Studien 2011

American Express Business Travel Barometer: Geschäftsreisemarkt im Aufschwung
Trotz der unsicheren wirtschaftlichen Lage befindet sich der europäische Geschäftsreisemarkt in diesem Jahr wieder im Aufschwung. Das ergibt das American Express Business Travel Barometer, das am 21. November vorgestellt wurde. Rund ein Drittel der Budgets für Geschäftsreisen ist gestiegen, womit sich der Markt wieder dem Niveau von 2008 annähert. Nur 21 Prozent der befragten Unternehmen geben an, das Reisebudget gekürzt zu haben - etwa halb so viele wie 2010. Die im September 2011 befragten europäischen Unternehmen sind jedoch hinsichtlich einer Erhöhung ihres Reisebudgets weiterhin zurückhaltend: Sie würden das Budget im kommenden Jahr durchschnittlich um lediglich 1,5 Prozent erhöhen. Im Schnitt erwägen 26 Prozent der befragten Unternehmen eine Erhöhung ihres Reisebudgets, 55 Prozent wollen es unverändert lassen und 19 Prozent ihre Reiseaufwendungen senken.
34 Prozent der Befragten haben ihren Reiseetat in diesem Jahr aufgestockt – ähnlich viele wie im Jahr 2008 (36 Prozent). Nur jeder Fünfte hat das Budget gekürzt. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 2010 (40 Prozent) und 2009 (66 Prozent). Nach zwei Jahren, die durch harte Budgeteinschnitte gekennzeichnet waren, weist das Barometer jetzt einen durchschnittlichen Budgetanstieg um 2,9 Prozent auf.
Eine von vier Firmen betrachtet das Budget für Geschäftsreisen heute als Investition (+ 4 Prozent im Vorjahresvergleich). Zwei von drei Unternehmen halten es für notwendige Kosten (+9 Prozent). Der Trend, das Reisebudget als Investition zu sehen, ist in Skandinavien, Deutschland und Großbritannien besonders stark vertreten. Außerdem geben 40 Prozent an, den Return on Investment einer Geschäftsreise zu messen.
Die Kategorie Flug ist für mehr als jeden zweiten Befragten der wichtigste Bereich, um Kosten zu optimieren: Durchschnittlich 77 Prozent aller befragten Unternehmen und bis zu 82 Prozent derer, die über kleinere Budgets verfügen, geben dies an. Auch die Kategorie Hotel wird häufig genannt. Eine weitere Neuerung ist in diesem Jahr, dass die Kategorie MICE nun von einem Viertel der befragten Unternehmen als neue Priorität wahrgenommen wird. Insbesondere große Unternehmen sehen dies so: Für 44 Prozent von ihnen ist MICE sehr wichtig. Das spiegelt einen Ansatz wider, der allmählich bei großen Unternehmen unter dem Stichwort "Strategic Meetings Management" in den Vordergrund tritt. Auch für kleinere Reisebudgets wird dieser Ansatz wichtiger, wenn es darum geht, neue Einsparpotenziale zu suchen, Ausgaben zu konsolidieren und auf den Return on Investment zu achten. 

Aktuelle Lebenshaltungskostenstudie von ECA International
Tokio bleibt die teuerste Stadt der Welt. Die Lebenshaltungskosten für ausländische Manager sind in der japanischen Hauptstadt so hoch wie nirgends sonst. Das geht aus der Studie des Personalberatungsunternehmens ECA International hervor, die Anfang Juni veröffentlicht wurde. Sie untersucht und vergleicht die Lebenshaltungskosten für Manager an 400 Standorten in der ganzen Welt. Platz zwei – und damit kostspieligstes Pflaster in Europa – belegt Oslo. Es folgen Nagoya, Stavanger und Yokohama. Teuerster Standort in Deutschland ist Berlin mit Platz 35 im weltweiten Ranking vor München. Die bayerische Hauptstadt belegt Platz 60. Karatschi ist günstigster Standort des Rankings.
Alle untersuchten deutschen Städte sind im Ranking abgerutscht. Hierzulande bleibt Hauptstadt Berlin (35.) vor München (60.) der teuerste Standort. Düsseldorf (73.), Stuttgart (74.) und Frankfurt (77.) stehen im Ranking vor Hamburg (81.). Köln (83.) und Bonn (84.) folgen.

Veranstaltungsgeschäft in Deutschland boomt
Das Veranstaltungsgeschäft in Deutschland boomt: Im letzten Jahr fanden mit rund 2,69 Millionen Veranstaltungen 9,4 Prozent mehr statt als 2009. Mit 323 Millionen Teilnehmern (plus 6,9 Prozent) wurde ein Rekord erreicht. Das geht aus dem „Meeting- & EventBarometer 2011“ hervor.
