mit denen Bonuspunkte gesammelt werden, unter die Lupe. Testsieger wurde die Deutsche Bahn. Ihre Bahn.Bonus Card überzeugte mit einem umfangreichen Prämienkatalog und bei der Bewertung des Datenschutzes. Rang 2 und 3 belegen Best Western und Lufthansa.

 

ADAC testet Navigationsgeräte

9. November 2012 – In einem aktuellen Test hat der ADAC vier mobile Navigationsgeräte und acht Software-Lösungen für Smartphones verglichen. Hauptergebnis: Alle getesteten Navis und Software-Lösungen haben einen Schwachpunkt. Langzeitsperren von Streckenabschnitten werden in der Routenberechnung nicht berücksichtigt, Verkehrinformationen darüber werden allerdings erkannt. Die Spanne in Sachen Verkehrserkennung reicht von einer nahezu vollständigen Berücksichtigung des aktuellen Geschehens – beim Testsieger in der Routenführung, dem TomTom-Navi GO LIVE 1015 – über die bloße Anzeige der Situation (Google Maps), bis hin zum völligen Ignorieren der Verkehrssituation (Smartphone-Software GPS Navigation 2/Skobbler). Gesamtergebnis: Alle Navis schließen mit der Bewertung „gut“ ab. Bei den getesteten Software-Lösungen für das mobile Endgerät verteilten die ADAC Experten je vier Mal die Note „gut“ und „befriedigend“.

Ein weiterer Mangel: Fast alle Testprodukte patzten bei der Berechnung der Ankunftszeit, speziell im innerstädtischen Bereich. Die Skobbler-Software ignoriert in der Routenberechnung, dass in Ortschaften oft langsam gefahren werden muss. Im realen Verkehrsgeschehen braucht man deutlich länger, als von Skobbler angegeben. Schwachpunkte bei der Navigationssoftware von Falk, die mit „befriedigend“ benotet wird: Auf den verschiedenen Smartphones startete das Programm nicht immer zuverlässig. Dies führte zu einer Abwertung. Und: Im Basispreis sind auch nur absolute Basisfunktionen enthalten. Vergleicht man dieses Produkt mit anderen Apps, müssen hier zu viele Zusatzfunktionen zugekauft werden. Probleme bei der Handhabung, eine lange Dauer bis zum ersten Satellitenkontakt sowie lange Routenberechnungszeiten der kostenlosen Software OVI Maps 2.0 ließen ebenfalls nur ein „befriedigend“ zu.

Um die Kosten bei Smartphones gering zu halten, sollte man die diversen Mobilfunk-Tarife überprüfen. Eine Daten-Flatrate ist empfehlenswert. Will man im Ausland mit aktuellen Verkehrsinformationen navigiert werden, fallen zusätzliche Roaming-Entgelte an. Positive Ausnahme: Das TomTom GO LIVE 1015. Bei der entgeltfreien Software-Lösung von Google Maps oder GPS Navigation 2 (Skobbler) entstehen hohe Datenmengen, da die Routen und Verkehrsinformationen online geladen werden – vor allem wenn die Satellitenansicht benutzt wird. Für Vielfahrer stellt das Navi immer noch die beste und auch die günstigere Lösung dar.

Deutsche Wirtschaft reist mehr interkontinental

31. Oktober 2012 - Die Anzahl der geschäftlichen interkontinentalen Flugreisen aus Deutschland ist von 2009 bis 2011 um 23% gestiegen, während die Flugreisen innerhalb Deutschlands und Europas nur um je 12% zugenommen haben. Das geht aus dem Cities & Trends Report von BCD Travel hervor. Für mehr als jeden zweiten geschäftlichen Interkontinentalflug wurde die Business Class gebucht.

Das Ranking der weltweiten Business-Metropolen führte Shanghai 2011 mit Platz 1 an, gefolgt von Beijing, São Paulo, Singapur und New York. Im Länder-Ranking führen die USA vor China, Indien, Brasilien und den VAE.

Dem Report zufolge begrüßen Unternehmen zwar technische Entwicklungen wie Apps, haben jedoch noch keine Strukturen zur sinnvollen Steuerung und zum nutzbringenden Einsatz für ihre Reisenden geschaffen.

 

Ancillary Revenue steigt um mehr als elf Prozent

29. Oktober 2012 – Die Zusatzumsätze der Fluggesellschaften werden im Jahr 2012 weltweit 36,1 Milliarden US-Dollar erreichen. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber 2011 um mehr als elf Prozent. Der Anteil der Zusatzumsätze an den gesamten Airline-Umsätzen beträgt 5,4%. Das schätzt die Studie Amadeus Worldwide Estimate of Ancillary Revenue.

Zusatzumsätze sind ergänzende Angebote über das Kerngeschäft der Passagierbeförderung hinaus. Zu dem breiten Spektrum gehören unter anderem: Provisionen für die Vermittlung von Hotelbuchungen, der Verkauf von Vielfliegermeilen an Partnerunternehmen sowie die Bereitstellung von „À-la-carte-Services“.

Innerdeutscher Luftverkehr bleibt rückläufig

26. Oktober 2012 - In den ersten neun Monaten 2012 wurden an den deutschen Flughäfen über 153,0 Millionen Fluggäste gezählt. Dies entspricht einem Zuwachs von plus 1,9% (an+ab) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Laut Flughafenverband ADV ist der innerdeutsche Luftverkehr mit minus 2,9% rückläufig, während der Europaverkehr mit plus 2,6% und der Interkont-Verkehr mit plus 6,3% stabile Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufweisen.

 

Weltweite Anzahl der Expatriates wächst weiter

26. Oktober 2012 – Unternehmen entsenden immer mehr Mitarbeiter für einen Arbeitseinsatz ins Ausland. Dieser Trend bleibt trotz schwieriger Wirtschaftsbedingungen bestehen. Das geht aus der Studie „Managing Mobility 2012" von ECA International hervor.

Die Anzahl der Expatriates ist in den letzten zwei Jahren bei 61 Prozent der befragten Unternehmen gestiegen. Lediglich 19 Prozent gaben an, weniger Mitarbeiter ins Ausland zu entsenden. Insgesamt ist in den vergangenen zehn Jahren die Anzahl an Expatriates um 25 Prozent gewachsen. Dieser Trend hält der Studie zufolge weiter an: 62 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass der Expatriate-Personalbedarf in den nächsten drei Jahren im Zuge der voranschreitenden Globalisierung weiter zunehmen wird. Das liegt in erster Linie an der starken Nachfrage nach - am Einsatzort kaum vorhandenem - hoch qualifiziertem Personal besonders in den Wachstumsregionen Asien und Südamerika.

Derzeit schicken Unternehmen Mitarbeiter meist nur einmal im Laufe ihrer Laufbahn ins Ausland. In Zukunft werden Angestellte aber mehrmals und in verschiedenen Ländern für das Unternehmen tätig sein, so die Hälfte der Befragten.

Fast die Hälfte aller Expatriates ist zwischen 35 und 50 Jahre alt; allerdings wächst die Zahl der jüngeren und älteren Expatriates kontinuierlich. 13 Prozent der Auslandsentsendeten sind weiblich - ebenfalls mit steigender Tendenz. So gehen 45 Prozent der Befragten davon aus, dass sich dieser Anteil bis 2015 weiter erhöht, gegenüber zwei Prozent, die einen Rückgang erwarten. Die häufigsten Entsendungsziele sind aktuell China, USA und Großbritannien.

An der Studie nahmen circa 290 Unternehmen aus aller Welt und aller Branchen und Größe teil. Im Fokus der Studie stehen Auslandsentsendungen mit einer Dauer von einem bis fünf Jahren.

Warentest: Nur drei von neun Reiseportalen sind „Gut“

25. Oktober 2012 – Die Stiftung Warentest hat neun Internet-Reiseportale untersucht. Nur drei Vermittlungsportale bekamen die Note „Gut“: Lastminute.de, Travelscout24.de und Travelchannel.de. Alle Portale im Test wickeln ihre Buchungen über einen einzigen Anbieter ab, Traveltainment (Amadeus Leisure Group). 11.000 Reisebüros und alle großen Online-Reiseportale beziehen ihre Reiseinformationen und -preise von diesem Großhändler. Der ausführliche Test ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift „test“ veröffentlicht.

 

Preise für Geschäftsreisen ziehen moderat an

24. Oktober 2012 – In Deutschland ziehen die Preise für Geschäftsreisen im kommenden Jahr moderat an. Das prognostiziert der Global Business Travel Forecast 2013 von American Express. Von allen Ländern in der Euro-Zone sei Deutschland bisher am wenigsten von der Wirtschaftskrise betroffen. „Wenn diese Situation anhält, erwarten wir, dass die hohe Nachfrage nach Geschäftsreisen in Deutschland im nächsten Jahr konstant bleibt“, sagt Anton Lill, General Manager Business Travel bei American Express in Deutschland.

In Deutschland würden die Business Class-Preise auf der Langstrecke um zwei bis vier Prozent steigen. Höhere Preise auf der Langstrecke beträfen aller Voraussicht nach Verbindungen nach Asien. Die Preise auf der Kurzstrecke würden in der Economy Class zwischen einem und drei Prozent anziehen. Die von Firmen ausgehandelten Hotelpreise würden sich zwischen 1,5 und vier Prozent erhöhen. Ein Anstieg der Preise für Mietwagen sei in Deutschland nicht zu erwarten. Für die Basisraten sei sogar von einer Preissenkung zwischen einem und drei Prozent auszugehen.

Die Preise für Geschäftsreisen in Lateinamerika, Asien und Osteuropa werden, so American Express, im kommenden Jahr weiter steigen. Hier treibe die große Nachfrage nach Geschäftsreisen in diese Länder die Preise in die Höhe.

Frauen gehen eher ungern auf Geschäftsreise

19. Oktober 2012 – Der Frauenanteil an den Geschäftsreiseausgaben in Deutschland beträgt rund 19 Prozent, das geht aus der Studie „How Women Travel“ von A.T. Kearney hervor. In Frankreich beträgt der Anteil etwa 35 Prozent, in den nordeuropäischen Ländern etwa 40 Prozent und in den USA knapp 50 Prozent. Bis 2020 erwartet die Unternehmensberatung einen Anstieg der Quote in Deutschland auf rund 38 Prozent. Dies entspräche verglichen mit 2011 einem zusätzlichen Marktpotenzial von acht Milliarden Euro beziehungsweise einem Gesamtvolumen von 19 Milliarden Euro im Jahr 2020.

Dieser Prognose entgegen steht die Erkenntnis, „dass viele Frauen das Reisen um des Reisens Willens nicht wollen“. Die Gruppe der unter 40-Jährigen gibt mehrheitlich an, ihr Geschäftsreiseaufkommen bereits um bis zu 50 Prozent reduziert zu haben und hält eine Reduktion um weitere 25 Prozent für möglich. In der Gesamtgruppe sehen 41 Prozent ein Potenzial zur weiteren Reduzierung von Geschäftsreisen, 46 Prozent haben Geschäftsreisen bereits um mindestens ein Viertel verringert. Nur ein Viertel der Befragten gibt an, dass sie „sehr gern“ oder „gern“ aus beruflichen Gründen reisen.

Bei Flugreisen wählen die meisten der befragten Frauen auf Kurzstrecken (unter drei Stunden) die Economy Class und auf Langstrecken (über drei Stunden) die Business Class. Lediglich ein Zehntel wählt immer Business Class, ein Drittel dagegen stets Economy. Ursächlich für diese Entscheidungen seien dabei mehrheitlich die Reiserichtlinien des Arbeitgebers, die von den befragten Frauen im Allgemeinen als angemessen empfunden werden.

Für die Studie wurden 800 Frauen aus dem mittleren und oberen Management zu ihrem Geschäftsreiseverhalten befragt. Zwei Drittel reisen ein bis drei Mal pro Monat aus geschäftlichen Gründen.

 

ADAC: Auf den Autobahnen droht der Kollaps

18. Oktober 2012 – Bis zum Jahr 2025 werden die überlasteten Autobahnabschnitte in Deutschland angesichts immer größerer Verkehrsmengen auf insgesamt 2000 Kilometer anwachsen. Im Jahr 2010, so eine Studie des ADAC, betrug die betroffene Netzlänge noch rund 1600 Kilometer.

