Studien 2006

DZT-Untersuchung Inlandsgeschäftsreisen
Im Auftrag der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) hat TNS Infratest das Volumen der deutschen Geschäftsreisen im Inland erhoben. Untersucht wurden Reisevolumina und -ausgaben sowie die Anlässe der Geschäftsreisen. Basis der Betrachtung sind Übernachtungsgeschäftsreisen im ersten Halbjahr 2006. Erste vorläufige Ergebnisse wurden im Dezember 2006 veröffentlicht.
Demnach wurden knapp 40 Millionen Reisen von deutschen Geschäftsleuten von Januar bis Juni 2006 unternommen. 82 Prozent davon blieben im Inland, 18 Prozent führten ins Ausland. Mit 46 Prozent führen fast die Hälfte der Inlands-Geschäftsreisen mit Übernachtung zu Kongressen und Veranstaltungen. Auf Platz zwei liegt mit 28 Prozent der Kundenbesuch, gefolgt von Messen und Ausstellungen mit 17 Prozent.
Diese Verteilung unterscheidet sich deutlich von den Geschäftsreisen ins Ausland: Hier liegen Kundenbesuche mit 43 Prozent vorne, während Kongresse und Veranstaltungen 21 Prozent ausmachen.
Die Weiterbildung spielt beim Besuch von Kongressen und Veranstaltungen im Inland eine große Rolle: Gut die Hälfte (51,6 Prozent) der Reisen dienen diesem Zweck, während 29,8 Prozent zu Kongressen, Tagungen und Konferenzen sowie 11,5 Prozent auf eine Eventveranstaltung führen. Bei der Hälfte aller Kongress-, Veranstaltungs- und Messereisen wird der Ort als attraktiv angesehen. Kein unwichtiger Faktor, denn: Die Befragten gaben an, dass die Attraktivität des Veranstaltungsortes sowohl ein Anreiz oder entscheidend für die Teilnahme sein als auch zum Gelingen beitragen könne (23 beziehungsweise 41 Prozent).
Mehr als 22 Milliarden Euro Ausgaben im ersten Halbjahr 2006 Im ersten Halbjahr 2006 gaben die Geschäftsreisenden im Inland etwa 18,5 Milliarden Euro aus. 96 Prozent der Ausgaben waren geschäftlich bedingt, der Rest privat.
Etwa die Hälfte der Ausgaben bei den Übernachtungsgeschäftsreisen im Inland entfiel auf Verkehrsmittel (3,7 Milliarden Euro) und Unterkunft (5,5 Milliarden). Ausgaben für PkW-Nutzung waren bei den Verkehrsmitteln 1,7 Milliarden Euro, Bahn und Flugzeug folgten nahezu gleichrangig (rund 0,7 Milliarden). Einen beträchtlichen Block innerhalb der weiteren Ausgaben stellen die Gebühren für Kongresse und Veranstaltungen, darunter auch für Weiterbildung, dar (5,5 Milliarden). 

AirPlus: Geschäftsreisen nehmen europaweit zu
Europaweit gehen Unternehmen von einer weiter steigenden Anzahl an Geschäftsreisen aus, so ein zentrales Ergebnis der zweiten AirPlus International Travel Management Study, die Anfang Dezember 2006 veröffentlicht wurde. Jedes zweite Unternehmen erwartet künftig mehr Geschäftsreisen. Besonders ausgeprägt ist diese Einschätzung in den deutschsprachigen Ländern sowie den USA. Vor allem bei Flugreisen und Übernachtungen hat sich diese Erwartung im Vergleich zu 2005 noch einmal verstärkt. Jedes zweite Unternehmen rechnet deshalb mit steigenden Reisekosten. 55 Prozent der Firmen kalkulieren mit steigenden Ausgaben für Flugtickets, bei Übernachtungen erwarten dies 46 Prozent. Unternehmen mit einem geringeren Reisevolumen gehen dabei allgemein seltener davon aus, dass die Reisekosten ansteigen werden.
Um die Geschäftsreiseausgaben zu minimieren, verhandeln viele Unternehmen direkt mit den Reisedienstleistern. 2006 wurden die Einsparungen durch Firmenpreise auf durchschnittlich 17 Prozent beziffert. Obwohl die Nutzung von Firmenpreisen in allen Ländern zugenommen hat, sind die dadurch erzielten Einsparungen im Vergleich zum Vorjahr teilweise rückläufig – so bei Flug und Mietwagen. Bei Übernachtungen und Bahnreisen konnten Unternehmen dagegen ein höheres Einsparvolumen als 2005 realisieren. Ein anderer Trend zeigt sich in Deutschland: Hier ist die Nutzung von speziellen Firmenpreisen bei allen Leistungsträgern zurückgegangen.
Unternehmen definieren zunehmend Reiserichtlinien - für Europas Reiseverantwortliche eine wichtige Stellschraube, um Kosten zu senken. Insgesamt ist der Anteil der Unternehmen ohne Regelwerk im Vergleich zu 2005 um gut 3 Prozent gesunken (2006: 21 Prozent). Und dort, wo es bereits Richtlinien gibt, wird verstärkt auf ihre Einhaltung geachtet (2005: 91 Prozent, 2006: 94 Prozent). Der Großteil der Befragten (43 Prozent) geht sogar davon aus, dass die Reiserichtlinien im eigenen Unternehmen künftig verschärft werden, wobei die südeuropäischen Länder dieses Thema gelassener sehen: In Italien, Spanien oder Portugal erwartet nur jeder Dritte strengere Richtlinien. In den Geschäftsreisemärkten, die als traditionell hoch entwickelt gelten, werden Restriktionen wesentlich häufiger als Möglichkeit gesehen, dem schwindenden Sparpotenzial bei den direkten Reisekosten entgegenzuwirken.
Kleine und mittelständische Unternehmen sind sich der Einsparpotenziale eines professionellen Travel Managements bewusst, allerdings gibt es in der Umsetzung gegenüber großen Unternehmen noch einen deutlichen Nachholbedarf. 15 Prozent der Mittelständler haben noch immer keine Reiserichtlinien, was eine effiziente Steuerung erschwert und Einsparpotenziale verschenkt. Bei den Unternehmen mit niedrigem Reisevolumen sind es sogar 35 Prozent. Jedes zweite mittelständische Unternehmen erhält seine Rechnung ausschließlich auf Papier und verzichtet darauf, durch den Einsatz von elektronischen Rechnungen die internen Kosten bei der Abwicklung von Geschäftsreisen deutlich zu senken.
Künftig wollen Unternehmen den Fokus verstärkt auf die Vereinfachung von Prozessen und ein effektives Controlling legen – das sehen 81 Prozent der Befragten so. Eine hochwertige Analyse verschafft ihnen eine bessere Ausgangsbasis für die Verhandlungen der Firmenpreise. Wenn auch die Auswertungsintensität gegenüber dem Vorjahr mit 82 Prozent stabil geblieben ist, belegen die Ergebnisse der Studie dennoch eine wachsende Professionalisierung: Inzwischen verwenden 42 Prozent der Unternehmen spezielle Analysetools (2005: 32 Prozent). Zum Vergleich: In Großunternehmen mit einem hohen Reisevolumen liegt dieser Wert im Durchschnitt bei 57 Prozent.
Auch 2006 wurde die Umfrage vom Marktforschungsinstitut Ipsos Loyalty im Auftrag von AirPlus durchgeführt. Befragt wurden insgesamt über 1000 repräsentativ ausgewählte Travel Manager aus 10 Ländern (Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Italien, Schweiz, Spanien, Niederlande, Österreich, Portugal und den USA). Durch die Untergliederung in Firmen mit geringem, mittlerem und hohem Reisevolumen zeigen sich auch Trends zwischen den Unternehmensgrößen.