2010 verfügten 67 Prozent der befragten Veranstalter über höhere Budgets als im Vorjahr. Nur 33 Prozent gaben an, über weniger finanzielle Mittel zu verfügen. Insbesondere ist der Anteil der mittleren Budgets gestiegen: So konnten 26 Prozent der Veranstalter mit 100.000 bis 500.000 Euro pro Jahr arbeiten, das entspricht im Jahresvergleich einem Plus von fünf Prozentpunkten. Demgegenüber war der Anteil der Budgets zwischen einer halben und einer Million leicht rückgängig (minus drei Prozentpunkte). 56 Prozent der Befragten rechnen mit Preissteigerungen.

Keine weiteren Zuwächse im Low Cost-Segment des Luftverkehrs
Das Low Cost-Segment des Luftverkehrs verzeichnet nach mehr oder minder kontinuierlichen Zuwachsraten in den Jahren 2002 bis 2010 mittlerweile eine rückläufige Tendenz. Eine der Ursachen hierfür könne die seit dem 1. Januar eingeführte Luftverkehrssteuer sein. Dies ist eine der Kernaussagen aus dem neuen "Low Cost Monitor", den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) jetzt veröffentlicht hat. Während für Flüge ins Ausland die neue Steuer nur einmal gezahlt werden muss, fällt sie für innerdeutsche Reisen durch Hin- und Rückflug gleich zweimal an. Der innerdeutsche Verkehr der Low Cost Carrier (LCC) weist einen Rückgang von über acht Prozent bei den Starts auf.
Nach einer starken Zunahme in den Jahren 2002 bis 2007, einer Abschwächung im Jahr 2008 und einem tiefen Einbruch im Frühjahr 2009 ist seit Anfang 2010 wieder ein Wachstum im Low Cost-Verkehr festzustellen, das sich in den Sommermonaten 2010 verstärkt fortsetzte. Im Frühjahr 2011 wird dieses Wachstum jedoch stark gebremst, und es sind teilweise sogar wieder rückläufige Wachstumsraten festzustellen. Während die Anzahl der angebotenen Strecken der Low Cost Carrier in Deutschland mit 507 unterschiedlichen Strecken geringfügig über dem Wert von 2010 liegt und damit gleichzeitig einen neuen Höchstwert für ein Winterhalbjahr darstellt, gibt es dagegen einen Rückgang bei den angebotenen Flügen und Sitzplätzen.
Im Januar 2011 gab es 20 Low Cost-Fluggesellschaften in Deutschland, die insgesamt rund 4100 Flüge angeboten haben. Das sind fast 1,5 Prozent weniger Flüge als im Jahr davor. Somit ist die seit rund 15 Monaten feststellbare positive Wachstumsrate erst einmal gebremst.
Gemessen an der Zahl der Flüge (Starts im Januar) stellt das Low Cost-Segment von Air Berlin trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit Abstand das größte Low Cost-Angebot aller Low Cost Carrier in Deutschland dar. Das sei unter anderem darauf zurückzuführen, so das DLR, dass dabei zahlreiche Strecken von TUIfly übernommen worden sind. Diverse hoch frequentierte innerdeutsche Verbindungen sind schon zu einem früheren Zeitpunkt durch die Übernahme der Fluggesellschaft dba in das Netz von Air Berlin integriert worden.
Im Vergleich zum Vorjahr gab es daneben besonders bei Ryanair und Easyjet mit jeweils zehn neuen Strecken eine größere Zunahme in diesem Bereich. Während auch einige kleinere Gesellschaften ihr Streckenangebot erhöhten, gab es Rückgänge bei Air Berlin und Germanwings. Das gesamte Flugangebot reduzierte sich seit Einführung der neuen Luftverkehrssteuer in Deutschland um 60 Flüge pro Woche. Lediglich Easyjet führte eine nennenswerte Erhöhung durch. Insgesamt vereinen die sechs größten Low Cost Carrier (Air Berlin/Low Cost Segment, Germanwings, Ryanair, Easyjet, flybe, Intersky; sortiert nach Anzahl ihrer Abflüge) in diesem Frühjahr 93 Prozent des LCC-Marktes auf sich. Während sich einige Gesellschaften in Zeiten der Wirtschaftskrise vom deutschen Markt zurückgezogen haben, entdecken andere kleinere Low Cost Carrier neue Nischen im Verkehr mit Deutschland.