Dramatisch wird sich die Verkehrssituation in den kommenden Jahren in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen zuspitzen. In Niedersachsen wird sich die Zahl der überlasteten Autobahnabschnitte sogar mehr als verdoppeln. Nordrhein-Westfalen, schon heute das Bundesland mit den häufigsten und längsten Staus, wird auch künftig mit Abstand am stärksten betroffen sein. Von den 1600 Kilometer Autobahn, deren Verkehrsqualität im Analysejahr 2010 mit mangelhaft oder ungenügend bewertet wurde, entfallen rund 950 Kilometer auf die einstelligen Autobahnen A 1 bis A 9. Diese Strecken sind deswegen so bedeutsam, weil auf ihnen ein Großteil des Fernverkehrs abgewickelt wird. Rund zwei Drittel der Kapazitätsengpässe, die für das Jahr 2025 prognostiziert werden, befinden sich auf den Autobahnen A 1 bis A 12. Abhilfe kann hier in erster Linie der sechs- bzw. achtstreifige Ausbau der überlasteten Abschnitte schaffen.

Für die Prognose wurde nicht nur die Fertigstellung zahlreicher Neu- und Ausbauprojekte bis zum Jahr 2025 unterstellt, sondern auch eine zehnprozentige Kapazitätserhöhung für alle Autobahnabschnitte angenommen.

Travel Manager nutzen Social Media

16. Oktober 2012 – In Europa nutzen viele Travel Manager Mobiltelefone und Social Media, um mit Reisenden in Kontakt zu bleiben und um das Reiseerlebnis zu verbessern. Das ist eines der Ergebnisse der Studie „Reiserichtlinientrends“ der GBTA-Stiftung und Egencia, für die rund 1500 Reiseprofis in Europa, Nordamerika, Asien und Lateinamerika befragt wurden. 62% von ihnen gaben an, dass sie mit Reisenden in Verbindung bleiben, um sie eine gewisse Sicherheit spüren zu lassen.

Die Nutzung von Social Media ist unter europäischen Reisenden wenig verbreitet: Nur 35% nutzen diese Kanäle beziehungsweise Apps für Mobilgeräte auf ihren täglichen Reisen, um unterwegs mit anderen Geschäftsreisenden in Kontakt zu stehen und schnell an Informationen zu gelangen. In Nordamerika und Asien werden Social Media von jeweils 48% beziehungsweise 51% der Reisenden aktiv genutzt.

 

Hotelzimmerpreise stiegen im dritten Quartal

16. Oktober 2012 – In Deutschland stiegen die Hotelzimmerpreise im dritten Quartal 2012 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum in neun von zehn untersuchten Großstädten. Zu diesen Ergebnissen kommt der „HRS Hotelpreisradar“. Den höchsten Anstieg verzeichnete Nürnberg mit einem Plus von annähernd 13 Prozent (über 83 Euro). In Berlin stieg der durchschnittliche Zimmerpreis um über neun Prozent auf durchschnittlich 89 Euro. Ebenfalls deutlich steigende Preise verzeichneten Hannover, Köln, München, Stuttgart, Hamburg und Hannover. Die höchsten Preise in Deutschland haben Gäste im dritten Quartal 2012 mit 112 Euro in München gezahlt. Dresden blieb mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von knapp 82 Euro die günstigste der untersuchten deutschen Städte.

 

Benzin und Diesel sind Preistreiber Nummer eins

11. Oktober 2012 – In den vergangenen zwölf Monaten ist das Autofahren in Deutschland um 3,4 Prozent teurer geworden. Hauptverantwortlich für den Preisanstieg sind die massiv gestiegenen Kraftstoffpreise. Sie kletterten binnen Jahresfrist um 8,9 Prozent. Die Kosten für die gesamte Lebenshaltung gingen im selben Zeitraum um lediglich zwei Prozent nach oben. Der Autokosten-Index, den der ADAC vierteljährlich gemeinsam mit dem Statistischen Bundesamt veröffentlicht, liegt mittlerweile bei 121 Punkten, der Lebenshaltungs-Index bei 113,3 Punkten. Mit dem Autokosten-Index werden alle Preise rund um das Auto erfasst. Lebenshaltungs- und Autokosten-Index wurden letztmalig für das Jahr 2005 auf den Basiswert 100 gesetzt.

Was sich bereits in den vergangenen Monaten aufgrund immer neuer Rekordpreise an den Tankstellen abzeichnete, wird jetzt vom Index-Wert für Kraftstoffe eindrucksvoll bestätigt. Mit 143,1 Punkten hat er ein nie zuvor da gewesenes Niveau erreicht. Laut ADAC war der September 2012 sowohl bei Benzin als auch bei Diesel der teuerste Monat aller Zeiten. Im Monatsmittel kostete ein Liter Super E10 1,671 Euro, ein Liter Diesel 1,524 Euro.

Den stabilen Anschaffungskosten für Neuwagen haben es die Autofahrer zu verdanken, dass der Anstieg des Kraftfahrer-Preisindex nicht noch deutlicher ausgefallen ist. Tiefer in die Tasche greifen müssen die Verbraucher jedoch für Reparaturen und Inspektionen (plus 2,9 Prozent) sowie Ersatzteile und Zubehör (plus 2,8 Prozent).

Online-Buchung von Mietwagen nicht immer vorteilhaft

10. Oktober 2012 – Internetangebote für Mietwagen bilden keinen eigenen Markt ab und gewähren keineswegs immer die günstigsten Preise. Je nach Anmietdauer und Fahrzeugklasse variiert es, welche Art der Buchung günstiger ist. Das ist eines der Ergebnisse des neuen „Marktpreisspiegel Mietwagen Deutschland 2012“ von Fraunhofer IAO. Die Untersuchung enthält repräsentative Marktdaten für Mietwagenpreise, die anhand von telefonischen sowie webbasierten Preiserhebungen von Februar bis Juli 2012 durchgeführt wurden.

 

Die größten Stress-Faktoren auf Geschäftsreisen

9. Oktober 2012 — Zeitverlust, unvorhergesehene Ereignisse und die durch das Reisen bedingten Beeinträchtigungen der Alltagsroutine sind die größten Stressfaktoren auf Reisen. Das zeigt eine Umfrage der CWT Solutions Group, an der 6 000 Geschäftsreisende von neun weltweit tätigen Unternehmen teilnahmen.

Beurteilt wurden 33 verschiedene Faktoren, die in den unterschiedlichen Etappen der Reise entstehen, von der Buchung über den Transport bis hin zum Hotelaufenthalt und der Reisekostenabrechnung. Zu den hauptsächlichen Auslösern von Stress gehören Gepäckverlust, Flugverspätungen, das Fliegen in der Economy Class auf Langstreckenflügen und schlechte Internet-Verbindungen.

Der Reise-Stress nimmt mit zunehmenden Alter und steigender Reisehäufigkeit zu. Frauen empfinden den Stress auf Geschäftsreisen stärker als Männer. Vorstände empfinden höheren Reise-Stress als Geschäftsreisende in anderen Positionen.

Im Vergleich zu Geschäftsreisenden aus anderen Ländern reagieren deutsche Geschäftsreisende überdurchschnittlich gestresst auf Faktoren, die zu „verlorener Zeit“ führen, wie zum Beispiel Umsteigeverbindungen oder verkehrsungünstig gelegene Hotels. Die durch Reisen verursachte Abweichung der Alltagsroutine hingegen belastet die Deutschen unterdurchschnittlich stark. Längere Arbeitszeiten vor Ort und Aufenthalte über drei Tage hinaus, unbekannte Sprachen und der Verzicht auf gesundes Essen oder das gewohnte Fitness-Programm machen ihnen weniger aus als Reisenden anderer Nationalitäten.

 

Egencia mit globaler Prognose für Geschäftsreisen

4. Oktober 2012 – Die durchschnittlichen Preise für Flugtickets werden nächstes Jahr um 4% teurer, das prognostiziert das Travel Management-Unternehmen Egencia. Für Europa wird eine Preissteigerung von 3% vorausgesagt und für Nordamerika und Asien-Pazifik von 5%. Für die durchschnittlichen Hoteltagespreise werden für Europa plus 2% erwartet, für Nordamerika plus 3% und für Asien-Pazifik plus 1%.

Nur wenige Flugbuchungsportale sind kundenfreundlich

4. Oktober 2012 –Obwohl es der Bundesgerichtshof längst rechtskräftig untersagt hat, werden Kunden beim Buchen von Flügen im Internet bei vielen Portalen weiter mit versteckten Kosten und voreingestellten Versicherungen konfrontiert. Das ergab ein Test von 16 umsatzstarken Flugbuchungsportalen der Zeitschrift „Reise-Preise“. Lediglich sechs Portale wurden mit dem „Fair-Play-Siegel“ für hohe Transparenz und Kundenfreundlichkeit ausgezeichnet.

Haupttestkriterien waren, dass sich der ausgewiesene Flugpreis bis zum Buchungsabschluss nicht erhöht und dass das Flugticket mit einer herkömmlichen Zahlungsart (Master-/Visacard, Lastschrift oder Rechnung) bezahlt werden kann. Die ernüchternde Bilanz: Bei zehn Anbietern lag der Endbetrag zum Teil erheblich über dem, was die Angebotsübersicht dem Kunden unmittelbar nach der Preisabfrage suggerierte. Bei fünf der getesteten Portale fanden die Tester darüber hinaus voreingestellte Versicherungen und entgeltpflichtige Zahlungsweisen, was den Ticketpreis im Laufe der Buchung nachträglich um bis zu zehn Prozent in die Höhe trieb.

Der konkrete Fall: Ein Kunde sucht einen preiswerten Flug nach Bangkok, stößt in einem Preisvergleichsportal auf ein verlockendes Angebot von 721 Euro und wird auf die Anbieterseite weitergeleitet. Wählt er dort den voreingestellten „Umbuchungsservice“ nicht aktiv ab, steigt der Preis um über 28 Euro an. Hat der Kunde dann das einzige entgeltfreie Zahlungsmittel, in diesem Fall eine Debit-Karte, nicht zur Hand und wählt alternativ das klassische Lastschriftverfahren, verteuert sich das Ticket noch einmal um fast 40 Euro. Unterm Strich werden für das Ticket 789 Euro abgebucht.

2,5 Millionen Ausländer besuchten deutsche Messen

2. Oktober 2012 – Rund 2,5 Millionen ausländische Besucher kamen im Jahr 2011 auf die internationalen Messen in Deutschland, um sich zu informieren oder Geschäfte vorzubereiten. Trotz eines turnusgemäß relativ kleinen Messeprogramms im letzten Jahr wurde das Ergebnis von 2010 (2,55 Millionen internationale Besucher) nahezu erreicht. Daraus ergibt sich laut AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft der höchste je ermittelte Anteil ausländischer Besucher von jetzt 26,2%.

Nach einem leichten Rückgang der Zahl ausländischer Interessenten in der Wirtschaftskrise 2009 hat sich die international führende Position des Messeplatzes Deutschland wieder gefestigt und tendenziell verbessert. Die Zahl der internationalen Besucher wird nach wie vor von keinem anderen Land erreicht; der Abstand zu anderen Ländern ist eher gewachsen.

Aus Ländern außerhalb Europas kamen fast 500.000 ausländische Besucher, allein 180.000 aus Süd-Ost-Zentral-Asien, gefolgt vom Nahen und Mittleren Osten (85.000) und Nordamerika (80.000). Es folgen Lateinamerika (65.000), Afrika (50.000) und Australien/Ozeanien (20.000). Dabei konzentriert sich das Wachstum aus Ländern außerhalb Europas nicht auf Ostasien. Allein aus Afrika kamen 2011 rund ein Drittel mehr Besucher als noch 2005.

Aus dem europäischen Ausland kamen etwas mehr als 2 Millionen Besucher, davon 1,65 Millionen aus der EU und 360.000 aus anderen Ländern Europas. Die wichtigsten europäischen Besucherländer waren im Jahr 2011 die Niederlande (250.000 Besucher), Italien (175.000) und Österreich (150.000). Es folgen die Schweiz und Frankreich (je 135.000) sowie Belgien (125.000) und Großbritannien (120.000).

Unter den Ländern außerhalb Europas führen die USA mit 65.000 Besuchern vor Indien (50.000) und der VR China (40.000). Dabei ist zu berücksichtigen, dass Besucher aus den Nachbarländern in nennenswertem Umfang auch aus privaten Gründen auf deutsche Messen kommen, während die Interessenten aus Übersee fast ausschließlich Fachbesucher sind.