Umfrage: Viele Geschäftsreisende würden Videokommunikation nutzen
Nicht jede Geschäftsreise ist notwendig, das besagt eine Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos MORI im Auftrag von Tandberg, einem Hersteller von Videokonferenzsystemen. Im Rahmen der Umfrage wurden über 1.400 Geschäftsreisende aus sieben europäischen Ländern befragt, aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweden, Holland und Italien. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) gab an, dass ein Teil ihrer Geschäftsreisen unnötig seien. Unter den deutschen Geschäftsreisenden fanden sich nur 28 Prozent, die sagten, dass alle ihre Reisen im Auftrag ihres Unternehmens sinnvoll wären. Zwölf Prozent gaben an, dass das Reisen ihre Produktivität schmälere. Für positiv befanden 69 Prozent der europäischen Geschäftsreisenden, dass sie Einblick in fremde Kulturen erhielten, und knapp sechs von zehn Befragten (58 Prozent) schätzen den persönlichen Kontakt mit Geschäftspartnern und Kollegen.
Unternehmen beginnen bereits, Alternativen zu Geschäftsreisen zu nutzen. Vodafone beispielsweise hat an 50 Standorten weltweit Videokonferenzsysteme installiert, mit denen Gesprächspartner sich auch dann von Angesicht zu Angesicht unterhalten können, wenn Tausende von Kilometern zwischen ihnen liegen. Der Mobilfunkkonzern geht davon aus, dass innerhalb von drei Jahren die globalen Reisekosten des Unternehmens um 30 Prozent zurückgehen werden. Die Investition in die Systeme der visuellen Kommunikation amortisieren sich angeblich nach nur einem Jahr.
Wie die Umfrage offenbart, zeigen sich die Reisenden dieser Technologie gegenüber offen. So gaben etwa die deutschen Reisenden an, dass sich fast jede dritte Reise (31 Prozent) durch den Einsatz von Videokommunikationstechnik vermeiden ließe. 30 Prozent von ihnen sind außerdem davon überzeugt, dass dies auch einen positiven Einfluss auf ihre Work-Life-Balance hätte.
26 Prozent der deutschen Geschäftsreisenden werteten Geschäftsreisen als notwendiges Übel – unter allen Befragten lag dieser Wert bei 36 Prozent. Dies ist wohl ein Grund dafür, dass sich 41 Prozent der deutschen Reisenden von ihrer Arbeit gestresst sehen. Zwölf Prozent gaben sogar an, dass ihre Work-Life-Balance aus dem Gleichgewicht geraten sei.