Allerdings mussten sich in den vergangenen Monaten auch Airlines vollständig aus dem Low Cost-Markt zurückziehen beziehungsweise sogar Insolvenz (zum Beispiel Star1 Airlines) anmelden. Zudem verschmelzen die Geschäftsmodelle einiger Gesellschaften durch Annäherung von Low Cost- und traditionellen Linienfluggesellschaften und erschweren somit eine eindeutige Zuordnung. Dies trifft besonders auf Air Berlin zu, die als Hybridcarrier neben dem Low Cost-Segment auch traditionellen Linien- und Charterverkehr durchführt.
Im Januar 2011 wurden insgesamt 507 unterschiedliche Strecken im innerdeutschen und grenzüberschreitenden Verkehr bedient. Dies sind zwölf Strecken (ein Zuwachs von 2,4 Prozent) mehr als im Winter 2010 und sogar zehn mehr als im Jahr 2008, als der bisherige Höchststand bei den Winterwerten seit Einführung der Low Cost-Angebote vor rund neun Jahren erreicht wurde. Es wurden in dem Zeitraum keine weiteren deutschen Flughäfen in das Netz der Low Cost Carrier integriert. Mit Beginn des Sommerflugplans kommt jedoch Magdeburg-Cochstedt hinzu. Neue Ziele wurden besonders in Süd- und Osteuropa angeflogen, aber auch die Grenze in den Nahen Osten und nach Nordafrika wird immer mehr überschritten. Starke Zuwächse gab es unter anderem an den Flughäfen Hannover, Berlin-Schönefeld und Niederrhein, einen Rückgang dagegen an den Flughäfen Köln, Hahn, Hamburg, Memmingen und Lübeck.
Die Durchschnittspreise der bedeutendsten Low Cost-Anbieter auf dem deutschen Markt variieren untereinander und in Abhängigkeit vom Vorausbuchungszeitraum. Zu den veröffentlichten Nettopreisen kommen jeweils deutliche Zuschläge in Form von Steuern und Gebühren sowie bei einigen Fluggesellschaften auch noch Kerosinzuschlag oder Servicegebühr hinzu. So wurden in einer etwa zehnprozentigen Stichprobe aller Low Cost-Strecken Deutschlands die Flugpreise für verschiedene Zeitpunkte ermittelt. Die auf diese Art bestimmten Durchschnittspreise für eine Strecke variieren im Frühjahr 2011 zwischen rund 31 Euro und 67 Euro bei den Nettopreisen und zwischen 46 Euro und 110 Euro bei den Endpreisen.
Im Jahr 2010 nutzten auf den 26 internationalen und regionalen Verkehrsflughäfen über 65 Millionen Passagiere die Angebote von Low Cost-Airlines für ihre Flugreisen. Bei einem lokalen Gesamtpassagieraufkommen von über 190 Millionen Passagieren auf den betrachteten Verkehrsflughäfen beträgt der Marktanteil des LCC-Segments somit rund 34 Prozent. Insgesamt hatten die Berliner Flughäfen zusammen genommen mit über 13 Millionen Passagieren im Low Cost-Verkehr das höchste Aufkommen aller Flughäfen in Deutschland.
Die Betrachtung des gesamten europäischen Marktes zeigt weiterhin die Marktführerschaft der beiden Fluggesellschaften Ryanair und Easyjet, die zusammen über 42 Prozent der Low Cost-Flüge anbieten. Mit über 7600 Starts sowie rund 1400 Strecken verfügt Ryanair über das größte Verkehrsangebot, vor Easyjet, Flybe und dem Low Cost-Segment von Air Berlin. Das Zielland Nummer eins bei den Low Cost Carriern bleibt Großbritannien, das mit weitem Abstand die meisten Flüge aufweist. Auf den nächsten Plätzen folgen Italien, Deutschland und Spanien. Inzwischen ist London-Gatwick der Flughafen mit dem größten Aufkommen an Low Cost-Flügen und hat damit London-Stansted auf den zweiten und Dublin auf den dritten Platz verdrängt. Berlin-Schönefeld ist im europäischen Vergleich auf Rang 14 vorgerückt, gefolgt von Berlin-Tegel auf Platz 15 und Köln/Bonn auf Rang 17.
Im Europaverkehr hat sich der Anteil des LCC-Marktes von rund 26 Prozent bei den Flugangeboten im Vergleichszeitraum des letzten Jahres auf 24 Prozent verringert. Inzwischen gibt es Low Cost-Angebote in über 40 Ländern Europas, dabei werden auch die Grenzen nach Nordafrika und Asien immer mehr überschritten. Insgesamt ist mit 7,5 Prozent auch in Europa ein deutliches Streckenwachstum zu erkennen, allerdings gibt es im Gegensatz zu Deutschland hier auch einen Anstieg bei der Anzahl der Flüge.