Starke Zunahme im Fernverkehr mit Bahnen und Bussen

24. September 2012 – Der Fernverkehr mit Bahnen und Bussen in Deutschland wuchs im ersten Halbjahr 2012 um 5,4%, das teilt das Statistische Bundesamt mit. Von den 64 Millionen Fahrgästen fuhren rund 63 Millionen mit Eisenbahnen (plus 5,3% gegenüber dem ersten Halbjahr 2011) und 1 Million mit Omnibussen (plus 10,3%). Im Durchschnitt legten die Fahrgäste 280 Kilometer je Fahrt zurück.

 

GBTA über Geschäftsreisen, Beschäftigung und Exporte

20. September 2012 – Die Ausgaben für Geschäftsreisen in Deutschland werden dieses Jahr voraussichtlich um 1,6% auf 50,1 Milliarden US-Dollar ansteigen, das prognostiziert die Global Business Travel Association (GBTA). Dabei steht einer Zunahme von 1,6% für Ausgaben für inländische Geschäftsreisen ein Rückgang von 3,0% für Ausgaben für Geschäftsreisen ins Ausland gegenüber. Für 2013 sagt der Geschäftsreiseverband ein Wachstum von 3,3% voraus.

Die Ausgaben für Geschäftsreisen auf den wichtigsten europäischen Märkten werden nach GBTA-Meinung dieses Jahr um 2,2% auf 177 Milliarden US-Dollar sinken und 2013 um 1,4% steigen.

Rund ein Viertel der inländischen Geschäftsreiseausgaben hängt nach GBTA-Erkenntnissen von der Zunahme an Arbeitsplätzen ab, ein bis zwei Viertel von den Exporten.

Vier Milliarden Euro Vergeudung auf Geschäftsreisen

17. September 2012 – Geschäftsreisende verlieren im Schnitt 48 Minuten pro beruflich bedingter Reise durch unzureichende Planung, ungünstige Anschlussverbindungen oder schlecht gewählte Unterkünfte. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Chefsache Business Travel“ des Ausschusses Business Travel des Deutschen ReiseVerbands (DRV). Bei rund 164 Millionen Geschäftsreisen pro Jahr verlieren Deutschlands Unternehmen damit jährlich über 130 Millionen Stunden Arbeitszeit. Bei Durchschnittskosten von rund 30 Euro pro geleistete Arbeitsstunde macht das einen finanziellen Verlust von 3,9 Milliarden Euro pro Jahr.

Dennoch legen nur die wenigsten Unternehmen die Planung und Durchführung ihrer Geschäftsreisen in professionelle Hände. So arbeitet nur jedes dritte befragte Unternehmen mit einem auf Geschäftsreisen spezialisierten Reisebüro zusammen. Für Ausschuss-Vorsitzenden Stefan Vorndran ist dies eine überraschende Erkenntnis: „Für viele Unternehmen sind Dienstreisen ein Schlüsselfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg, zum Beispiel, um Geschäftsabschlüsse unter Dach und Fach zu bringen. Deshalb sollte man meinen, dass sie hier dieselbe Professionalität walten lassen wie in anderen Geschäftsbereichen. Dies ist offensichtlich nicht der Fall.“

Diese Einschätzung wird durch weitere Zahlen der Studie bestätigt: So achten nicht einmal 40 Prozent der Unternehmen konsequent auf die schnellste Verbindung bei der Buchung ihrer Geschäftsreisen. Lediglich 32 Prozent haben bei den Dienstreisen ihrer Mitarbeiter auch deren Produktivität im Blick. „Geschäftsreisebüros können zwar Staus und Zugverspätungen nicht verhindern. Mit ihrer Unterstützung können Verkehrsmittel, Verbindungen, Anreisewege, Unterkünfte und andere definierte Faktoren allerdings optimal aufeinander abgestimmt werden. Außerdem ermöglichen sie, auf Probleme während der Reise zeitnah zu reagieren“, argumentiert Vorndran.

Für die Studie wurden 222 Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und Mitglieder der Geschäftsführung aus Unternehmen ab 300 Mitarbeitern zum Thema „Geschäftsreisen“ befragt. Der Ausschuss Business Travel vertritt innerhalb des Deutschen ReiseVerbands die Interessen der Geschäftsreiseanbieter. Mitglieder sind unter anderem BCD Travel, Carlson Wagonlit Travel, Derpart Travel Service Reisevertrieb, FCm Travel Solutions, First Business Travel, HRG Germany und Lufthansa City Center. Weitere Informationen: www.chefsache-businesstravel.de.

Moderater Preisanstieg bei Geschäftsreisen 2013

13. September 2012 – Die Nachfrage im Bereich Geschäftsreisen wird zu Beginn des nächsten Jahres nur langsam steigen, das prognostiziert das Beratungsunternehmen Advito im „2013 Industry Forecast“. Grund: Die anhaltenden Unsicherheiten in der Eurozone beeinflussen auch die Wachstumsraten in anderen Teilen der Welt, sogar in China. Da jedoch vor allem die Fluggesellschaften ihre Kapazitäten stark regulieren, werde die Nachfrage das Angebot dennoch übersteigen, was zu leichten bis mittleren einstelligen Preisanstiegen bei Flugtickets und Hotelraten führe.

Bei Flugpreisen wird weltweit eine gemäßigte Preiserhöhung erwartet. Die größte Nachfrage bestehe in Lateinamerika, die zu einem Anstieg der Preise um 6 bis 7 Prozent führe. In Europa sei die Nachfrage am geringsten, was einen Preisanstieg von nur 2 bis 3 Prozent nach sich ziehe. Nordamerika und Asien lägen bei den Flugpreiserhöhungen mit 4 bis 5 Prozent dazwischen, der Südwestpazifikraum bei 2 bis 4 Prozent.

Die erwarteten Preissteigerungen in der Hotellerie betragen: 2 bis 4 Prozent in Europa, 6 bis 7 Prozent in Nordamerika, 8 bis 14 Prozent in Lateinamerika, 5 bis 10 Prozent im Nahen Osten, 5 bis 8 Prozent in Asien und 6 bis 10 Prozent im Südwestpazifik. Zweistellige Erhöhungen der durchschnittlichen Tagespreise seien wieder in den Top-Städten wie New York, Hongkong und Singapur zu erwarten sowie in Australien und Lateinamerika.

Im US-Mietwagenmarkt erwartet Advito 2013 keinerlei Preissteigerungen. In Europa sei bei den Zugfahrkarten ähnlich wie 2012 mit einer Erhöhung von 3 bis 5 Prozent zu rechnen.

Der „2013 Industry Forecast“ stützt sich auf Wirtschafts- und Branchendaten, die bis August 2012 und auf Transaktionsdaten von Flug und Hotel, die bis Juni 2012 erhoben wurden. Betrachtet werden auch Fluggesellschaften in Nahost, der australische und indische Markt, Airline-Konsolidierungen, Zusatzentgelte sowie wichtige Punkte für Hotelverhandlungen.

 

Statistisches Bundesamt: Preisboom für Bahntickets

12. September 2012 – Die Preise für Bahntickets erhöhten sich in den letzten zehn Jahren um etwa 38%. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Die Preise im öffentlichen Personennahverkehr legten sogar um etwa 42% zu. Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen seit 2002 durchschnittlich „nur“ um rund 18%.

Die Preise rund ums Auto (Kauf und Unterhaltung) sind in den letzten zehn Jahren um fast 30% gestiegen. Dieses deutliche Plus ist vor allem durch die Verteuerung bei Kraftstoffen bedingt. Der Preis für Superbenzin erhöhte sich zwischen August 2002 und 2012 um 60%, Diesel war sogar mehr als 80% teurer. Für ein neues Auto mussten Verbraucher 10% mehr bezahlen als vor zehn Jahren.

Nachtrag 25. September 2012: Die Deutsche Bahn hebt zum 9. Dezember 2012 die Preise im Personenverkehr um durchschnittlich 2,8 Prozent an.

DGFP-Umfrage: Mobile Erreichbarkeit in der Freizeit

12. September 2012 – Ein Drittel (33 Prozent) der Unternehmen planen oder verfügen über Maßnahmen, die die Erreichbarkeit der Mitarbeiter in der Freizeit regeln. Hauptsächlich werden dabei Appelle an Führungskräfte und Mitarbeiter ausgegeben, die einen eigenverantwortlichen Umgang unterstützen und eine eindeutige Haltung des Unternehmens kommunizieren. Technische Lösungen werden nur von wenigen Unternehmen umgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzumfrage der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e. V. (DGFP). An der Online-Befragung Anfang August 2012 haben sich 279 Personalmanager beteiligt.

Insgesamt denken rund 61 Prozent der befragten Personalmanager, dass es expliziter Regelungen bedarf, um die Erreichbarkeit von Mitarbeitern in ihrer Freizeit klar zu definieren. 34 Prozent halten betriebliche Regelungen für die beste Lösung, gefolgt von Absprachen mit dem direkten Vorgesetzten, die von 16 Prozent befürwortet werden. Nur ein Prozent der Befragten schließt sich Bundesministerin Kristina Schröder an, die tarifvertragliche Vereinbarungen forderte. 35 Prozent der Personalmanager halten explizite Regelungen für unnötig und vertrauen hier auf die Eigenverantwortung von Mitarbeitern und Führungskräften.

Jeweils 22 Prozent der Unternehmen planen Appelle an Führungskräfte oder Mitarbeiter, außerhalb der üblichen Dienstzeiten keine E-Mails zu verschicken oder zu bearbeiten. In sechs beziehungsweise fünf Prozent der Unternehmen bestehen diese Maßnahmen bereits. Die Weiterleitung von E-Mails zu bestimmten Uhrzeiten wird nur in zwei Prozent der Unternehmen verhindert. Insgesamt ein Drittel der Unternehmen plant oder verfügt über eine dieser Maßnahmen und reagiert somit bereits auf die vergleichsweise neuen Entwicklungen, die mit der Zunahme mobiler Arbeitsmöglichkeiten einher gehen und zunehmend nicht nur Führungskräfte betreffen. Am häufigsten werden von den befragten Unternehmen also Kommunikationsmaßnahmen gewählt, die Mitarbeitern und Führungskräften vermitteln, dass von Unternehmensseite keine ständige Erreichbarkeit erwartet wird.

49 Prozent der Befragten sind der Ansicht dass eine dauerhafte Erreichbarkeit in der Freizeit ganz sicher oder ziemlich wahrscheinlich einen Beitrag zur Entstehung eines Burnout-Syndroms leisten kann. Insbesondere diese Befragungsteilnehmer befürworten explizite Regelungen.

 

ADAC: Diesel rechnet sich ab 10.000 Kilometern pro Jahr

7. September 2012 – Die Kraftstoffpreise haben in den letzten Monaten derart angezogen, dass sich ein Dieselfahrzeug wegen des insgesamt niedrigeren Verbrauchs gegenüber dem Benziner bereits ab einer durchschnittlichen Fahrleistung von 10.000 Kilometern pro Jahr lohnt. Zu diesem Ergebnis kommt der ADAC nach einer Analyse von 379 direkt vergleichbaren Paarungen an Diesel- und Benzinfahrzeugen gleichen Modells. Bisher wurde eher davon ausgegangen, dass ein Diesel erst ab 15.000 Kilometern pro Jahr günstiger ist. In den Berechnungen des ADAC wurden die Gesamtautokosten berücksichtigt, also Kaufpreis und Wertverlust, Betriebskosten (Kraftstoff), Werkstattkosten sowie Steuer und Versicherung.

Besonders anschaulich ist das Beispiel BMW 320d EfficientDynamics Edition zu seinem Benzinpendant BMW 320i: Dieser sparsame Diesel rechnet sich sogar schon bei einer Jahreslaufleistung von 8.000 Kilometern. Vergleicht man Benzin- und Diesel-Golfs miteinander, also den Golf 1.2 TSI Trendline und den Golf 1.6 TDI BlueMotion, so hat die Dieselversion bei 9 300 Kilometern den Break Even erreicht. Bei der Analyse wurden die Benzin- und Dieselpreise vom August dieses Jahres vorausgesetzt, also 1,70 Euro für Super E 10 und 1,55 Euro für einen Liter Diesel.