AirPlus International Travel Management Study 2006: Geschäftsreisen nehmen europaweit zu
Europaweit gehen Unternehmen von einer weiter steigenden Anzahl an Geschäftsreisen aus, so ein zentrales Ergebnis der zweiten AirPlus International Travel Management Study. Allerdings scheint das Sparpotenzial bei den direkten Kosten größtenteils ausgeschöpft zu sein. Künftig wollen Unternehmen den Fokus verstärkt auf die Vereinfachung von Prozessen und ein effektives Controlling legen.
Jedes zweite Unternehmen erwartet künftig mehr Geschäftsreisen. Besonders ausgeprägt ist diese Einschätzung in den deutschsprachigen Ländern sowie den USA. Vor allem bei Flugreisen und Übernachtungen hat sich diese Erwartung im Vergleich zu 2005 noch einmal verstärkt. Jedes zweite Unternehmen rechnet deshalb mit steigenden Reisekosten. 55 Prozent der Firmen kalkulieren mit steigenden Ausgaben für Flugtickets, bei Übernachtungen erwarten dies 46 Prozent. Unternehmen mit einem geringeren Reisevolumen gehen dabei allgemein seltener davon aus, dass die Reisekosten ansteigen werden. „Unabhängig von der Unternehmensgröße bestätigt sich in der zweiten Auflage unserer Studie, dass der Sparwunsch bei Geschäftsreisen nach wie vor stark ausgeprägt ist“, kommentiert AirPlus Geschäftsführer Patrick W. Diemer die Ergebnisse. Da allerdings das Sparpotenzial durch Firmentarife weitgehend ausgereizt sei, müssen Unternehmen den Blick stärker auf ihre Prozesse richten. Nur so könnten sie ihre Reisen genauer analysieren und damit gezielter steuern.
Firmenraten gefragt, Einsparungen leicht rückläufig
Um die Geschäftsreiseausgaben zu minimieren, verhandeln viele Unternehmen direkt mit den Reisedienstleistern. 2006 wurden die Einsparungen durch Firmentarife auf durchschnittlich 17 Prozent beziffert. Obwohl die Nutzung von Firmenraten in allen Ländern zugenommen hat, sind die dadurch erzielten Einsparungen im Vergleich zum Vorjahr teilweise rückläufig – so bei Flug und Mietwagen. Bei Übernachtungen und Bahnreisen konnten Unternehmen dagegen ein höheres Einsparvolumen als 2005 realisieren.
Ein anderer Trend zeigt sich in Deutschland: Hier ist die Nutzung von speziellen Firmentarifen bei allen Leistungsträgern zurückgegangen.
Reiserichtlinien: Die Schrauben werden angezogen
Unternehmen definieren zunehmend Reiserichtlinien - für Europas Reiseverantwortliche eine wichtige Stellschraube, um Kosten zu senken. Insgesamt ist der Anteil der Unternehmen ohne Regelwerk im Vergleich zu 2005 um gut 3 Prozent gesunken (2006: 21 Prozent). Und dort, wo es bereits Richtlinien gibt, wird verstärkt auf ihre Einhaltung geachtet (2005: 91 Prozent, 2006: 94 Prozent). Der Großteil der Befragten (43 Prozent) geht sogar davon aus, dass die Reiserichtlinien im eigenen Unternehmen künftig verschärft werden, wobei die südeuropäischen Länder dieses Thema gelassener sehen: In Italien, Spanien oder Portugal erwartet nur jeder Dritte strengere Richtlinien. In den Geschäftsreisemärkten, die als traditionell hoch entwickelt gelten (z. B USA oder Großbritannien), werden Restriktionen wesentlich häufiger als Möglichkeit gesehen, dem schwindenden Sparpotenzial bei den direkten Reisekosten entgegenzuwirken.
Mittelstand hat Blick für das Geschäftsreise-Management geschärft
Kleine und mittelständische Unternehmen sind sich der Einsparpotenziale eines professionellen Travel Managements bewusst, allerdings gibt es in der Umsetzung gegenüber großen Unternehmen noch einen deutlichen Nachholbedarf. 15 Prozent der Mittelständler haben noch immer keine Reiserichtlinien, was eine effiziente Steuerung erschwert und Einsparpotenziale verschenkt. Bei den Unternehmen mit niedrigem Reisevolumen sind es sogar 35 Prozent. Jedes zweite mittelständische Unternehmen erhält seine Rechnung ausschließlich auf Papier und verzichtet darauf, durch den Einsatz von elektronischen Rechnungen die internen Kosten bei der Abwicklung von Geschäftsreisen deutlich zu senken.
Controlling dominiert das Travel Management der Zukunft
Die Perspektiven für das Travel Management sind klar: Wenn die Kosten reduziert werden sollen, müssen Unternehmen ihre Controlling-Aktiviäten verstärken und besser analysieren – das sehen 81 Prozent der Befragten so. Eine hochwertige Analyse verschafft ihnen eine bessere Ausgangsbasis für die Verhandlungen der Firmentarife. Wenn auch die Auswertungsintensität gegenüber dem Vorjahr mit 82 Prozent stabil geblieben ist, belegen die Ergebnisse der Studie dennoch eine wachsende Professionalisierung: Inzwischen verwenden 42 Prozent der Unternehmen spezielle Analysetools (2005: 32 Prozent). Zum Vergleich: In Großunternehmen mit einem hohen Reisevolumen liegt dieser Wert im Durchschnitt bei 57 Prozent. Dabei decken oft erst professionelle Reports die Kostentreiber und Sparmöglichkeiten im Unternehmen wirklich auf. „Unsere aktuelle Studie belegt den internationalen Trend zu fortschreitender Standardisierung und Professionalisierung in allen Bereichen des Geschäftsreise-Managements. Dabei spielt die Unternehmensgröße und das Herkunftsland nur eine untergeordnete Rolle“, so Patrick W. Diemer.
Die Studie
Auch in diesem Jahr wurde die Umfrage vom internationalen Marktforschungsinstitut Ipsos Loyalty im Auftrag von AirPlus durchgeführt. Befragt wurden insgesamt über 1000 repräsentativ ausgewählte Travel Manager aus 10 Ländern (Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Italien, Schweiz, Spanien, Niederlande, Österreich, Portugal und den USA). Durch die Untergliederung in Firmen mit geringem, mittlerem und hohem Reisevolumen zeigen sich auch Trends zwischen den Unternehmensgrößen. Eine Management Summary der Studie ist unter www.airplus.com abrufbar.

VDR-Geschäftsreiseanalyse 2006: Pole Position für die USA, China rückt zur Spitze auf
Die USA sind und bleiben das wichtigste Geschäftsreiseziel für die deutsche Wirtschaft. Frankreich ist auf Platz zwei, wird aber bald vom Drittplatzierten China überholt werden. Zu diesen Ergebnissen kommt die „VDR-Geschäftsreiseanalyse 2006“, die der Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) in Zusammenarbeit mit BearingPoint jetzt veröffentlichte. Von den neuen Mitgliedsstaaten der EU schafft es in dieser „Hitliste“ Polen unter die wichtigsten zehn Ziele.
„In Deutschland unternimmt jeder dritte Beschäftigte mindestens eine Geschäftsreise pro Jahr“, erläutert Michael Kirnberger, Präsident des VDR, ein weiteres Ergebnis der Studie. „Jede Stunde beginnen in Deutschland durchschnittlich 17.200 Geschäftsreisen. Im letzten Jahr wuchs die Anzahl der Geschäftsreisen auf über 150 Millionen – im Inland und grenzüberschreitend. Die Gesamtausgaben dafür stiegen gegenüber 2004 um 5 Prozent auf 46,2 Milliarden Euro.“
Für das Jahr 2007 erwartet die große Mehrheit der Unternehmen eine gleich bleibende bis wachsende Geschäftsreisetätigkeit. Zwei von fünf Firmen mit über 500 Mitarbeitern planen steigende Reisevolumina bei europäischen und interkontinentalen Zielen (Verteilung nach Zielen: Inland 19 Prozent, Europa 40 Prozent, Interkontinental 39 Prozent). Kleinere Unternehmen hingegen kalkulieren mit gleich bleibenden Volumina (Inland 71 Prozent, Europa: 66 Prozent, Interkontinental: 68 Prozent).
„Angesichts der Globalisierung der Wirtschaft ist es sinnvoll, über die Konsolidierung des Einkaufs- und Kostenmanagements nachzudenken“, ergänzt Dr. Rolf Meyer, Managing Director bei BearingPoint. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Travel Management-Aktivitäten der befragten international verbundenen Unternehmen zu 73 Prozent eher nicht bis gar nicht harmonisiert sind. Doch in Zukunft plant jede dritte Firma, dies zu ändern.“
Die „VDR-Geschäftsreiseanalyse 2006“ liefert repräsentative Zahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung von Geschäftsreisen, zu organisatorischen Fragestellungen und aktuellen Themen im Travel Management.