Delta-Umfrage zu Kriterien für Wahl der Fluggesellschaft
Flugplan und Streckennetz einer Airline sind in Deutschland (70 Prozent) und Frankreich (63 Prozent) das Hauptkriterium für die Wahl einer Fluggesellschaft. Im Vereinigten Königreich und Spanien ist für 72 beziehungsweise 62 Prozent der Befragten der Preis entscheidend für den Kauf eines Flugtickets. Die große Mehrheit der Geschäftsreisenden (Deutschland: 88 Prozent; Vereinigtes Königreich: 93 Prozent; Frankreich: 94 Prozent; Spanien: 91 Prozent) hält eine zuvorkommende Kabinen-Crew für wichtig. Das ergab eine Umfrage von Delta Air Lines und dem Marktforschungsunternehmen ComRes.
Mehr als die Hälfte der Geschäftsreisenden (Deutschland: 64 Prozent; Vereinigtes Königreich: 71 Prozent; Frankreich: 58 Prozent; Spanien: 62 Prozent) nutzt für Flugbuchungen am liebsten das Internet. Gleichzeitig greift diese Zielgruppe zur Reiseplanung oder während ihres Trips verstärkt auf Technologien wie Smartphone-Apps zurück, um beispielsweise Stadtpläne oder Wettervorhersagen zu nutzen.
Zu den beliebtesten Beschäftigungen beim Flug gehören das Lesen (Deutschland: 72 Prozent; Vereinigtes Königreich: 64 Prozent; Frankreich: 63 Prozent; Spanien: 63 Prozent), Schlafen (Deutschland: 61 Prozent; Vereinigtes Königreich: 57 Prozent; Frankreich: 56 Prozent; Spanien: 56 Prozent) sowie das Betrachten von Kinofilmen (Deutschland: 44 Prozent; Vereinigten Königreich: 56 Prozent; Frankreich: 54 Prozent; Spanien: 53 Prozent).

Amadeus Studie „Navigating the Airport of Tomorrow“
Wie sich die Anforderungen der Passagiere an Flughäfen wandeln und welche Technologien in den kommenden zehn Jahren dazu beitragen werden, den Passagieren frustrierende Situationen zu ersparen, beschreibt eine neue, von Amadeus in Auftrag gegebene Studie mit dem Titel „Navigating the Airport of Tomorrow“. Sie zeigt, dass Passagiere auf der ganzen Welt auf Flughäfen immer noch regelmäßig unter beträchtlichen Problemen zu leiden haben, unter anderem während des Check-ins, bei der Abholung und der Aufgabe von Gepäck sowie während der Sicherheitskontrollen.
Mit 43 Prozent war das Störungs-Management das wichtigste Einzelsegment, auf dem Reisende sich Verbesserungen wünschen. Darüber hinaus sind Innovationen und Verbesserungen in der Gepäckabfertigung für 34 Prozent der Reisenden wichtig. Eine ähnlich hohe Zahl an Reisenden klagt über Verspätungen beim Check-in, bei der Gepäckaufgabe oder am Gepäckband.
Fast 40 Prozent der Reisenden würden Dienste nutzen, die ihnen Echtzeit-Informationen über den Status von Flügen und Gepäckabfertigung oder auch Wegweiser durch den Flughafen auf ihre mobilen Endgeräte liefern. Ein Drittel der Befragten wünscht sich mehr Möglichkeiten zur Selbstbedienung, zum Beispiel den Kauf zusätzlicher Dienstleistungen am Automaten und die Möglichkeit, das Gepäck selbst zu kennzeichnen.
„Selbstbedienung und Mobilität sind eindeutig die zentralen Themen am Flughafen von morgen“, sagt der Autor der Studie, Norm Rose von Travel Tech Consulting. „Flächendeckende Verbindungsmöglichkeiten bedeuten, dass die Passagiere ständig online sind und daher Kommunikation in Echtzeit erwarten. Selbst kleine Fortschritte wie die Bestätigung, dass das Gepäck an Bord des Flugzeugs angekommen ist, kann stark dazu beitragen, Frustration und Unsicherheit zu minimieren.“
 
Amex-Studie: Geschäftsreisen begünstigen Umsatzsteigerung
Geschäftsreisen können das Wachstum von Unternehmen fördern. Das belegt eine im März vorgelegte Studie von American Express Business Travel und der Global Business Travel Foundation. Jährlich sind demnach nur geringe zusätzliche Ausgaben für Geschäftsreisen notwendig, um das Umsatzwachstum bestmöglich anzukurbeln. Durchschnittlich genügen bereits rund vier Prozent höhere Reiseetats.