Benziner rechnen sich auf jeden Fall für Wenigfahrer. Wer aber eine Fahrleistung von 15.000 Kilometern pro Jahr hat, fährt nur bei 19 Prozent der untersuchten Modellpaare besser mit einem Benziner. Der Diesel siegt in diesem Fall in 81 Prozent der Diesel-Benziner-Paarungen. Bei echten Vielfahrern lohnt sich der Diesel also auf jeden Fall.

Der ADAC empfiehlt den Verbrauchern beim Autokauf genau auf das Modell der Wahl zu achten. Denn: Es gibt auch Ausnahmen vom generellen Trend. Eher ein negatives Beispiel in puncto Diesel: Der Hyundai ix55. Dieser Selbstzünder rechnet sich beispielsweise erst ab über 40.000 Kilometern Jahreslaufleistung.

Nutzung mobiler Endgeräte von Geschäftsreisenden

26. August 2012 – 55 Prozent der Geschäftsreisenden weltweit verfügen heute über drei oder vier mobile Endgeräte, das ergibt eine aktuelle Studie im Auftrag von Four Points by Sheraton. Befragt wurden jeweils 1.000 Geschäftsleute, die mindestens einmal im Jahr beruflich auf Reisen gehen, aus Deutschland, Großbritannien, den USA, China, Indien und Brasilien. 33 Prozent der befragten Deutschen reisen mit nur einem oder zwei mobilen Endgeräten.

Die meisten Befragten nutzen mobile Endgeräte unterwegs für E-Mail-Dienste (90 Prozent). Mit einigem Abstand folgen das Browsen im Internet und die Nutzung sozialer Netzwerke (75 Prozent) sowie die Kommunikation mit dem Büro (73 Prozent). Eine Minderheit liest Bücher auf den mobilen Endgeräten (43 Prozent).

Bei der Frage, welche Geräte Geschäftsreisende am häufigsten mit auf Reisen nehmen, belegen Smartphones klar den ersten Rang (74 Prozent). Auf den Folgeplätzen liegen Tablets (65 Prozent), MP3-Player (43 Prozent) und Laptops (32 Prozent). Fast sieben von zehn Befragten (68 Prozent) verwenden ihr Tablet inzwischen häufiger als ihren Laptop. Dementsprechend würden sich ungefähr ebenso viele Teilnehmer (69 Prozent) für das Tablet entscheiden, wenn sie nur eines von beiden Geräten mitnehmen dürften. In Europa ziehen insbesondere deutsche (70 Prozent) und britische (67 Prozent) Befragte ihr Tablet einem Laptop vor.

Ganz dem Klischee entsprechend schaltet die Mehrheit (54 Prozent) der Geschäftsreisenden direkt nach der Landung - also noch vor dem Erreichen des Flughafen-Terminals - ihr Smartphone an. Zwölf Prozent schalten es gar nicht erst aus. Die übrigen Befragten warten ab, bis sie das Terminal erreichen oder bis sie im Taxi oder Auto sitzen (jeweils 17 Prozent).

Nach dem Aufwachen im Hotel wandert der Blick bei vielen Befragten zuerst auf das Smartphone (36 Prozent). Nur 19 Prozent schalten zuerst den Fernseher ein, und 18 Prozent gehen zuerst unter die Dusche. Das Einloggen auf Facebook belegt den vierten Platz (zwölf Prozent), während der Anruf zu Hause auf einem abgeschlagenen fünften Platz liegt (sieben Prozent).

Insgesamt abonnieren die Befragten vier bis sieben RSS-Newsfeeds (46 Prozent). Teilnehmer aus Indien verfolgen jedoch eher einen bis drei Newsfeeds (55 Prozent). Reuters ist mit 21 Prozent der bei weitem beliebteste Newsfeed, gefolgt von der BBC (15 Prozent) und der New York Times (7 Prozent).

Insgesamt vertritt über 60 Prozent der Befragten die Auffassung, dass Reisen mit mobilen Technologien ihr Leben einfacher und komfortabler macht. Dieser Anteil ist mit 73 Prozent besonders hoch in Großbritannien. Die Mehrzahl der deutschen Teilnehmer erklärt hingegen, mobile Technologien erleichtern ihr Leben nur bis zu einem gewissen Maß (53 Prozent). 14 Prozent von ihnen sind sogar der Meinung, diese Technologien erschweren ihnen das Leben.

 

Hotelübernachtungen in Europa auf Wachstumskurs

26. August 2012 – Deutsche Reisende zeigen sich bei der Wahl ihres Hotels bescheidener als Urlauber aus Großbritannien oder Russland. Sie bevorzugen Mittelklassehotels. Der Anteil der Deutschen, die im Urlaub in einem Luxushotel nächtigen, ging sogar um ein Prozent zurück auf jetzt 13 Prozent. Das ergab eine Sonderauswertung des World Travel Monitor im Auftrag der ITB Berlin zu den bevorzugten Unterkunftsarten europäischer Reisender.

Die Übernachtung in Hotels zählt mit 57 Prozent zu der liebsten Unterkunftsart der Europäer. Von rund 413 Millionen Auslandsreisen werden circa 234 Millionen im Hotel verbracht. Heute entscheiden sich damit mehr europäische Reisende für ein Bett im Hotel als noch vor fünf Jahren. 2007 verzeichnete diese Unterkunftsart einen Anteil von 52 Prozent. Deutsche Reisende steigen aktuell beispielsweise zu 58 Prozent in Hotels ab. Die Briten sind mit 60 Prozent und die Russen mit einem Anteil von 66 Prozent die stärksten Nationen. Polnische und niederländische Reisende übernachten mit 44 und 45 Prozent weniger häufig in Hotels.

Auch bei der Wahl der Hotelkategorien zeigen sich europaweit Unterschiede: Während die Übernachtungen der Europäer insgesamt in der Standardhotellerie (Mittelklasse- und Budgethotels) stagniert, steigen die Übernachtungen in 5-Sterne-Hotels um zwei Prozentpunkte und in 4-Sterne-Hotels um vier Prozentpunkte an. Besonders russische Urlauber legen laut der Untersuchung von IPK International Wert auf gehobenen Komfort.

Bei 26 Prozent der Auslandsreisen vertrauen sie auf die Annehmlichkeiten eines 5-Sterne-Hotels. Briten entscheiden sich zu 22 Prozent für 5-Sterne-Häuser und zählen damit ebenfalls zu den führenden Liebhabern des Luxussegments. Dabei wuchs der Anteil in den vergangenen fünf Jahren um zwei Prozent bei den Russen und vier Prozent bei den Briten. Bei den Deutschen liegt der Anteil bei Unterkünften in Nobelherbergen hingegen bei lediglich 13 Prozent.

 

Eine Million mehr Flugpassagiere im ersten Halbjahr 2012

26. August 2012 – Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes haben 47,7 Millionen Passagiere im ersten Halbjahr 2012 von den 27 größten deutschen Flughäfen aus eine Flugreise begonnen. Das waren das 1,0 Millionen Passagiere oder 2,1% mehr als im ersten Halbjahr 2011.

Der innerdeutsche Passagierverkehr nahm um 1,7% auf 11,7 Millionen Passagiere ab. Ins Ausland reisten dagegen 3,4% mehr Passagiere als im ersten Halbjahr 2011, insgesamt 35,9 Millionen Personen. Der Zuwachs ging vor allem auf den Interkontinentalverkehr zurück (+ 6,8%). Die Zahl der Passagiere in europäische Zielländer nahm um 2,4% zu.

Am deutlichsten hat in der ersten Jahreshälfte 2012 mit + 18,1% die Zahl der Fluggäste mit dem Ziel afrikanischer Kontinent zugenommen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass im ersten Halbjahr 2011 diese Zahl – durch die instabile politische Situation in einigen Ländern – um 21,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen war. Von den Flugzielen in Asien konnten die Vereinigten Arabischen Emirate die meisten Fluggäste und den größten Zuwachs verzeichnen (+ 24,4%). Sie lösten damit China als am häufigsten bereistes asiatisches Zielland ab.

 

Im Süden Deutschlands steigen die Hotelpreise deutlich

6. August 2012 – Die Hotelpreisentwicklung in Deutschland zeigt im zweiten Quartal 2012 laut HRS Hotelpreisradar ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Während die Zimmerpreise im Süden der Republik zwischen April und Juni 2012 zum Teil deutlich stiegen, gaben die Preise unter anderem in Dresden, Hannover, Köln und Düsseldorf nach. Eine Ausnahme im Norden stellt Hamburg dar. Sowohl in der Elbmetropole als auch in München und Frankfurt am Main durchbrachen die Zimmerpreise die 100-Euro-Schwelle. Besonders günstig blieben Hotelübernachtungen in Dresden, Berlin und Nürnberg. So mussten Dresden-Besucher pro Zimmer und Nacht durchschnittlich gut 84 Euro einplanen. Hier gaben die Preise um knapp fünf Prozent nach. Für gut 85 Euro pro Hotelzimmer und Nacht konnten Reisende in Berlin übernachten. In Nürnberg blieben Hotelzimmer trotz eines Preisanstieges von gut 5,7 Prozent auf nunmehr rund 86 Euro ähnlich preiswert.

 

CWT erwartet für 2013 moderate Preissteigerungen

3. August 2012 – Für das Jahr 2013 prognostiziert der „Travel Price Forecast“ von Carlson Wagonlit Travel (CWT) weltweit eine moderate Steigerung in den meisten Bereichen der Reiseausgaben. „Die Preissteigerungen in den meisten Regionen der Welt werden sich im Vergleich zu 2012 abschwächen, da sich die boomenden Volkswirtschaften wie in der Region Asien-Pazifik zu normalisieren beginnen und die Unsicherheit in Europa anhält“, so Nick Vournakis, Senior Vice President Global Product Marketing und CWT Solutions Group. „Dennoch werden die Preise auch im kommenden Jahr leicht steigen, da an den meisten Orten die Nachfrage nach Reiseleistungen das Angebot übersteigt.“

Für die Region Europa, Naher Osten und Afrika sieht die Studie bei Flugpreisen eine durchschnittliche Steigerung von 2,5 Prozent voraus, bei Hotelübernachtungen von durchschnittlich 1,3 Prozent, bei Mietwagen um 1,2 Prozent, für Fahrten mit Hochgeschwindigkeits-Bahnen um 4,3 Prozent und bei Meetings und Events um etwa ein Prozent.

Weniger innerdeutsche Flugpassagiere, mehr Bahnfahrer

30. Juli 2012 – Die Zahl der innerdeutschen Passagiere an den 22 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland sank von Januar bis Juni um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, so der Flughafenverband ADV. Die Deutsche Bahn hingegen meldet für die ersten sechs Monate des Jahres 2012 über eine Milliarde Fahrgäste (ohne Arriva), plus rund vier Prozent.

BRIC-Staaten: Russland Spitzenreiter bei Auslandsreisen

25. Juli 2012 – Wenn es um Auslandsreisen und die wirtschaftliche Situation von den sogenannten BRIC-Staaten geht (Brasilien, Russland, Indien, China), dann haben die Länder keine Gemeinsamkeiten. Nicht China und Brasilien als die größten Wirtschaftsmächte der BRIC-Staaten oder China und Indien als bevölkerungsreichste Länder generieren das größte Auslandsreisevolumen. Als Land mit dem höchsten Auslandsreisevolumen hat vielmehr Russland die Nase vorn. Nach einer Sonderauswertung des World Travel Monitor im Auftrag der ITB Berlin gibt es bei Reisen ins Ausland keine Zusammenhänge zwischen Wirtschaftsgröße und Bevölkerungsdichte. Russland ist innerhalb der Staatengruppe das bevölkerungsärmste Land und rangiert hinsichtlich der Wirtschaftsgröße an dritter Stelle. Bei Reisen ins Ausland aber sind die Russen führend. Sie unternehmen 1,3 Mal so viele Reisen wie die Chinesen, 3,4 Mal so viele wie die Inder und 4,6 Mal so viele wie die Brasilianer.

Auch beim Wachstum der Auslandsreisen hält Russland die Spitzenposition. Vor fünf Jahren unternahmen 15,9 Millionen Russen und 13 Millionen Chinesen eine Reise ins Ausland. Nach den neuesten Erhebungen unternehmen derzeit 23,8 Millionen Russen und 18,3 Millionen Chinesen (ohne Reisen nach Hongkong und Macau, die nach wie vor die Masse der Reisen ausmachen) eine Auslandsreise. Im Betrachtungszeitraum ist die Reisefreude bei den Russen um 50 Prozent gestiegen. Dem stehen die Chinesen mit 41 Prozent gegenüber.