Statistisches Bundesamt: Zuschläge verteuern Flüge
Flüge für private Individualreisen haben sich von August 2000 bis zum August 2006 um rund 26% verteuert. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Welttourismustages am 27. September mitteilt, geht diese Steigerung allein auf nicht direkt im Ticketpreis enthaltene Gebühren zurück. Ohne deren Berücksichtigung wären die Preise in diesem Zeitraum um fast 4% gesunken. Der Verbraucherpreisindex ist in dem Zeitraum August 2000 bis August 2006 um 10,5% gestiegen.
Der Hauptgrund für die Verteuerung der Flugreisen sind die seit Sommer 2004 eingeführten Kerosinzuschläge, ohne die sich die Preise statt um 26% lediglich um knapp 12% erhöht hätten. Ein weiterer wichtiger Verteuerungsfaktor ist die seit Herbst 2004 erhobene Service Charge, ein Aufschlag für die Ticketausstellung. Rechnet man allein den Anteil dieser Gebühr heraus, läge die Verteuerung der Flüge bei rund 16%. Die Sicherheitsgebühr schlägt seit den in den USA verübten Terroranschlägen vom
11. September 2001 verstärkt zu Buche: Ohne diesen Zuschlag wären die Flugpreise statt um 26% um knapp 21% gegenüber dem August 2000 gestiegen.
Eine ähnliche Entwicklung lässt sich auch auf kürzere Frist feststellen. Von August 2005 bis August 2006 stiegen die Flugpreise für private Individualreisen um 2,4%. Der reine Ticketpreis ohne Gebühren sank dabei jedoch um 2,7%. Für die Preissteigerung im Jahresvergleich waren fast ausschließlich die erhöhten Kerosinzuschläge verantwortlich.
Bei niedrigen Ticketpreisen wirken sich die Gebühren viel stärker aus als bei teueren Tickets. So wären innerdeutsche Economy Class-Flüge ohne die Zuschläge im August 2006 um rund 46% billiger gewesen als im gleichen Monat des Jahres 2000. Unter Berücksichtigung der Gebühren zeigt sich allerdings eine Verteuerung um fast 30%. Die Preise für interkontinentale Business Class-Flüge erhöhten sich im selben Zeitraum um rund 25%. Ohne die Berücksichtigung der Zuschläge hätte die Teuerung immer noch bei über 18% gelegen.
Diese Berechnung ist eine Sonderauswertung des Verbraucherpreisindex für den Luftverkehr, der die Entwicklung der Flugpreise im Individualreiseverkehr aus der Sicht der privaten Haushalte misst.

Studie über Fuhrparkmanagement
Fuhrparkmanager sind nicht nur Verwalter, sondern Finanzexperten mit hoher strategischer Kompetenz. Das ist ein Ergebnis der Studie „Quo vadis Flottenmanagement“ des CAR Center Automotive Research der Fachhochschule Gelsenkirchen, die im Auftrag von Athlon Car Lease Germany unter 1.264 mittelständischen Betrieben mit mindestens 20 Fahrzeugen durchgeführt wurde.
Die mittleren Fuhrparks mit 101 bis 200 Fahrzeugen sind der Studie zufolge die anspruchsvollsten. Die Erwartungen dieser Fuhrparkmanager an individuelle Angebote, Flexibilität und Beratung sind im Vergleich zu großen Fuhrparks mit mehr als 200 Fahrzeugen am höchsten. Ein schnell erreichbarer Ansprechpartner steht bei 99 Prozent aller Befragten auf der Wunschliste ganz oben. Auf Rang zwei (94 Prozent der Nennungen) folgt das „Schadenmanagement mit 24-Stunden-Hotline“.
Was im Unternehmen vom Fuhrparkmanager abgefordert wird, gilt auch für Leasinganbieter. Sie spielen eine Doppelrolle, indem sie einerseits eine übergreifende Fuhrparkstrategie für ihre Kunden zu entwickeln haben, andererseits die komplette Administration übernehmen. So erwarten 98,8 Prozent der Fuhrparkmanager mittelgroßer Flotten mit 101 bis zu 200 Fahrzeugen von ihrem Leasinganbieter eine kompetente Strategieberatung, wie zum Beispiel die Entwicklung einer Dienstwagenordnung.
Das Internet wird von allen Befragten als Abwicklungs-Plattform genutzt. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede im Leistungsspektrum der Internet-Funktionalität auf Seiten der Dienstleister. Auf Seiten der Fuhrparkmanager sind die Erwartungshaltungen unterschiedlich. Während 66 Prozent der Fuhrparkmanager mittlerer Fuhrparks die Vorteile einer ganzheitlichen Internetabwicklung erkennen, sieht die Hälfte der Befragten kleinerer und größerer Fuhrparks keine wesentliche Entlastung. Diese Einschätzung wird wesentlich durch die Verfügbarkeit der abgefragten Internetfunktionalitäten beeinflusst. Es zeigt sich, dass die Befragten zunehmend eine Entlastung bestätigen, sobald mehr als die Hälfte der abgefragten Internetfunktionen zur Verfügung stehen. Wenn mindestens sieben der acht abgefragten Funktionen nutzbar sind, sehen sogar fast zwei Drittel der befragten Fuhrparkleiter eine wesentliche Entlastung.
Die Zufriedenheit mit den Internet-Portalen der Fuhrparkgesellschaften fällt mit einer Durchschnittsnote von 2,7 relativ schlecht aus. Gerade in diesem Bereich hängt die Benotung stark von der Qualität des Angebots ab. In der Rangliste zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Anzahl der vorhandenen Online-Services und der Bewertung beziehungsweise Zufriedenheit mit der Internet-Abwicklung. 

CWT Business Travel Indicator: Kosteneinsparung hat höchste Priorität
Kosteneinsparung hat im Travel Management die bei weitem höchste Priorität, das ergibt der Mitte Juli 2006 vorgelegte „Business Travel Indicator“ von Carlson Wagonlit Travel (CWT). Auf die Frage, was die Geschäftsleitung am meisten von ihnen erwartet, gab mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Travel Manager „Kosteneinsparungen“ an. Direkt mit den Einsparungen in Verbindung steht die „Einhaltung der Reiserichtlinie des Unternehmens“ durch den Reisenden (Rang 2 bei den genannten Erwartungen, 23 Prozent). Die Studie deckte auf, dass Reiserichtlinien von Geschäftsreisenden eher als Vorschlag gesehen werden, während Travel Manager sie für obligatorisch halten.
Elf Prozent der Befragten nannten „Sicherheit von Reisenden“. Kundenservice wird ebenfalls als wesentlich angesehen und ist auch der wichtigste Maßstab, anhand dessen Travel Manager ihre externen Firmenreiseanbieter bewerten. 89 Prozent bezeichneten dies als sehr wichtig. Andere, ebenfalls von der Mehrheit der Antwortenden als sehr wichtig erachtete Kriterien sind: Erfahrung (82 Prozent), Direktzugang zu Reservierungssystemen der Airlines (80 Prozent), Reporting (74 Prozent), Preis (70 Prozent) und Traveler Tracking (61 Prozent).
Der „CWT Business Travel Indicator“ ist eine globale Umfrage unter 650 Travel Managern und 2.100 Geschäftsreisenden in zwölf Geschäftsreisemärkten.