Die neue Studie verdeutlicht den Zusammenhang zwischen den Ausgaben für Geschäftsreisen und dem Wachstum von Unternehmen. Teilweise wurden Geschäftsreisen bisher nicht als Möglichkeit gesehen, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Unternehmen, die Reiseausgaben als indirekte Kosten betrachten, die es zu minimieren gilt, schmälern dadurch einen der wichtigsten Treiber für Unternehmenswachstum. In der Studie wurden die Ausgaben für Geschäftsreisen von 900 US-Aktiengesellschaften während der vergangenen zehn Jahre untersucht.
„Die Studie bestätigt, dass Unternehmen ihre Reiseetats als unerlässliche Investitionen in das Unternehmenswachstum betrachten sollten", mahnt Kaveh Atrak, General Manager Central und Northern Europe bei American Express. Die Untersuchung ermittelte wichtige Unternehmensmerkmale, die für die Bestimmung der optimalen Reiseetats relevant seien. Dazu gehörten die Unternehmensgröße, die internationale Präsenz, die Branche, die Entfernung der Firmenstandorte zu ihren Lieferanten und Nachfragemärkten, die Unternehmenskultur, der Einsatz von Technologien sowie die Produktivität des Unternehmens beim Management der Reiseetats. Die Ausgaben sollten darüber hinaus an das wirtschaftliche Umfeld und die Besonderheiten der Branche angepasst werden. Zudem müsse das Reisemanagement direkt mit der obersten Führungsebene zusammenarbeiten, um das Umsatzwachstum voranzutreiben.
Angenommen alle Faktoren bleiben unverändert, sollte die US-Wirtschaft die Ausgaben für Geschäftsreisen durchschnittlich um etwas mehr als vier Prozent anheben, um das optimale Umsatzpotenzial zu erreichen, so die Studie. Das entspricht gerade einmal 70 US-Dollar pro Beschäftigten. Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftssektoren, so variieren die Zahlen ein wenig. Beispielsweise befinden sich Unternehmen aus den Bereichen Dienstleistungen, Unterhaltung und Sport in der Regel schon näher am Ausgabenoptimum als Firmen aus dem Finanz-, Pharma- und Einzelhandelssektor.
„Diese neue Art von Benchmark-Daten kann Unternehmen als Wegweiser dienen. Auf Basis der Unternehmenseigenschaften und dem Vergleich mit Wettbewerbern können Unternehmen nun ermitteln, wie hoch das optimale Niveau für Reiseausgaben ist, um die Geschäftsziele zu erreichen", folgert Atrak. Um eine ausgeglichene und erfolgreiche Planung zu erreichen, sei die Berücksichtigung des optimalen Ausgabenniveaus, das auch virtuelle Besprechungen beinhalte, ein Schlüsselfaktor. Das sei sowohl in Phasen der Rezession als auch im Aufschwung von Bedeutung.
Die Studie „Return on Investment Refresh: Reisen als Wettbewerbsvorteil" basiert auf einem ökonometrischen Modell, das in Zusammenarbeit mit Vantage Strategy LLC entwickelt wurde. Dafür wurden Verkaufsdaten von fast 900 Unternehmen, die Ausgaben für Geschäftsreisen sowie weitere wichtige Wirtschaftstreiber analysiert, um den Zusammenhang zwischen den Ausgaben für Reisen und den Umsätzen von 1998 bis 2009 zu ermitteln. Zu den Primärquellen gehören American Express Business Travel-Daten zu den Ausgaben für Flüge, das Bureau of Economic Analysis, Unternehmensinformationen von Dun & Bradstreet, GBTA Foundation, Vantage Strategy and Daten von Thomson Reuters Worldscope. Die neue Studie folgt auf den 2009 veröffentlichten Bericht „Können Unternehmen mit ihren Investitionen im Wettbewerb bestehen? Eine Untersuchung des ROI von Geschäftsreisen" von American Express Business Travel und der GBTA Foundation. 

„2011 Global Cost Avoidance Study“ untersucht Trends im Travel Management
Die Einhaltung von Reiserichtlinien ist für viele Travel Manager die aktuelle Hauptherausforderung. Das geht aus der Egencia-Studie „2011 Global Cost Avoidance Study“ hervor, für die 348 Geschäftsreiseverantwortliche weltweit befragt wurden. 95 Prozent der Befragten gaben an, dass Compliance für den Erfolg ihrer Arbeit wichtig oder unumgänglich sei. Geschehe dies nicht, entgingen den Unternehmen unter Umständen beachtliche Einsparungsmöglichkeiten – laut Egencia und der NBTA Foundation mindestens 45 Prozent.