Was Indien und Brasilien im Auslandsranking der BRIC-Staaten betrifft, liegen diese relativ weit abgeschlagen. Indien rangiert zwar mit sieben Millionen Auslandsreisen vor Brasilien mit 5,2 Millionen Reisen. Betrachtet man aber diese beiden Länder über einen Zeitraum von fünf Jahren, zeigt sich für Indien ein Wachstum von 30 Prozent (gegenüber 5,4 Millionen Auslandsreisen im Jahr 2006) und für Brasilien von 85 Prozent (2006 unternahmen die Brasilianer nur 2,8 Millionen Auslandsreisen). Wenn auch auf vergleichsweise niedrigem Niveau und trotz geringerer wirtschaftlicher Wachstumsrate als Indien, liegt die größere Dynamik im brasilianischen Markt. Vergleicht man China mit Russland, verzeichnet Russland trotz des jahrelangen, konstant hohen Reisevolumens stärkere Zuwachsraten als China. Also besteht auch hier kein kausaler Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Entwicklung und Anzahl der Auslandsreisen, denn das Land der aufgehenden Sonne weist die höchste Wachstumsrate auf.

Obwohl die Bevölkerung der BRIC-Staaten mit knapp drei Milliarden Menschen fast sechs Mal umfangreicher ist als die Bevölkerung der EU mit rund 500 Millionen Einwohnern, unternehmen die BRIC-Bürger noch immer wesentlich weniger Reisen ins Ausland. Im Jahr 2011 waren es 54 Millionen Auslandsreisen, das sind rund sechs Mal weniger als die EU-Bürger mit 345 Millionen. Insgesamt aber wächst das Auslandsreisevolumen der BRIC-Staaten kontinuierlich. Noch vor fünf Jahren reisten die BRIC-Bürger knapp neun Mal weniger als die Europäer ins Ausland.

„Die Zahlen für den Tourismus aus den BRIC-Staaten, insbesondere aus Russland, bieten vielversprechende Perspektiven für die Tourismusindustrie der betroffenen Gastgeberländer und Zielgebiete“, erklärt Dr. Martin Buck, Direktor des KompetenzCenter Travel & Logistics Messe Berlin. „Sie zeigen, dass in der Zwischenzeit nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in Bezug auf die Auslandsreisetätigkeit ein Aufholprozess stattgefunden hat, der sich mit Sicherheit fortsetzt.“

DUH untersucht Nachhaltigkeit von Fahrzeugflotten

24. Juli 2012 – Zum dritten Mal hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Fahrzeugflotten börsennotierter sowie ausgewählter mittelständischer Unternehmen auf CO2-Ausstoß und Nachhaltigkeit untersucht. Die Ergebnisse der Umfrage, in deren Rahmen auch die Dienstwagen der Vorstandsvorsitzenden überprüft wurden, bezeichnete die DUH insgesamt als enttäuschend. Entsprechend unterstrich sie erneut ihre Forderung nach mehr Verantwortung für den Klimaschutz unter deutschen Spitzenmanagern.

Die „Grüne Karte für glaubwürdiges Klimabewusstsein" vergab die Umweltschutzorganisation lediglich an vier Unternehmen: die K+S AG, Kaiser’s Tengelmann, die Phoenix Solar AG und die Tchibo GmbH. Ein erkennbares, aber noch nicht ausreichendes Klimaengagement zeigen sieben Unternehmen, die dafür die „Gelbe Karte" erhielten. Darunter befinden sich C&A Mode, Deutsche Bahn AG, Deutsche Telekom AG, Pfeiffer Vacuum GmbH und Siemens. Zwar unterschreiten die CO2-Emissionen ihrer Dienstwagenflotten teilweise den EU-Zielwert für 2012. Jedoch verschlechtern die klimaschädlichen Fahrzeuge der Vorstandsetagen die Bewertung insgesamt. Im Durchschnitt verfehlen die Limousinen der Vorstandvorsitzenden den geltenden EU-Zielwert von 130 g CO2/km um fast 70 Prozent.

„Nach wie vor mauern die meisten Firmen beim Thema Dienstwagen – das Schaufahren gegen den Klimaschutz hält in vielen Betrieben offensichtlich unvermindert an", bemerkt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. „Zwar verzichtet kaum ein Unternehmen auf Umweltmanagementsysteme und Nachhaltigkeitszertifizierungen. Der Blick unter die Motorhauben beweist jedoch oft, dass es mit dem Klimaschutz nicht weit her ist."

Als besonders enttäuschend bezeichnete Resch die fehlende Bereitschaft vieler Vorstände zur Abrüstung ihrer Fahrzeuge hinsichtlich Motorstärke und Spritverbrauch: „Im Gegensatz zu vielen Spitzenpolitikern gehen die deutschen Manager mehrheitlich nicht mit gutem Beispiel voran und setzen aus Prestigegründen noch immer auf schwere und klimaschädliche Fahrzeuge." Die Deutsche Umwelthilfe fordert eine Flottenpolitik, die im Einklang mit den Klimaschutzbeschlüssen steht und den EU-Zielwert von 130 g CO2/km einhält. Dies sei möglich, wie die positiv ausgezeichneten Firmen mit Flottenfahrzeugen unterhalb dieses Werts zeigen. Gleichzeitig müssten die eklatanten Fehlanreize bei der Besteuerung von Dienstfahrzeugen in Deutschland dringend beseitigt werden.

Insgesamt bat die DUH zwischen Mai und Juli 2012 bei den 100 größten börsennotierten sowie 62 weiteren, überwiegend mittelständischen Unternehmen um Auskunft zu ihrem Fuhrpark. Sie erkundigte sich nach den durchschnittlichen CO2-Werten der Firmenwagen, den Dienstfahrzeugen des Vorstands sowie den Strategien zur Reduktion des CO2-Ausstoßes bei der Pkw-Flotte. Dabei legte sie für die Bewertung der CO2-Emissionen den EU-Zielwert für 2012 in Höhe von 130 g CO2/km als Referenz zugrunde. Von insgesamt 162 befragten Unternehmen verweigerten wie im Vorjahr zwei Drittel die Auskunft zum Spritverbrauch der Vorstands- und Flottenfahrzeuge. Nur 50 Firmen waren bereit, die eingereichten Fragen zu beantworten.

Erstmals bewertete die DUH auch die Flotten- und Mobilitätsstrategien für Mitarbeiter. Positiv fielen in diesem Zusammenhang beispielsweise Adidas, Deutsche Telekom, Siemens, Linde, Heidelberger Druckmaschinen, Deutsche Lufthansa und SAP auf. In den genannten Unternehmen gelten strikte CO2-Höchstwerte bei der Beschaffung neuer Dienstfahrzeuge und ein Bonus-Malus-System für die Mitarbeiter, um weitere Verbrauchsreduktionen zu erreichen. Weitere Maßnahmen sind unter anderem Fahrertraining, Jobtickets für den Öffentlichen Personennahverkehr sowie der verstärkte Einsatz von Dienstfahrrädern und Pedelecs.

Die „Rote Karte" erhielten insgesamt 151 Unternehmen, darunter auch 24 Mitglieder von Econsense, dem „Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.", das sich nach eigenen Angaben für eine nachhaltige Entwicklung und Transparenz einsetzt. Nur drei der 27 befragten Econsense-Mitglieder erhielten immerhin die „Gelbe Karte". Ausschlaggebend dafür waren jedoch weniger die klimaschonenden Vorstandsfahrzeuge, als die CO2-Emissionen der gesamten Dienstwagenflotte. Unverständnis zeigte die DUH für die hohe Zahl derer, die keine Auskunft erteilten oder eine Antwort komplett verweigerten, darunter einige große Automobilhersteller und Energieunternehmen wie Daimler, BMW, Volkswagen, E.ON und Solarworld. Für dieses Verhalten vergab die Umweltschutzorganisation ebenfalls die „Rote Karte".

Als erfreulich bewertete die DUH, dass immerhin acht Unternehmen bei der Gesamtflotte einen CO2-Wert erreichen, der das EU-Ziel des Jahres 2012 von 130 g CO2/km einhält und teilweise sogar unterschreitet.

 

Umfrage: Smartphone-Besitzer vernachlässigen Sicherheit

24. Juli 2012 – Viele Smartphone-Besitzer vernachlässigen die Sicherheit ihres Geräts. Fast jeder zweite (47 Prozent) nutzt nach eigenen Angaben keinen Virenschutz, jeder fünfte verzichtet komplett auf jegliche Sicherheitsfunktionen. Das ergab eine repräsentative Verbraucherumfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom. Nur jeder sechste Smartphone-Besitzer (16 Prozent) nutzt ein Programm, mit dem das Mobiltelefon bei Verlust geortet werden kann. Lediglich jeder Neunte (11 Prozent) hat eine Software installiert, mit dem nach einem Verlust per Fernzugriff alle Daten gelöscht werden können. Ähnlich wenige (12 Prozent) nutzen auf ihrem Mobiltelefon einen so genannten Passwort-Safe, das ist eine Software zur sicheren und zentralen Verwaltung von Zugangscodes.

Grundsätzlich sollten Smartphone-Besitzer folgende Tipps beherzigen:

  • Zugriff auf Smartphone schützen, etwa durch Eingabe einer PIN
  • Sicherheitsfunktionen nutzen und Antivirenprogramm installieren
  • Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren
  • Updates von Apps und Betriebssystem möglichst umgehend installieren
  • Gesundes Misstrauen: Nicht jeden Anhang öffnen, nicht jedem Link folgen

Nach einer Bitkom-Umfrage hat rund jeder zehnte Deutsche ab 14 Jahren sein Handy schon einmal verloren.

 

Mobile Payment bleibt ein Sicherheitsrisiko

24. Juli 2012 – Sicherheitsprobleme bei der NFC-Technologie (Near Field Communication) lassen das aufkommende M-Payment schwächeln. Denn das bequeme Bezahlen mit dem Smartphone via NFC-Chip bietet Angriffsfläche für Datenklau. Die Ursache sind Lücken auf Teilen der Kommunikationsstrecke, die ein Auslesen durch Dritte ermöglichen. Ohne wirklich ausgereifte Security-Mechanismen gefährden die Telekommunikationsunternehmen den Durchbruch der Payment-Technik, ergibt eine Marktbeobachtung von Steria Mummert Consulting.

Denn die Vorbehalte gegen die NFC-Technik sind beim Endkunden in Deutschland vorhanden. Ein Drittel traut den Mobilfunkunternehmen nicht zu, sichere Anbieter für bargeldlose Bezahlverfahren zu sein, zeigen Umfragen. „Die Skepsis der Kunden ist nachvollziehbar. Das belegen Erfahrungen aus dem Finanzsektor“, sagt Volker Klünter, Telekommunikationsexperte von Steria Mummert Consulting. Die Sparkassen wollen noch in diesem Sommer eine Kreditkarte mit NFC-Chip herausbringen. Doch die neuen NFC-Karten, die bis 2015 an 45 Millionen Kunden ausgegeben werden sollen, weisen erhebliche Sicherheitslücken auf. Auf dem Chip werden die letzten drei Ladevorgänge und die 15 letzten Transaktionen gespeichert. Selbst wenn die Karte nicht zum mobilen Bezahlen genutzt wird, können sensible Daten wie die Kartennummer und das Ablaufdatum aus der EC-Karte von Dritten ausgelesen werden, fand der Chaos Computer Club heraus.

„Um NFC zum Durchbruch zu verhelfen, sollten Telekommunikationsunternehmen deutlich weiter gehende Sicherheitsstandards erfüllen und ausgereifte Vorkehrungen auf der Kommunikationsstrecke anbieten. Diese Strecke ist die Kernkompetenz der Telekommunikationsunternehmen, nur sie können hier eine Absicherung garantieren“, so Volker Klünter. Eine zusätzliche Möglichkeit, einen Authentifizierungsschlüssel zu generieren, sind Fingerabdruckleser wie bei neueren Notebooks. Mit einer App erkennt und speichert das Handy den Abdruck und beim Bezahlen müsste der Kunde nur kurz über einen solchen Fingerabdruckleser am NFC-Lesegerät fahren, um sich zu identifizieren. Mit einer Verschlüsselung auf Basis dieser biometrischen Information könnte dieser kritische Teil der Kommunikationsstrecke sicher gestaltet werden.