Studie zur Veranstaltungsbranche in Deutschland
Eine Studie zur Veranstaltungsbranche in Deutschland hat die Vereinigung Deutscher Veranstaltungsorganisatoren e.V. Anfang Juli 2006 präsentiert (www.veranstaltungsplaner.de). Die Untersuchung fasst Ergebnisse aus über 1.600 Antworten von Corporate Plannern zusammen. Die Arbeit wurde in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Cornelia Zanger vom Lehrstuhl für Marketing und Handelsbetriebslehre an der Technischen Universität Chemnitz durchgeführt.
Wichtige Ergebnisse auf einen Blick
Arbeitsaufwand Veranstaltungsmanagement: Fast 70% der Corporate Planner wenden weniger als die Hälfte ihrer Arbeitszeit für die Planung, Organisation oder Durchführung von Veranstaltungen auf. Rund 30% der Befragten widmen einen Großteil ihrer Arbeitszeit dem Veranstaltungsbereich.
Gebuchte Veranstaltungsleistungen: Das Gros der gebuchten Veranstaltungsleistungen umfasst Tagungsräumlichkeiten, Speisen und Getränke sowie Übernachtungen. Unterhaltungsprogramme werden von weniger als der Hälfte der Corporate Planner gebucht – Bedarf an Kongress-/Messehallen haben weniger als 30%.
Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen: Die Corporate Planner, die Veranstaltungen mit 1 bis 25 Teilnehmern durchführen, planen jährlich durchschnittlich 17,6 Veranstaltungen, gefolgt von Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen (durchschnittlich 12,3). Großveranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern liegen vorwiegend in den Branchen Handel/Dienstleistung, Industrie und in Verbänden/Vereinen/Gewerkschaften im Verantwortungsbereich der jeweiligen Veranstaltungsabteilungen.
Geografische Ausdehnung: Mehr als zwei Drittel der Corporate Planner beschränken sich auf Veranstaltungen in Deutschland. Veranstaltungen außerhalb Deutschlands werden von 36% der Corporate Planner geplant, organisiert und durchgeführt.
Veranstaltungsbudget: Mehr als 50% der Corporate Planner verantworteten 2005 ein jährliches Budget von 25.000 bis 499.000 €. Weniger als ein Zehntel waren für einen Veranstaltungsetat von mehr als 2,5 Mio. € verantwortlich, die mit einem Anteil von jeweils 10% in den Branchen Handel/Dienstleistung, Automobil und Pharmazie/Medizin zu finden sind.
Mitarbeiter für Veranstaltungen: In fast zwei Drittel der Unternehmen organisieren 2 bis 10 Mitarbeiter Veranstaltungen. Mehr als 50% der Entscheidungen für eine Veranstaltungsstätte werden von einer Person getroffen.
Veranstaltungsrichtlinien und -steuerung: Veranstaltungsrichtlinien gibt es in 44% der Unternehmen, gerade 38,5% verfügen über eine eigene Veranstaltungsabteilung. In Großunternehmen (mehr als 500 Mitarbeiter) liegt hier der Anteil bei knapp 60%. Dank spezieller Software profitieren 12,2% aller Unternehmen von einer zentralen Steuerung/Kostenkontrolle.
Fort-/Weiterbildung: Fort-/Weiterbildungen im Veranstaltungsbereich werden von 42,5% der Corporate Planner als weniger bzw. nicht wichtig erachtet, demnach nutzen auch 53,7 % diese nicht. Allerdings lesen fast 60% Fachzeitschriften.
Recherche und Angebotsprüfung: 74% der Corporate Planner nutzen zwei bis vier Wege der Recherche. Das Internet wird von 88,5% der Veranstaltungsorganisatoren bei der Recherche verwendet, direkt gefolgt von Empfehlungen mit 80,4%. Auf Hotelführer/Handbücher greifen mehr als 60% zurück, 40,1% verlassen sich auf das Fachwissen der Mitarbeiter von Agenturen/Hotelvermittlern.
Anfragewege Veranstaltungsstätten: Es werden durchschnittlich 2,9 Anfrageformen verwendet: 82,9% fragen telefonisch an, per E-Mail 78,1%. Dagegen werden Online-Formulare von 40,2% genutzt. Immerhin 25,8% der Befragten greifen nach wie vor auf das Fax zurück. Lediglich 13,3% der Unternehmen verfügen auch über eine firmeneigene Lösung.
Planungsaufwand: 84% der Corporate Planner fragt 2 bis 5 Veranstaltungsstätten für eine Veranstaltung an. 42% benötigen für die gesamte Recherche 5 bis 10 Stunden, fast 20% mehr als 10. Das Nachfragesegment vergleicht Preise und Leistungen – Anbieter mit individuellen Angeboten sind eindeutig im Wettbewerbsvorteil.
Qualität der Veranstaltungsstätten: Die Qualität einer Veranstaltungsstätte spielt für fast 90% der Corporate Planner eine Rolle – Standards prüfen 36,6% vorab. Dieses Ergebnis lässt sich augenscheinlich durch den mit 80,4% hohen Anteil der Empfehlungen erklären, auf den die Veranstaltungsorganisatoren bei ihrer Recherche setzen.
Prognose für den deutschen Veranstaltungsmarkt 2006: Die Studie lässt für den deutschen Veranstaltungsmarkt im Jahre 2006 einen Aufwärtstrend erkennen. Ein sich verstärkender Wettbewerb führt zu mehr, dafür aber kürzeren Veranstaltungen. Steigende Teilnehmerzahlen, knappere Planungszeiträumen und relativ stabile Budgets werden erwartet.

Geschäftsreiseumsatz bei Hotels wächst
Im letzten Jahr gaben deutsche Geschäftsreisende 11,3 Milliarden Euro in der weltweiten Hotellerie aus, plus 12% im Vergleich zu 2004. Drei Viertel dieser Übernachtungsausgaben blieben im Inland (8,6 Milliarden Euro, das sind 76%). Diese ersten Ergebnisse der „VDR-Geschäftsreiseanalyse 2006“ veröffentlichte der Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) in Zusammenarbeit mit BearingPoint anlässlich des 3. Hotel- und Veranstaltungstages am 6. Juli 2006 in Frankfurt/Main.
Weltweit zahlten deutsche Geschäftsreisende im Durchschnitt 142 Euro pro Übernachtung (plus 10 Euro gegenüber 2004). Die Gesamtzahl der Übernachtungen 2005 betrug 51,3 Millionen (plus 3,4% im Vergleich zu 2004).
„Die Geschäftsreisenden bleiben ein verlässlicher Wachstumsfaktor für die Hotellerie“, so Michael Kirnberger, Präsident des VDR, „denn für das Jahr 2007 erwartet die große Mehrheit der Unternehmen der VDR-Geschäftsreiseanalyse 2006 zufolge eine gleich bleibende bis wachsende Geschäftsreisetätigkeit. Keine Frage: Was die Mobilität angeht, sind wir ein Weltmeister.“
Die vollständigen Ergebnisse der „VDR-Geschäftsreiseanalyse 2006“ werden am 19. September 2006 veröffentlicht. Sie umfassen weitere repräsentative Zahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung von Geschäftsreisen, zu organisatorischen Fragestellungen und aktuellen Themen im Travel Management.