Auf die Frage, wie sie die Genehmigungen für Reisekosten in ihrem Unternehmen regeln, gaben 56 Prozent der Befragten an, dass sie ein Autorisierungssystem haben. 37 Prozent identifizieren Mitarbeiter, die ohne Genehmigung reisen, und sprechen sie darauf an. 36 Prozent teilen den Abteilungsleitern ein spezielles Reisebudget zu, das diese in Eigenverantwortung managen.
Um die Mitarbeiter zur Einhaltung der Reiserichtlinien zu bewegen, kommunizieren 50 Prozent der Befragten Änderungen proaktiv. 16 Prozent informieren Neuerungen der Richtlinien einmal im Quartal und elf Prozent jährlich. Außerdem gaben 77 Prozent der Befragten an, dass sie keine Anreize zur Einhaltung der Firmenrichtlinien bei Geschäftsreisen bieten.
Frühzeitige Buchungen, die Buchung bevorzugter Leistungsträger oder die Buchung des niedrigsten verfügbaren Preises spielen in den Reiserichtlinien eine wichtige Rolle, werden aber zu 68 Prozent nicht eingehalten.
Um im Bereich Hotels Kosten zu sparen, versuchen 49 Prozent, Zusatzleistungen oder bessere Rahmenbedingungen auszuhandeln, zum Beispiel kostenloses Frühstück (56 Prozent), kostenloses WLAN (55 Prozent), kostenloses Parken (39 Prozent), Stornierung bis zum letzten Tag (36 Prozent) sowie Last Room Availability (24 Prozent). Die Mehrheit der Befragten (57 Prozent) gab an, dass sie in ihrer Kommunikation zu den Geschäftsreiserichtlinien nicht an Vorzüge oder Zusatzleistungen von Hotels erinnern, die bei der Preisverhandlung berücksichtigt wurden. Hier werde eine wichtige Gelegenheit verpasst, so Egencia, denn die gezielte Information der Mitarbeiter über die Verfügbarkeit solcher Vorzüge könne die Wahrscheinlichkeit, dass sie diese Angebote nutzen, deutlich erhöhen. 

ECA-Studie nimmt Mietpreise für Expats weltweit unter die Lupe
Tokio hat die weltweit höchsten Mietpreise. Das hat ECA International in seinen neuesten "Accommodation Reports" herausgefunden. Darin untersucht das Personalberatungsunternehmen die Mietpreise für Expatriates an weltweit über 130 Standorten. Den teuersten Wohnraum innerhalb Europas gibt es in Moskau. In der russischen Metropole kostet eine unmöblierte Dreizimmerwohnung mit circa 80 Quadratmetern ungefähr 2740 Euro pro Monat - das ist eine Mietsteigerung um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Am tiefsten müssen Mieter in Deutschland in Frankfurt/Main in die Tasche greifen. Der günstigste überprüfte Standort hierzulande ist Berlin. Weltweit ist das Mietniveau um durchschnittlich elf Prozent gestiegen, in Europa um ungefähr fünf Prozent.
"Vor zwei Jahren ist das Mietniveau in Europa aufgrund der Rezession stark gefallen. Jetzt zieht es wieder an", erklärt Susanne Grimm, Client Services, ECA International. "Bei Auslandsentsendungen ist Wohnraum einer der größten Kostenfaktoren. Deshalb sollten Unternehmen nicht nur Mietpreis-, sondern auch die Währungsschwankungen stets im Auge behalten. Nur dann können Zuschüsse ordentlich berechnet und bezahlt werden." Grimm erklärt: "Die Mieten sind in Europa zwar tatsächlich gestiegen, trotzdem ging's für viele europäische Standorte im Ranking nach unten. Das liegt daran, dass andere Währungen gegenüber dem Euro teils deutlich an Wert zugelegt haben." Beispiel Tokio: Mietpreise in Yen sind um sieben Prozent gefallen, in Euro umgerechnet aber um 14 Prozent gestiegen.

CEIR Releases Study Quantifying the Impact of U.S. Visa Issues on the U.S. Economy
The Center for Exhibition Industry Research (CEIR) released a major study, The Economic Impact of International Non-Participation in the Exhibition Industry Due to US Visa Issues. CEIR commissioned Oxford Economics to conduct the assessment during the summer of 2010 based on a nationwide survey and the CEIR Exhibition Industry Census.