Die Erwartungen an das kontaktlose Bezahlen sind groß. Erst vor wenigen Wochen startete der Anbieter O2 in Großbritannien mit seiner digitalen Geldbörse. Deutschen Kunden erlaubt O2 neuerdings auch das Bezahlen von Apps und anderen Diensten über die Handyrechnung mit Google Play. Google Wallet existiert bereits seit Ende vergangenen Jahres. Mit Android-Smartphones, Blackberry und iPhone können Einkäufe im Internet oder in Läden mit NFC-Kassen erledigt werden. Überweisungen an andere Mobilfunknummern sind ebenfalls möglich.

Der weltweite Umsatz mit NFC-Zahlungen im Einzelhandel wird einer Studie von Juniper Research zufolge bis 2017 auf über 180 Milliarden US-Dollar steigen. Das wäre das Siebenfache des heutigen Volumens.

Für mobile Zahlungen ist dem Online-Zahlungsanbieter Adyen zufolge das iPad derzeit die weltweit führende Plattform. An allen Zahlungstransaktionen hat es einen Anteil von 3,6 Prozent, gefolgt von iPhones mit 3 Prozent. Android-Geräte generieren 1,5 Prozent der Zahlungstransaktionen, gehören aber zusammen mit den iPad zu den Geräten mit den höchsten Wachstumsraten. Insgesamt hat sich der Anteil mobiler Transaktionen von 3,6 Prozent Ende 2011 auf 8,4 Prozent im Juni 2012 erhöht.

 

Ende der Goldgräberstimmung bei Ancillary Fees?

23. Juli 2012 – Die Summe der Zusatzumsätze, die Fluggesellschaften in ihren Geschäftsberichten offen legen, wuchs im Jahr 2011 auf 18,23 Milliarden Euro. Dahinter steht ein Wachstum von 66 Prozent über zwei Jahre. Das zeigen die Ergebnisse des „Amadeus Review of Ancillary Revenue 2011“ der Beratungsgesellschaft IdeaWorksCompany. Bei Niedrigpreis-Airlines entstünden 15 bis 33 Prozent des gesamten Umsatzes durch À-la-carte-Verkäufe.

Das bestätigt die Ergebnisse einer Befragung, die der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) im März 2012 unter 570 Geschäftsreiseverantwortlichen in deutschen Unternehmen durchgeführt hat. Danach sind bis zu 30 Prozent der Gesamtausgaben für Flugtickets Kosten für Zusatzleistungen.

Weil die sogenannten Ancillary Fees bei Fluggesellschaften und Buchungssystemen nicht transparent dargestellt würden, seien die Kosten im Unternehmen schwer zu identifizieren, so der VDR. 64 Prozent der Mitgliedsunternehmen wünschten sich deshalb Daten, die eine Aussage zum Anteil der Kosten für Zusatzleistungen an den Gesamtausgaben für Flugtickets machen.

Die Goldgräberstimmung à la „Nimm von den Kunden, was du kannst“ sei ein Relikt der Vergangenheit, schreibt IdeaWorksCompany. Ein solch kurzsichtiger Ansatz provoziere nur Kontrollen der Behörden und am Ende den Verlust von Kunden.

„Der nächste Innovationsschub wird von jenen Airlines kommen, die mit neuen Produkten ihr Markenprofil schärfen und den Reisenden einen Mehrwert bieten, indem sie auf ihre individuellen Bedürfnissen und Vorlieben eingehen“, so Holger Taubmann, Senior Vice President Distribution von Amadeus.

Für die Studie analysierte IdeaWorksCompany mit Unterstützung von Amadeus die Jahresabschlüsse von 108 Fluggesellschaften aus der ganzen Welt, von denen 50 Angaben zu Zusatzleistungen machen.

 

BME-Gruppe Travel Management nennt wichtige Trends

23. Juli 2012 – Der Umweltgedanke und das „Zauberwort Downgrading“ nehmen bei Reisebuchungen immer mehr Raum ein, berichtet Holger Kintrup, beim Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) in der Fachgruppe Travel Management aktiv. In diesem Kontext seien der Ausbau der Bahn- und der Abbau der Flugreisen, die zunehmende Buchung von Economy- anstatt Business-Flügen sowie die Nutzung kleinerer emissionsärmerer Mietwagen anstelle größerer Wagenklassen zu nennen, so der stellvertretende Leiter Strategischer Einkauf der Deutsche WertpapierService Bank AG über seine Erfahrungen. Neben der damit verbundenen Kostenreduktion stellten die Unternehmen damit im Travel-Bereich „grünere Reisen“ und ein verstärktes Umweltbewusstsein unter den Mitarbeitern sicher. Weiterhin sei der – nicht mehr ganz neue – Trend zu nennen, verstärkt die Möglichkeiten mobiler Endgeräte/Smartphones zu nutzen. Reiseinformationen, Umbuchungen, Stornierungen, Fahrradbestellungen oder Restaurantempfehlungen seien per Knopfdruck in Sekundenschnelle auf dem Display. Dank hunderter unterschiedlicher Applikationen würden die Möglichkeiten der digitalen Reiseplanung täglich wachsen.

 

Wachstum der Kettenhotellerie verliert an Dynamik

20. Juli 2012 – Das Wachstum der 50 umsatzstärksten Hotelgesellschaften in Deutschland hat sich 2011 abgeschwächt. Für 2012 sind einige Unternehmen pessimistisch. Dies geht aus dem Ranking der AHGZ - Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung hervor. Berücksichtigt wurden dabei ausschließlich Gesellschaften, die mehr als ein Hotel betreiben.

Der Nettoumsatz aller Top-50-Hotelgesellschaften hat im Jahr 2011 um 5,4 Prozent auf insgesamt 7,08 Mrd. Euro zugelegt. Damit fällt das Plus aber kleiner aus als 2010, als der Nettoumsatz gegenüber dem Krisenjahr 2009 um 13,5 Prozent gestiegen ist. Der durchschnittliche Zimmerumsatz ist um 1,9 Prozent gestiegen. Ernüchternd wirkt der Blick auf die Kennziffern durchschnittliche Zimmerbelegung und durchschnittlicher Nettozimmerpreis: Beide liegen im Minus. So ist der Zimmerpreis 2011 im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 1,5 Prozent gesunken, von 85,55 Euro auf 84,23 Euro. Die Auslastung ging im Schnitt um 0,6 Prozent zurück, von 63,7 Prozent auf 63,3 Prozent.

Für das laufende Jahr sind die Hoteliers eher skeptisch. Die Unternehmen, die eine Umsatzprognose für 2012 abgegeben haben, erwarten im Durchschnitt ein Minus von 7,6 Prozent.

Obwohl es einige erhebliche Verschiebungen bei den Umsätzen gab, hat sich auf den vorderen Plätzen die Reihenfolge der 50 umsatzstärksten Hotelgesellschaften nicht verändert. Spitzenreiter ist und bleibt Accor Deutschland. Unter den verschiedenen Marken der Gruppe, von Formule 1 bis Novotel, werden in Deutschland rund 330 Hotels betrieben. 819 Mio. Euro Umsatz haben Accors Eigen- und Pachtbetriebe im vergangenen Jahr zusammen erwirtschaftet. Da Accor generell einen höheren Franchise-Anteil ansteuert, der Umsatz der Franchisenehmer aber im Ranking nicht einfließt, steigt der berücksichtigte Umsatz mit plus 0,5 Prozent nur wenig.

Auf Platz zwei liegt Best Western Deutschland mit 189 Häusern und 632,2 Mio. Euro Nettoumsatz. Das entspricht einem Umsatzplus von 11,9 Prozent.

Die Intercontinental Hotels Group (IHG), deren Deutschland-Umsatz um 4,7 Prozent gesunken ist, bleibt trotzdem mit einem Erlös von 511,5 Mio. Euro auf Platz drei. Einen gewaltigen Umsatzsprung von mehr als 42 Prozent hat Motel One gemacht. Damit klettert die Budgetdesign-Kette im Ranking von Platz 21 auf Platz 16. Ebenfalls aufgerückt ist die Althoff-Gruppe mit ihren 4- und 5-Sterne-Hotels – von Rang 26 auf 23. Abgerutscht von Platz 24 auf 32 ist die Starman Hotels Deutschland GmbH, die die Le-Méridien-Häuser führt und zum Starwood-Konzern gehört. Starman hat die Häuser in München und Nürnberg verloren und entsprechend Umsatz eingebüßt. Überholt wurde Starman von der schnell wachsenden B&B-Gruppe. Die Budgetkette hat die Zahl ihrer Hotels hierzulande von 37 auf 43 erhöht – und behält die hohe Schlagzahl bei, wie die acht Neueröffnungen 2012 zeigen.

Am stärksten wächst 2012 Best Western, das mit 15 neuen Hotels an den Start geht. Die spektakulärste Neueröffnung, die offiziell noch für dieses Jahr angekündigt ist, ist aber das Waldorf Astoria der Hilton-Gruppe. Das neue Flaggschiff in Berlin soll nach mehreren Terminverschiebungen vor dem Jahreswechsel seine Pforten öffnen. Allerdings wird in der Branche spekuliert, dass Hilton doch erst 2013 die ersten Gäste seiner Edelmarke in Deutschland empfangen wird.

 

Verfassungsschutz warnt vor Spionage auf Reisen

18. Juli 2012 – Durch die Globalisierung der Märkte sehen sich deutsche Firmen einer Vielzahl sicherheitsrelevanter Situationen und Risiken ausgesetzt, heißt es im „Verfassungsschutzbericht 2011“. Besonders der deutsche Mittelstand unterschätze oft die Gefahren, die von Wirtschaftsspionage und Konkurrenzausspähung ausgehen. Ausgespäht würden Wirtschaftszweige, in denen deutsche Spitzentechnologien marktführend sind. Von Interesse seien Produktinnovationen, Businesspläne, aber auch Unternehmens- und Marktstrategien sowie Vertriebsnetze.

So würden ausländische Besucher der Volksrepublik China einer intensiven Überwachung durch die Sicherheitsorgane unterliegen. Diese erfolge durch eine Kontrolle der Geschäftsreisenden beim Grenzübertritt sowie die Überwachung ihrer elektronischen Kommunikation und ihres Verhaltens in Hotels oder in der Öffentlichkeit. Mitgeführte elektronische Datenträger würden teils offen, teils verdeckt untersucht.

Unternehmenssicherheit und Know-how-Schutz lägen grundsätzlich in der Eigenverantwortung der Wirtschaft, erinnert das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV). Ein umfassendes Sicherheitskonzept verlange die Einbeziehung aller relevanten Komponenten wie Informationssicherheit, Mitarbeitersensibilisierung und Maßnahmen zur Objektsicherung. Da Sicherheit kein statischer Zustand sei, müssten bestehende Konzepte fortlaufend hinterfragt und regelmäßig aktualisiert werden. Das BfV unterstützt deutsche Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Verbände durch Aufklärung über potenzielle Gefahren und Schutzmaßnahmen bei Geschäftsreisen in Staaten mit besonderen Sicherheitsrisiken.