ECAD-Studie: Liberalisierungserfolge für Standort Deutschland nutzen
Die Liberalisierung des Luftverkehrs in Europa hat die Dynamik der Branche beflügelt und für die Fluggäste ein größeres Streckenangebot und stabile Preise gebracht - trotz höherer Treibstoff- und Sicherheitskosten. Zu diesem Ergebnis kommt das European Center for Aviation Development (ECAD) in Darmstadt, dessen Gründung auf die Initiative "Luftverkehr für Deutschland" zurückgeht. „Die Bedeutung des Luftverkehrs für die europäische Wirtschaft wird weiter steigen“, resümiert Diplom-Volkswirt Michael Stumpf, Geschäftsführer der ECAD GmbH.
Eine im Juni 2006 veröffentlichte ECAD-Studie zeigt in einem internationalen Vergleich mit den ebenfalls aus staatlicher Regulierung entlassenen Branchen Telekommunikation und Eisenbahnwesen unterschiedliche Formen der Marktliberalisierung auf. Darüber hinaus ist die Liberalisierung im Markt der Fluggesellschaften weiter fortgeschritten als bei den Flughäfen und Flugsicherungen. Dies verschiebt das Risiko in der Wertschöpfungskette zum Nachteil der Fluggesellschaften. Hinzu kommen Wettbewerbsverzerrungen, da im europäischen und außereuropäischen Luftverkehr nicht überall die Rahmenbedingungen gleich seien. Eine Harmonisierung könne hingegen den Standort Deutschland deutlich stärken, heißt es in der Benchmarking-Expertise.
Neue Herausforderungen kündigen sich derzeit vor allem aus dem Markt im Nahen Osten an, der nach einer von ECAD gestützten Einschätzung der Initiative dabei ist, ein hochmodernes Luftverkehrssystem aufzubauen. Dieses profitiert unter anderem von vergleichsweise kurzen wie schnellen Genehmigungsverfahren. So werde in Dubai der neue Jebel Ali International Airport mit sechs Start- und Landebahnen und einer Kapazität von jährlich mehr als 120 Millionen Flugreisenden in einer Rekordzeit von nur sechs Jahren gebaut.
Die Darmstädter Fachleute verweisen auch auf Engpässe in der deutschen Luftverkehrsstruktur und überdurchschnittliche Kostenbelastungen. Dadurch lasse sich vorhandenes Potenzial zur Schaffung neuer Arbeitsplätze augenblicklich nicht völlig nutzen. Die Darmstädter Analyse formuliert Empfehlungen, um die Fortsetzung der Liberalisierung und weiteres Wachsen des Kundennutzens sicherzustellen.
Unter den Marktteilnehmern sollten die unternehmerischen Risiken gleichmäßiger verteilt werden. Eine Möglichkeit sieht die ECAD GmbH in der an einigen Flughäfen – wie z. B. Frankfurt – inzwischen geübten Praxis, die Entgelte des Flughafens stärker an die Auslastung der Flugzeuge zu binden.
Zum Thema der Subventionen im Luftverkehr heißt es, dies sei im Fall der Flughäfen Ländersache. Weil der "übergreifende Blick" des Bundes derzeit fehle, könne es schnell zu einem ruinösen Wettbewerb zwischen den Flughäfen verschiedener Bundesländer kommen. Chancen und Risiken müssen deshalb analysiert und abgewogen werden. Im Falle von Fluggesellschaften hätten sich staatliche Subventionen zumeist als wirkungslos erwiesen und die Konsolidierung des Marktes verhindert. ECAD appelliert: „Generell sollte auf Subventionen verzichtet werden.“
Die „European Center for Aviation Development – ECAD GmbH“ wurde im Dezember 2004 von der Deutschen Lufthansa, Fraport, dem Land Hessen und der Technischen Universität Darmstadt in Kooperation mit der Deutschen Flugsicherung gegründet. 

 

Verband Deutsches Reisemanagement: Zahl der Geschäftsreisen nimmt zu
Wenn Geschäftsreisen als Wirtschaftsindikator gelten können, gibt es heute bei Unternehmen weniger Orientierungslosigkeit als bisher. Das legen erste Ergebnisse der „VDR-Geschäftsreiseanalyse 2006“ nahe, die der Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) in Zusammenarbeit mit BearingPoint im Mai veröffentlichte.
Für das Jahr 2007 erwartet die große Mehrheit der Unternehmen eine gleich bleibende bis wachsende Geschäftsreisetätigkeit. Auffällig ist dabei die deutlich gestiegene Sicherheit der Wirtschaft, solche Planungsaussagen abzugeben. War im vergangenen Jahr noch jedes fünfte Unternehmen nicht in der Lage, die Entwicklung ihrer Reiseströme nach Zielregionen auch nur grob einzuschätzen, hat sich diese Art der Unsicherheit seither halbiert.
30% aller befragten Unternehmen rechnen mit mehr Europa-Reisen, 28% mit wachsendem Interkontinentalverkehr und 18% mit steigendem Geschäftsreisevolumen im Inland.
Der VDR und BearingPoint hatten im März/April über 500 repräsentativ per Zufallsstichprobe ausgewählte Unternehmen und Organisationen des öffentlichen Sektors gefragt: „Wie schätzen Sie, wird sich die Anzahl der Reisen in Ihrem Unternehmen/Ihrer Organisation in die verschiedenen Regionen im Jahr 2007, im Vergleich zum Jahr 2006, entwickeln?“
„Nach einer Phase der strikten Kostenkontrolle und zum Teil Reiseabstinenz intensiviert die Wirtschaft jetzt wieder ihre Mobilität“, so Michael Kirnberger, Präsident des VDR. „Ohne Geschäftsreisen kann es nicht aufwärts gehen.“
Die vollständigen Ergebnisse der „VDR-Geschäftsreiseanalyse 2006“ werden am 19. September 2006 veröffentlicht. Sie umfassen weitere repräsentative Zahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung von Geschäftsreisen, zu organisatorischen Fragestellungen und aktuellen Themen im Travel Management.