Visitor visa issues impede participation in trade shows, acting as a barrier to foreign trade as US companies fail to meet with current or potential prospects. Additional export losses are experienced in the form of lost international visitor spending in the hospitality and meetings industries.
Key findings of the research include:
·         Visa issues precluded 116,000 international participants from attending US exhibitions. This includes 78,400 international attendees and 37,900 international exhibitors who were hindered from participating.
·         With no visa barriers in place, the US economy would realize increases in business sales tallying $2.4 billion ($2.6 billion including sales to foreign exhibitors). These gains include $1.5 billion in business-to-business trade, $540 million in registration fees and exhibition space spending, and a $295 million boost to visitor spending.
·         The new $2.4 billion in sales would be able to sustain over 17,500 jobs directly, 43,000 jobs overall, and generate three-quarters of a billion dollars in state and federal taxes.
Increasing international attendance at US exhibitions is a significant challenge for US exhibition organizers. Current US visa policy discourages and/or makes it impossible for many foreign nationals to obtain a visa to enter the country to conduct business at exhibitions. In many instances, the face-to-face interview currently required at consulate offices may last just two minutes, with no questions asked or paperwork reviewed that would validate the need for a visa.
"This study quantifies the importance of US exhibitions in generating export trade and stimulating job growth," said Steven Hacker, CAE, president of the International Association of Exhibition and Events (IAEE). "While we are mindful of the need for careful screening of international visitors entering the US, keeping our borders secure should not be at the expense of keeping our economy open for business. The US will lose sales to other countries if we continue on this path. We intend to present these findings to several key federal agencies including the State, Homeland Security and Commerce departments and to work with officials to find an optimal solution."
Sales would increase the most in the manufacturing and business services industries, with both sectors benefiting from the direct increase in sales from international attendees and from being part of the supply chain to other industries that directly gain sales.
"The current US visa policy has become the number ONE obstacle for US machine tool companies doing business in China," said Peter Eelman, vice president - Exhibitions & Communications, AMT - The Association for Manufacturing Technology.
Hotels would experience additional business of nearly half of the $295 million increase in visitor spending. Spending at restaurants from the additional 116,000 attendees would increase $60 million with retail purchases and ground transportation spending of $60 million.

AirPlus: Reisebudgets werden steigen
Sollten die ersten drei Wochen des neuen Jahres für die folgenden elf Monate repräsentativ sein, dürfte in deutschen Unternehmen 2011 mehr gereist werden als im Rekordjahr 2008. Die aktuellen Zahlen des Geschäftsreisemanagement-Anbieters AirPlus zeigen einen Anstieg um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Vergleichszeitraum. „Wichtigster Treiber in deutschen Unternehmen sind die Wirtschaftsbeziehungen ins Ausland“, so AirPlus-Geschäftsführer Patrick W. Diemer. Mehr als die Hälfte der Geschäftsreiseflüge sind Kontinental- oder Interkontinental-Flüge. „Die meisten Interkontinental-Reisen gingen für deutsche Geschäftsreisende 2010 nach Asien, und das wird auch 2011 ein Top-Ziel für Businesstrips bleiben. Auch die Zahl der Dienstreisen nach Nordamerika wird – wie schon im Vorjahr – weiter steigen. Den größten Zuwachs mit knapp 30% gab es 2010 bei lateinamerikanischen Zielen, ein deutliches Zeichen für eine wachsende Bedeutung der wirtschaftlichen Beziehungen deutscher Unternehmen in Länder wie Brasilien und Mexiko, die sich auch 2011 abzeichnen wird“, so Diemer weiter.
Mit der steigenden Anzahl an Geschäftsreisen müssen Unternehmen auch wieder mit höheren Reisebudgets planen. Allerdings setzen Reiseverantwortliche weiterhin auf die strikte Steuerung der Reisekosten und halten somit die durchschnittlichen Ausgaben trotz erhöhtem Reiseaufkommen in Schacht.

CWT-Umfrage: Travel Manager wollen Prozesse optimieren
Travel Manager weltweit haben sich für dieses Jahr Prozessoptimierungen und die Reduzierung von Ausgaben auf die Fahne geschrieben – aber auch die Verbesserung des Reiseerlebnisses für die Geschäftsreisenden ihres Unternehmens. Daher wird der weltweite Geschäftsreisemarkt auch 2011 – wie schon 2010 – von größtmöglicher Kostenkontrolle geprägt sein. Das ist das Ergebnis der „Travel Management Priorities for 2011“, der jährlichen Kundenumfrage des Geschäftsreiseanbieters Carlson Wagonlit Travel (CWT).