 

Studie zeigt Einsparpotenziale bei Reisekosten

13. Juli 2012 — Auch in Unternehmen mit sehr ausgereiftem Travel Management gibt es Möglichkeiten, zusätzlich zu sparen – und zwar zehn Prozent und mehr. Die neue Studie „Mastering the Maze – A Practical Guide to Air and Ground Savings“ (deutscher Titel: „Licht ins Dickicht – Wie Sie Flug- und weitere Transportkosten senken“) des CWT Travel Management Institute zeigt zahlreiche Ansatzpunkte für konkrete Einsparpotenziale auf, unter anderem:

  • Reduktion oder Erlass von Airline-Zusatzentgelten verhandeln: Zu diesen zusätzlichen Kosten gehören Gepäckentgelte sowie Essen an Bord und Bordservice. Sie stehen für geschätzte sechs Prozent der Flugausgaben in Unternehmen. Lediglich 55 Prozent der Travel Manager erfassen diese Ausgaben.
  • Erstattung oder Nachlässe auf Kerosinzuschläge verhandeln: Sie können auf Basis der Jahresumsätze am Ende des Jahres gewährt werden. Mit einem Anteil von beträchtlichen sieben bis zwölf Prozent am Flugumsatz erscheinen Kerosinzuschläge in zunehmendem Maß von den tatsächlichen Kosten der Fluggesellschaften abgekoppelt – sie sind seit April 2011 doppelt so stark gestiegen wie der Ölpreis.
  • Regelmäßig prüfen, dass verhandelte Flugtarife korrekt in die Globalen Vertriebssysteme (GDS) eingestellt wurden: In einer Fallstudie hat sich gezeigt, dass sechs Prozent der ausgehandelten Flugtarife nicht korrekt oder verspätet eingestellt wurden. Wenn Reisende falsche oder nicht ausgehandelte Tarife buchen, bedeutet das verpasste Einsparchancen.
  • Verfügbarkeit der Buchungsklassen im Auge behalten: Auf den meistgebuchten Strecken müssen die ausgehandelten Konditionen für jede Airline, Serviceklasse und gemäß der Vorausbuchungsfristen erhältlich sein. Die Hälfte der befragten Travel Manager nutzen diese Daten bereits erfolgreich, um sicherzustellen, dass die ausgehandelten Tarife in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen. Die Tarifverfügbarkeit ist ein wichtiger, allerdings oft vernachlässigter Aspekt eines erfolgreichen Travel Managements. Die Einkäufer können die Verfügbarkeit nach Airline, Strecke, Serviceklasse und Vorausbuchungsfrist überwachen, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
  • Reisende über die Wichtigkeit frühzeitiger Buchungen unterrichten: Langfristiges Buchen bringt immer noch beträchtliche Einsparungen, insbesondere bei internationalen Economy-Tarifen. 75 Prozent der Reisenden buchen weniger als 14 Tage im Voraus – hier verbergen sich noch beträchtliche Chancen für weitere Einsparungen.
  • Mehr Aufmerksamkeit für Einsparungen mit Mietwagen: Der Mietwagenanteil macht im Schnitt sieben Prozent der Gesamtreiseausgaben aus. Unternehmen, die sich hierauf konzentrieren, haben Einsparungen zwischen sechs und 24 Prozent erzielt, je nach Volumen, Region und der Reife des Reiseprogramms.

Die Studie wurde vom November 2011 bis zum Mai 2012 ausgeführt und umfasst tiefgehende Umfragen unter 116 Travel Managern in mehr als 15 Ländern, Auswertungen von 245 Kunden mit CWT Diagnostic, detaillierte Befragungen von 3.044 Reisenden aus neun Unternehmen sowie quantitative Analysen von weltweit mehr als 50 Millionen Buchungstransaktionen aus den Jahren 2010 und 2011. Das Unternehmen befragte zudem mehr als 60 Branchenexperten und fertigte zwölf Fallstudien an.

 

White Paper von AirPlus und ACTE über die Zukunft des Mobile Payments
Fast die Hälfte aller Unternehmen geht davon aus, dass Mobile Payment das Reisen vereinfachen wird. Dennoch nutzen derzeit gerade einmal fünf Prozent von ihnen diese Möglichkeit für Geschäftsreisen. Das ist das Ergebnis von Experteninterviews und einer Befragung von 73 Unternehmen für das im Juni vorgelegte White Paper „Mobile Payment – Wandel in Reise- und Spesenmanagement von Unternehmen“ von AirPlus International und dem Geschäftsreiseverband ACTE.
Mobiles Bezahlen funktioniert ohne Kreditkarte oder Bargeld. Stattdessen müssen Reisende ihr Smartphone an ein Kontaktfeld, zum Beispiel am Fahrkartenautomaten, halten – schon ist das Ticket gebucht. Near Field Communication (NFC) heißt die Technologie, die das ermöglicht. Diese kam bislang eher selten zum Einsatz, was die Nutzung des Mobile Payments hemmte. Sobald jedoch die nötige Technologie breitflächig verfügbar ist, können sowohl Geschäftsreisende als auch Travel Manager von den Vorteilen des mobilen Bezahlens profitieren. Reisende können dann nicht nur an Kassen oder Fahrkartenautomaten schneller bezahlen, sondern haben auch weniger Aufwand bei der Abrechnung ihrer Ausgaben.
Momentan stufen 53 Prozent der Befragten ihr Wissen auf Anfänger-Niveau ein. Nur 18 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Mobile Payment die Arbeit von Travel Managern vereinfachen wird. Dieser Wert könnte steigen, wenn Mobile Payment dem Travel Manager neue Möglichkeiten der aktiven Steuerung eröffnet.
Ein Prototyp für die mobile Bezahllösung‚ AirPlus MobilePayment, befindet sich derzeit in der Testphase und kommt voraussichtlich im Jahr 2013 auf den Markt.

Geschäftsreisemarkt Deutschland im Langzeitvergleich
Die am 12. Juni vorgestellte „VDR-Geschäftsreiseanalyse 2012“ verdeutlicht, wie der Geschäftsreisemarkt Deutschland in den letzten zehn Jahren nachhaltig geschrumpft ist. Während es im Jahre 2002 in Deutschland rund zehn Millionen Geschäftsreisende gab, sank diese Zahl 2011 auf knapp neun Millionen. Die Zahl der Geschäftsreisen sank in derselben Zeit von knapp 230 Millionen auf rund 164 Millionen. Die Ausgaben fielen von knapp 50 Milliarden Euro auf knapp 45 Milliarden Euro.

International SOS publiziert Studie zum Thema Fürsorgepflicht
Die Länder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika werden von Organisationen mit internationaler Reisetätigkeit als Gebiete mit hohem Risiko angesehen. Das ergab die Benchmark-Studie „Fürsorgepflicht und Management von Reiserisiken“, die Anfang Juni von International SOS vorgelegt wurde. 88 Prozent der befragten deutschen Unternehmen gaben an, regelmäßig Geschäftsreisende in diese hochriskanten Gebiete zu senden. Die größten Gefahren gehen dabei ihrer Ansicht nach von medizinischen Notfällen und Verkehrsunfällen aus. Dabei bestehen bezüglich der Risikowahrnehmung Unterschiede zu den befragten Unternehmen aus anderen Ländern.
Die Studie bescheinigt deutschen Unternehmen bei den eher theoretischen Indikatoren „Risikobewertung, Abläufe, globale Mobilität, Kommunikation, Beratung, Kontrolle und Analyse“ einen höheren Rang als Unternehmen aus anderen Ländern. Gänzlich anders sind hingegen die Ergebnisse der Studie bei den eher praxisorientierten Indikatoren „Strategie, Versicherung, Tracking und Kommunikation, Ausbildung, Schulung und Abläufe“. Hier schnitten deutsche Unternehmen schlechter ab als der weltweite Durchschnitt. Deutsche Unternehmen nehmen ihre Fürsorgepflicht somit eher im Hinblick auf die Erstellung von Verfahren und Richtlinien wahr als bezüglich der Vorbereitung von Auslandsentsendungen oder des Schutzes von Mitarbeitern, während diese sich im Ausland befinden.
Die teilnehmenden Unternehmen aus Deutschland erreichen in der Studie letztlich eine niedrigere Gesamtpunktzahl als diejenigen aus Europa und der restlichen Welt.
Die Benchmark-Studie zeigt, inwieweit verschiedene Länder und Branchen sich ihrer Fürsorgepflicht bewusst sind und welche Maßnahmen sie nutzen, um diese in die Tat umzusetzen. Die Untersuchung hat zum Ziel, deutschen Unternehmen die Einordnung ihrer Sicherheitsmaßnahmen für reisende und ins Ausland entsendete Mitarbeiter im weltweiten und europäischen Vergleich zu ermöglichen und dementsprechend Best Practices zu entwickeln.

Citrix-Studie: Deutschland beim mobilen Arbeiten führend
48 Prozent der deutschen Unternehmen setzen auf mobiles Arbeiten. Das ist eines der Ergebnisse der Studie Global Workshifting Index von Citrix Systems. Weltweit liegt dieser Wert bei 37 Prozent. Mit der Einführung mobiler Arbeitsmodelle und passender Technologien haben Mitarbeiter jederzeit Zugriff auf ihre benötigte geschäftliche Infrastruktur. Dadurch können sie von jedem Ort aus so arbeiten, wie sie es auch vom Bürorechner innerhalb des Firmennetzwerkes gewohnt sind. Dank dieser Unabhängigkeit entstehen neue Beschäftigungsarten, mit denen Unternehmen ihren Mitarbeitern deutlich mehr Freiheiten bei der Wahl des Arbeitsortes oder der Arbeitszeiten einräumen können. Gleichzeitig sorgt dieser Ansatz häufig für niedrigere IT-Kosten und einen geringeren Wartungsaufwand seitens der Unternehmen.
Für Firmen stehen hauptsächlich die Kostenersparnis innerhalb der IT sowie die höhere Produktivität im Vordergrund. Zu den häufigsten Pluspunkten für die Beschäftigten werden die deutlich größere Mobilität sowie die Flexibilität hinsichtlich Arbeitszeit und Endgerät gezählt. Im Einzelnen nennen die Befragten folgende Aspekte als wesentliche Gründe für die Einführung von mobilen Arbeitsmodellen:
·         Flexibilität hinsichtlich Zeit, Ort und Endgerät: Wo entsprechende Richtlinien bereits in Kraft sind, heben 73 Prozent (weltweit: 71 Prozent) die verbesserte Mobilität ihrer Mitarbeiter als eines der Hauptargumente für die Einführung hervor. Außerdem geben 61 Prozent (weltweit: 63 Prozent) der Verantwortlichen an, dass sie Angestellten auf diese Weise das Arbeiten von zu Hause aus ermöglichen.
·         Unterbrechungsfreie Anbindung im Störungsfall: Eine überwältigende Mehrheit der Umfrageteilnehmer sieht in dem Vorantreiben des mobilen Arbeitens auch einen wichtigen Beitrag zur Geschäftskontinuität. So sind 85 Prozent (weltweit: 93 Prozent) der befragten IT-Verantwortlichen der Ansicht, dass die Desktop-Virtualisierung helfen kann, den Geschäftsbetrieb bei Störungen und unvorhergesehenen Zwischenfällen aufrecht zu erhalten.
·         Reduzierung von Mieten, Reise- und Personalkosten: Flexibleres Arbeiten, die Einbeziehung von Home Offices und alternative Arbeitszeiten sorgen bei den Unternehmen in vielen Bereichen für Kosteneinsparungen. So stellt für weltweit 45 Prozent der Befragten die Senkung der Personalkosten einen wichtigen Faktor dar. Für 39 Prozent der Unternehmen erleichtern mobile Arbeitszeitmodelle zudem das Rekrutieren von Arbeitnehmern in Regionen mit geringerem Lohnniveau. Die mögliche Senkung der Gebäudekosten beziehungsweise Mieten spielt für insgesamt 38 Prozent der Arbeitgeber eine Rolle. Positive Auswirkungen auf den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit nennen 26 Prozent als einen ihrer Beweggründe.
·         Anwerbung hochqualifizierter Mitarbeiter: Insgesamt 45 Prozent (weltweit: 51 Prozent) der Unternehmen sehen in flexiblen Arbeitsangeboten außerdem einen Wettbewerbsvorteil im Werben um hochqualifizierte Arbeitskräfte. Ebenso bestätigte fast die Hälfte aller teilnehmenden Unternehmen, dass sie nun auf ein deutlich größeres Know-how und einen umfassenderen Wissenspool zurückgreifen können, als dies bei starren Arbeitsstrukturen der Fall gewesen ist. Dies sei vor allem auf die bessere Anbindung von Partnern, Auftragnehmern und freien Mitarbeitern zurückzuführen.
Die Desktop-Virtualisierung entwickelt sich zunehmend zu einer der Schlüsseltechnologien für die Einführung flexibler Arbeitsplätze. Mit 89 Prozent (weltweit: 91 Prozent) zieht ein überwiegender Teil der deutschen Studienteilnehmer bis Ende 2013 eine Einführung der Technologie in Betracht oder setzt diese bereits ein. Davon wollen 45 Prozent (weltweit: 57 Prozent) die virtuellen Desktops auch zum weiteren Ausbau des mobilen Arbeitens nutzen. Mit Hilfe der Desktop-Virtualisierung können Nutzer von jedem beliebigen Ort und Rechner aus ihre gewohnte Arbeitsumgebung auf dem Desktop anzeigen lassen. Gleichzeitig schützt diese Technologie vertrauliche Informationen des Unternehmens vor Verlust und Diebstahl, da sich die Daten nicht auf dem jeweiligen Gerät selbst, sondern sicher im Rechenzentrum des Arbeitgebers befinden. Dieser Aspekt steht auch für die meisten befragten IT-Verantwortlichen im Fokus. Insgesamt haben 92 Prozent (weltweit: ebenfalls 92 Prozent) der Unternehmen Desktop-Virtualisierung nach eigenen Angaben auch zur Verbesserung der eigenen Datensicherheit eingeführt.
Für die im März vorgestellte Studie wurden insgesamt 1.100 IT-Verantwortliche in elf Ländern nach ihrer Einstellung zu neuen Arbeitsmodellen befragt. Demnach wollen hierzulande 92 Prozent der Firmen bis Ende 2013 das flexible und mobile Arbeiten durch die Einführung von Richtlinien weiter fördern. Deutschland liegt damit im internationalen Vergleich klar im Spitzenfeld.