AUMA: Fast alle Aussteller kontrollieren ihren Messe-Erfolg
Messeziele definieren und den Erfolg der Messebeteiligung kontrollieren wird zunehmend Standard bei deutschen ausstellenden Unternehmen. Fast alle legen vor ihrer Messebeteiligung fest, welche Ziele sie erreichen wollen. Nur drei Prozent definieren keine speziellen Messeziele. Außerdem kontrollieren fast alle Aussteller die Ergebnisse ihrer Messebeteiligung. Dies ergab eine Umfrage von TNS EMNID im Auftrag des AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e. V. unter 500 repräsentativen ausstellenden Unternehmen in Deutschland im Rahmen des AUMA_MesseTrend 2006.
Die Befragung ergab, dass die Unternehmen im Vorfeld einer Messebeteiligung durchschnittlich acht Ziele definieren; Hauptziele für die Befragten sind Neukunden werben (94 %), Bekanntheit des Unternehmens steigern (92 %) und Stammkunden pflegen (90 %). Weitere Hauptziele sind die Präsentation von Produkten und Leistungen, die Imageverbesserung des Unternehmens und der Marken sowie die Erschließung neuer Märkte. Messen haben nach wie vor auch eine wichtige Funktion als Plattform für Verkäufe und Vertragsabschlüsse; drei Viertel der Unternehmen nennen diese Funktion als Ziel für ihre Beteiligung.
Fast alle Aussteller kontrollieren den Erfolg ihrer Messebeteiligung; lediglich 2 % führen keine Erfolgskontrolle durch. Insgesamt wenden die Aussteller durchschnittlich mehr als fünf Methoden an. Ungefähr drei Viertel führen Gesprächsprotokolle, zählen und bewerten die Kontakte. Weitere Methoden sind: Umsätze erfassen (58 %), Resonanzanalysen (57 %) und Standbesucherbefragungen (43 %). 37 % der Befragten werten nach der Messe die Besucheranalysen der Veranstalter aus, wie sie zum Beispiel die Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe und Ausstellungszahlen (FKM) veröffentlicht. 14 % der Befragten nutzen zur Berechnung des Messeerfolgs den AUMA_MesseNutzenCheck. Ein Problem besteht jedoch weiter darin, dass viele Aussteller ihre Ziele nicht exakt genug in Zahlen definieren und deshalb der Erfolg oft nicht eindeutig gemessen werden kann.
Die befragten Unternehmen repräsentieren 56.000 ausstellende Unternehmen in Deutschland. 83,3 % davon sind kleine und mittelständische Betriebe mit bis zu 500 Beschäftigten.

Geschäftsreisen sind wichtiger Faktor des Städtetourismus
Mit 82 Milliarden Euro Umsatz und 1,6 Millionen Beschäftigten ist der Städtetourismus in Deutschland ein bedeutender und umsatzstarker Wirtschaftsfaktor – zu diesem Ergebnis kommt die vom Deutschen Tourismusverband (DTV) in Auftrag gegebene und im März 2006 vorgestellte Grundlagenuntersuchung „Städte- und Kulturtourismus in Deutschland“.
„In Ihrer Multifunktionalität als Messe-, Kongress-, Einkaufs-, Kunst- und Kulturstätten prägen die Städte das Reiseziel Deutschland maßgeblich“, so DTV-Präsident Tilo Braune. Mit insgesamt 2,2 Milliarden touristischen Aufenthaltstagen pro Jahr in den 203 untersuchten Städten kann die Branche auf beachtliche Erfolge verweisen. Allein durch Tagesauflügler werden 1,51 Milliarden Aufenthaltstage erzielt. Hinzu kommen 409 Millionen Tagesgeschäftsreisen, 180 Millionen Verwandten- und Bekanntenbesuche sowie 110 Millionen gewerbliche Übernachtungen.
Die Tagesgäste im Städtetourismus geben durchschnittlich 32,40 Euro pro Kopf und Tag aus. Die Ausgaben der Übernachtungsgäste in gewerblichen Betrieben belaufen sich durchschnittlich auf 128,90 Euro pro Kopf und Tag.
Die in der Studie ermittelten Bruttoumsätze im Städtetourismus belaufen sich auf 82,37 Milliarden Euro pro Jahr. Analysiert nach der Branchenstruktur sind mit 41,06 Milliarden Euro der Einzelhandel sowie mit 24,25 Milliarden die Gastronomie die Hauptprofiteure. Hinzu kommen Bruttoumsätze im Freizeit- und Unterhaltungsgewerbe von 6,35 Milliarden Euro und im Beherbergungsgewerbe von 5,91 Milliarden Euro. 4,8 Milliarden Euro resultieren aus sonstigen Dienstleistungen.
Die Aufsplittung der städtetouristischen Bruttoumsätze nach Segmenten zeigt, dass der Tagesausflugsverkehr mit 50,74 Milliarden Euro Bruttoumsatz das bedeutendste Segment im deutschen Städtetourismus ist. Den zweiten Rang nimmt mit 14,17 Milliarden Euro der gewerbliche Übernachtungstourismus ein, gefolgt von den Tagesgeschäftsreisen mit 11,41 Milliarden Euro. 

IPK International: Geschäftsreisen der Deutschen nahmen 2005 um 6% zu
2005 unternahmen die Deutschen insgesamt 282 Millionen Reisen ins In- und Ausland und verbrachten dabei 1,4 Milliarden Nächte. Das sind vorläufige Ergebnisse im März 2006 des "World Travel Monitor 2005" von IPK International. Im Vergleich zum Vorjahr stieg damit das Reisevolumen um +3% an, das Übernachtungsvolumen um +1%. Die In- und Auslandsreisen der Deutschen führten 2005 zu einem Ausgabenvolumen von insgesamt 120 Milliarden Euro (+2%). 47% der In- und Auslandsreisen der Deutschen waren Urlaubsreisen, deren Volumen im Vergleich zum Vorjahr um +3% anstieg. Die sonstigen Privatreisen (mit einem Marktanteil von 40%) legten um +1% zu. Auch die Geschäftsreisen der Deutschen lagen 2005 erneut im Plus (+6%).
206 Millionen Reisen unternahmen die Deutschen im Jahr 2005 im Inland und 76 Millionen Reisen ins Ausland. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Inlandsreisen um +3% und die Auslandsreisen um +2%.