Das CWT Travel Management Institute hatte im Herbst 2010 online 187 Kunden weltweit mit Mindestausgaben für Geschäftsreiseleistungen von fünf Millionen US-Dollar im Jahr nach ihren wichtigsten Prioritäten für 2011 im Travel Management gefragt sowie gebeten, konkrete für 2011 geplante Maßnahmen zu nennen und nach ihrer Wichtigkeit zu ordnen. An oberster Stelle steht für die befragten Travel Manager eine verbesserte Einhaltung der Reiserichtlinien, gefolgt von der Optimierung der Online Tool-Nutzung. Einsparungen bei den Verkehrsträgern Flug, Bahn und Mietwagen sowie die Optimierung der Hotelausgaben liegen auf den Plätzen 3 und 4. Mit dem Ziel, das Reiseerlebnis zu verbessern (Rang 5), werden vor allem mobile Technologien verbunden, aber auch die Einrichtung von Reisealternativen.
Gleichzeitig fasst die Studie die wichtigsten Marktentwicklungen zusammen, die 2011 Einfluss auf die Reiseprogramme der Unternehmen haben werden. Hauptergebnis: Der Markt reagiert verhalten auf die wirtschaftliche Erholung. Die erwarteten Mehrkosten werden vor allem im Flugsektor zu Buche schlagen: Höhere Tarife und Aufpreise, ein breiteres Spektrum an Zusatzentgelten und die von einigen Ländern erhobenen neuen „Umweltsteuern“ sorgen für eine moderate Steigerung der Flugausgaben.
Die Datenauswertungen von CWT zeigen, dass die Hotelkosten vor der Aufnahme der Verhandlungen für 2011 durchschnittlich um fünf Prozent gestiegen sind. Dabei variierten die Preiserhöhungen erheblich je nach Kategorie (drei bis sechs Prozent), Region (vier bis 13 Prozent) und Stadt (minus 17 bis plus 18 Prozent an den wichtigsten Geschäftsreisezielen). Da die Preissteigerungen bei den höheren Kategorien prozentual größer waren, rät CWT den Unternehmen, sich nicht in erster Linie durch die Kategorie oder die Sternezahl leiten zu lassen. Eine weitere Chance zur Kostensenkung bestehe darin, in Hotelverhandlungen möglichst auch Zusatzleistungen einzubeziehen.
Auch bei Bahnreisen sind Preiserhöhungen wahrscheinlich, wenngleich weniger auf Strecken, die in Konkurrenz zu Airlines stehen. Auf dem Mietwagensektor werden die Preise laut CWT wahrscheinlich sinken. Die Zunahme von Meetings und Events habe zur Folge, dass von den Anbietern kaum höhere Preisnachlässe zu erwarten seien.

Umfrage zum Buchungsverhalten bei Tagungen
Vier von fünf Unternehmen (82 Prozent) beziehen das Thema „Green Meetings“ bei der Entscheidung für ein Tagungshotel nicht mit ein. Nur für 18 Prozent haben „grüne“ Angebote bei der Buchungsentscheidung Priorität. Das ergab eine Studie der deutschen Best Western Hotels. Befragt wurden kleine und mittelständische Unternehmen sowie Konzerne. Insgesamt haben sich über 250 Tagungsorganisatoren von Unternehmen an der Umfrage beteiligt.
Rahmenprogramme gehören für 40 Prozent der befragten Unternehmen bei ihren Veranstaltungen zum festen Bestandteil. 36 Prozent der Unternehmen interessieren sich dafür, führen diese aber aus Budgetgründen nicht durch. Ein Viertel der Unternehmen hat generell kein Interesse an Rahmenprogrammen bei ihren Veranstaltungen. Als Entscheidungshilfe bei Rahmenprogrammen nennen über 40 Prozent der Unternehmen Hotelangebote.
Für 23 Prozent ist „Gesund Tagen“ ein wichtiges Entscheidungskriterium, für 77 Prozent der Bucher ist es kein Kriterium bei der Hotelauswahl.
Das Thema Online-Portale ist heute ein wichtiges Kriterium bei der Veranstaltungsorganisation. Nur 8 Prozent der Befragten nutzen keine Online-Portale, sondern bevorzugen Printmedien zur Information und Buchung. 36 Prozent nutzen Online-Portale für konkrete Buchungsanfragen von Veranstaltungen und mehr als die Hälfte aller Unternehmen verwenden Online-Portale zur Information und Recherche bei der Tagungsorganisation.