Studie Wirtschaftsfaktor Tourismus: Geschäftsreiseanteil nur 21 Prozent
Die gesamten Konsumausgaben der touristischen Besucher in Deutschland belaufen sich im Jahr 2010 auf 278,3 Milliarden Euro. Mit 241,7 Milliarden Euro wird der weitaus größte Teil dieser Ausgaben (87%) von inländischen Touristen getätigt. Ausländische Touristen geben 36,6 Milliarden Euro (13%) aus. Privatreisen liegen mit einem Ausgabenanteil von 79% klar vor den Geschäftsreisen. Das geht aus der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ hervor, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) Anfang Februar vorgelegt hat.
Bezogen auf die Struktur des touristischen Konsums entfallen die meisten Ausgaben (75%) auf tourismuscharakteristische Produkte wie Gaststätten- und Beherbergungsleistungen, Luftfahrtleistungen, Dienstleistungen in den Bereichen Sport, Erholung, Freizeit und Kultur sowie auf Ausgaben für Treibstoff.

AirPlus-Studie: Weltweite Trends im Geschäftsreise-Management
Die Anzahl der Unternehmen, die ihre Reiseausgaben analysieren, steigt weiter. Laut der Anfang Februar veröffentlichten AirPlus-Studie überprüfen im Schnitt 82 von 100 befragten Travel Managern die Reisekosten in ihren Unternehmen akribisch. Dabei setzen 42 Prozent der Unternehmen weltweit spezielle Analysetools ein. Am häufigsten tun dies brasilianische Travel Manager (80 Prozent), gefolgt von ihren Kollegen in Frankreich (54 Prozent), Singapur (52 Prozent) und Österreich (48). In Deutschland dagegen nutzt nur gut ein Drittel professionelle Werkzeuge zur Kostenkontrolle.
Die so gewonnenen Ergebnisse werden künftig vermehrt für Benchmarking genutzt: Hierbei geht es darum, die Geschäftsreiseausgaben innerhalb des Unternehmens mit eigenen oder auch mit externen Daten zu vergleichen. Der Studie zufolge sehen 58 Prozent der Reiseverantwortlichen weltweit das Benchmarking ihrer Reiseausgaben als entweder bereits etabliert oder zumindest als Trend an. Insgesamt setzen bereits 42 Prozent der befragten Travel Manager Benchmarking Tools ein. Vornan stehen dabei Unternehmen in den USA, Großbritannien (jeweils 64 Prozent nutzen die Tools) und Südafrika (62). Schlusslichter sind Spanien (20), China (22) und Mexiko (5). In Deutschland setzen erst 24 Prozent der Unternehmen Benchmarking Tools ein, elf Prozent planen aber in den kommenden zwölf Monaten die Einführung einer solchen Lösung.
Auslöser für gesteigerte Kostenanalyse und exakteren Kostenvergleich dürften der Befragung zufolge die Erwartungen an künftige Zusatzkosten sein. Nur neun Prozent aller Reisemanager halten diese für einen eher kurzfristigen Trend, 34 Prozent sehen hier eher eine langfristige Entwicklung, und für 31 Prozent haben sich Zusatzentgelte im Reisesektor fest etabliert. Insgesamt budgetieren 74 Prozent der befragten Reiseverantwortlichen die Zusatzkosten mit ein. In Deutschland sind das erst 39 Prozent der Travel Manager. Sie liegen gemeinsam mit ihren spanischen Kollegen (26 Prozent) im internationalen Vergleich sehr eindeutig auf den letzten beiden Rängen.
Als weiteren wichtigen Trend für Geschäftsreisende hat die Studie den Einsatz mobiler Technologien und Endgeräte zur Reiseorganisation ermittelt. Weltweit sehen 45 Prozent hier einen langfristigen Trend, nur acht Prozent betrachten die Entwicklung als eher kurzfristig. Weltweit gesehen erlauben 53 Prozent der Unternehmen ihren Reisenden den Einsatz von mobilen Lösungen – zum Beispiel, um während einer Reise den Buchungsstatus zu überprüfen oder sogar selbstständig zu ändern. Weitere fünf Prozent wollen eine solche Nutzung durch die Reisenden in den kommenden zwölf Monaten ermöglichen. Führend im Einsatz sind die USA (73 Prozent), gefolgt von Australien (63), Südafrika, Frankreich und Skandinavien (je 78). Unternehmen in Deutschland (40), Spanien (38) und China (42) lassen ihren Reisenden weniger Freiheiten beim Einsatz solcher mobilen Lösungen.
Eng verbunden mit mobilen Endgeräten für Geschäftsreisende ist die Nutzung sozialer Netzwerke als Informationsbasis für unterwegs. Weltweit erwarten 27 Prozent der Travel Manager einen langfristigen Trend, zwölf Prozent glauben, der Trend habe sich bereits etabliert. Vor allem in Südeuropa – dort glauben 19 Prozent der Verantwortlichen an einen bereits etablierten Trend – wird die Auswirkung von Social Media auf den Geschäftsreisesektor als groß angesehen. Aber auch als Informationsquellen für die eigene berufliche Tätigkeit nutzen weltweit bereits 40 Prozent der Reiseverantwortlichen Social Media Tools, weitere vier Prozent wollen sie in den kommenden zwölf Monaten einsetzen. Vorreiter sind auch hier die Travel Manager in den Südafrika (68 Prozent) und den USA (54 Prozent). In Deutschland (24 Prozent), Belgien (21 Prozent), Mexiko (18 Prozent) Frankreich (16 Prozent) und Spanien (13 Prozent) bleiben die Geschäftsreiseverantwortlichen zurückhaltend.
34 Prozent der Befragten gaben an, nicht ausreichend Zeit für das Reisemanagement zu haben. Das entspricht nur einer minimalen Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr, als noch 37 Prozent über dieses Problem klagten. Selbst in Unternehmen mit hohen Reiseausgaben setzt jeder Zweite (48 Prozent) für die Verwaltung von Reisethemen nur ein Viertel seiner Arbeitszeit ein, gerade einmal 15 Prozent sind in der angenehmen Situation, mehr als drei Viertel ihrer Bürostunden diesem Thema widmen zu können. Diese Zahl erscheint umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass die Unternehmen in dieser Kategorie jährlich mindestens eine Million US-Dollar für Geschäftsreisen ausgeben.
Viele Travel Manager versuchen, ihre Zeitprobleme in den Griff zu bekommen, indem sie ihre Arbeit mithilfe professioneller Methoden organisieren. So verfügen inzwischen 82 Prozent der befragten Unternehmen über Reiserichtlinien – eine Steigerung von elf Prozentpunkten im Vergleich zur Studie vor der Rezession im Jahr 2009. 82 Prozent (im Vergleich zu 78 Prozent) analysieren ihre Reiseausgaben, 81 Prozent statt 75 Prozent nutzen Unternehmenskreditkarten. Ihre Buchhaltung auf elektronische Rechnungen umgestellt haben 59 Prozent der Befragten. Auch diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr (48 Prozent) deutlich gestiegen. 
Die Erhebung wurde im Auftrag von AirPlus vom internationalen Marktforschungsinstitut 2hm durchgeführt. Befragt wurden 1.701 Reiseverantwortliche aus Australien, Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Mexiko, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweden, der Schweiz, Singapur, Südafrika, Spanien, den USA und dem Vereinigten Königreich.

CWT-Studie: Trends und Prioritäten im Travel Management 2012
Für internationale Travel Manager sind die vier wichtigsten Prioritäten 2012: Einsparungen bei Ausgaben für Flüge und andere Transportmittel, bessere Einhaltung der Reiserichtlinien, Optimierung der Hotelausgaben und mehr Nutzung von Online Booking Tools. Hier wird enormes Einsparpotenzial gesehen. Das geht aus der CWT-Umfrage „Travel Management Priorities for 2012“ unter 290 Travel Managern hervor, die Ende Januar veröffentlicht wurde.
Um ihre Ziele zu erreichen, nutzen Travel Manager ein breites Spektrum von Maßnahmen: Sie verbessern die Kommunikation zu Reiserichtlinien und ihrer Einhaltung (eine CWT-Studie hat gezeigt, dass nur die Hälfte der Reisenden die Richtlinien ihres Unternehmens kennt), sie unterstützen die Mitarbeiter bei den Online-Buchungsprozessen und geben die verbindliche Nutzung der bevorzugten Leistungsträger vor. Die Kommunikation zur Steuerung auf bevorzugte Leistungsträger gewinnt auch durch die vermehrte Nutzung mobiler Technologien weiter an Bedeutung.
Die Umfrage zeigt einige Unterschiede je nach Region. Die Ausgaben für Flüge und andere Transportmittel einzusparen, stehen in Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Lateinamerika an der Spitze der Prioritätenliste. In der Region Asien/Pazifik dagegen legen Travel Manager mehr Wert auf beispielsweise die Optimierung von Hotelausgaben, was mit den hohen Auslastungsquoten in einigen Städten der Region zusammenhängt. Travel Manager in Nordamerika nennen die Einhaltung von Reiserichtlinien als oberste Priorität.
Als wichtige Markttrends nennt CWT das kontinuierliche Wachstum der Reiseausgaben in der Region Asien/Pazifik, die wachsende Nutzung mobiler Lösungen für Geschäftsreisen, zunehmende Kostenkomplexität durch Zusatzentgelte und Kreditkartenaufschläge sowie die starke Aufmerksamkeit, die strategische Ansätze für das Veranstaltungsmanagement erfahren haben.

Avis Travel Trends: 25 Prozent wollen 2012 öfter verreisen
Der Geschäftsreisemarkt in Deutschland erweist sich stabiler als in anderen europäischen Märkten. Denn die Häufigkeit der Geschäftsreisen in Deutschland ist höher als im europäischen Durchschnitt: 56 Prozent der Befragten sind mehr als einmal alle zwei Wochen geschäftlich unterwegs – 44 Prozent sogar mindestens einmal wöchentlich (europäischer Durchschnitt: 34 Prozent). Das sind Ergebnisse der „Avis Travel Trends“-Umfrage, die die Autovermietung europaweit durchgeführt hat. Online befragt wurden 3.750 Geschäftsreisende in zehn Ländern über ihre Reisetätigkeit 2011 sowie ihre Pläne für 2012. 25 Prozent der Befragten wollen 2012 noch öfter verreisen. Nur 15 Prozent schätzen, dass sie geschäftlich weniger unterwegs sein werden.
Mehr als zwei Drittel der Befragten haben 2011 ihr Geschäftsreiseverhalten durch Reduzierung der Kosten oder eingeschränkte Reisehäufigkeit angepasst. Ein Viertel der Befragten schätzen, dass sie 2012 wieder häufiger unterwegs sein werden. Dabei überwiegen laut 77 Prozent der Befragten Kurzstreckenreisen.
2011 wurden Geschäftsreisen in Deutschland durch die Rezession weniger stark getroffen als in anderen Märkten: 43 Prozent gaben an, dass die Wirtschaftskrise keine Auswirkung auf ihr Reiseverhalten im Kurzstreckenbereich hatte (33 Prozent bei Langstrecken).
95 Prozent der deutschen Befragten glauben, dass auch 2012 Face-to-Face-Meetings beziehungsweise ein Mix aus Meeting, Telefonat und Emails unverzichtbar sein werden. Das ist der höchste Wert, der im Vergleich zu den anderen Ländern der Umfrage erzielt wurde.