VDR untersucht Flottenleasingverträge: Optimiertes Fleet Management findet kaum statt
Flottenleasingverträge in Unternehmen sind oft ein Sammelsurium von „Kleingedrucktem“, die zum Managen von Geschäftsprozessen nicht geeignet sind. Das stellt der Arbeitskreis Flottenmanagement des Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) fest, nachdem er die in den Unternehmen verwendeten Flottenleasing-Managementverträge untersucht und kritisch verglichen hat. „Es bestehen lediglich Ansätze von Regelungen über Service- und Zusatzleistungen, eine einheitliche Typologie ist nicht erkennbar“, so Arbeitskreisleiter Ralph Rettig im März 2006. Von der Grundstruktur her seien Flottenleasingverträge sehr stark rechtlich geprägt und enthielten unzusammenhängend lediglich in Nebenabreden oder in den Anhängen zu den Verträgen Regelungen über die Vertragsabwicklung beim Leasen von Fahrzeugen. „Eine ‚Philosophie’ und eine Ausrichtung auf ein bestimmtes Geschäftsziel konnten wir kaum erkennen. Der Dienstleistungsgedanke ‚schwebt’ zwar irgendwie über den Verträgen; diese sind jedoch rechtlich und wirtschaftlich noch relativ weit von einer durchdeklinierten Prozesssteuerung entfernt“, urteilt der Fleet-Experte.
„Die von uns untersuchten Verträge regeln fast ausschließlich das Flottenleasing, aber nicht das Flottenmanagement“, ergänzt Bernd Ruttloff vom VDR-Arbeitskreis Flottenmanagement. „Zwar enthält die Mehrzahl der Verträge Regelungen über besondere Leistungen des Leasinggebers – von der Übernahme der Wartung-/Verschleißreparaturen bis zum Verkehrsordnungswidrigkeitsservice –, diese Leistungen werden jedoch nicht prozesshaft dargestellt, so dass sich die Idee von einem Flottenmanagement kaum in den Verträgen niederschlägt.“ Hart gesagt handele es sich bei den Verträgen um Finanzierungsverträge für Fahrzeuge mit einem gewissen Beiwerk im Bereich Service / Zusatzleistung mit allen rechtlichen Konsequenzen und Regelungen, wie sie bei Finanzierungs- und Leasingverträgen üblich seien.
Infolge des Sammelsuriums von vor allem rechtlichen Regelungen, die unter anderem den Leasinggeber weitgehend von der Haftung freizeichnen und dem Leasingnehmer mit weit reichenden Pflichten eindecken sollen, entstünden Brüche und Widersprüche zwischen einzelnen Regelungen wie sie im Bereich Finanzierung und Leasing üblich seien und vom Leasinggeber übernommenen Service- und Zusatzleistungen, heißt es in einem internen VDR-Papier.
Ein Beispiel erläutert die Realität: „Dass die Sachgefahr für das Fahrzeug auf den Leasingnehmer abgewälzt wird, ist in einem Leasingvertrag üblich. Wird jedoch das Handling wie Bereitstellung des Fahrzeugs durch Hintransport zum Leasingnehmer, die Übernahme von Wartungs- und Verschleißreparaturen, der Haftungstransfer und vieles andere mehr durch den Leasinggeber gegen zusätzliche Zahlung übernommen, so passen die Haftungsfreizeichnungsklauseln des Leasinggebers nicht mehr ohne weiteres in das Konzept übernommener Dienstleistungspflichten. Dies führt dazu, dass durch zusätzliche Vereinbarungen und die Übernahme originärer Leasingnehmerpflichten durch den Leasinggeber die tatsächlichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vom Leasingnehmer zum Leasinggeber verlagert werden, ohne dass sich dieses veränderte Dienstleistungskonzept hinsichtlich der rechtlichen Verpflichtungen in den Verträgen konsistent widerspiegelt.“
„Wir vermissen eine stringente Vertragsdoktrin, anhand derer man den Flottenleasingvertrag zu einem Flottenleasingmanagementvertrag entwickelt, der eine organische Einheit darstellt“, kritisiert Ralph Rettig. „Es bleibt weitgehend im Unklaren, was die Vertragsparteien hinsichtlich des Managements verabreden wollten. Auch wenn – was nicht zu verkennen ist – die Unternehmen ganz unterschiedliche Anforderungen an das Flottenleasing und -management haben und es daher möglicherweise schwierig sein wird, eine einheitliche Vertragstypologie zu entwickeln, so glauben wir doch, dass der gesamte Bereich der Service- und Zusatzleistungen in Bezug auf eine prozesshafte Umsetzung mit klar definierten Geschäftszielen erst noch vertragsmäßig entwickelt werden müsste und auch entwickelt werden kann, um hier von einem wirklichen Flottenmanagement zu sprechen.“
Weiterhin sei auffällig, dass kaum eine Bezugnahme auf die unternehmensinternen Dienstwagenordnungen stattfinde, so dass eine Einbindung des Fahrers in die Beschaffung und Nutzung des Fahrzeuges nicht erfolge, obwohl dies in den Dienstwagenordnungen umgekehrt öfters geregelt sei. „Die in den Dienstwagenordnungen niedergelegten Regelungen wirken sich jedoch unseres Erachtens vielfach auf die Beschaffung, Nutzung und Rückgabe von Fahrzeugen aus, wobei weitgehend kein Austausch zwischen den beiden Regelungskreisen Flottenleasing / Dienstwagen stattfindet“, betont Bernd Ruttloff. Hinzu komme, dass die Dienstwagenordnungen außerordentlich heterogen seien; sie reichten von rein arbeitsrechtlichen Regelungen über die Nutzung des Fahrzeuges bis hin zu bloßen Festschreibungen, auf welcher Ebene welches Fahrzeug gefahren werden dürfe. Mitarbeitern überlassene Fahrzeuge seien – soweit sie auch privat genutzt werden dürfen – immer noch Element geldwerter und damit steuerbarer und sozialversicherungsrechtlich relevanter Lohnbestandteile einerseits und wichtiges Anreiz- und Motivierungs-/Disziplinierungsmittel im Entlohnungsbereich andererseits, so dass die objektive Funktion des Fahrzeugs im Zusammenhang mit der Erledigung der dem Mitarbeiter übertragenen Aufgabe manchmal in den Hintergrund gedrängt werde.
Gehe man von der These einer optimalen wirtschaftlichen Beschaffung, Nutzung und Rückgabe von Fahrzeugen mit dem Ziel aus, Mitarbeiter eines Unternehmens möglichst optimal, zeitsparend und wirtschaftlich von A nach B zu transportieren und hierbei das Leasen von Fahrzeugen als Untermenge der Transportmöglichkeiten der Mitarbeiter in Relation mit anderen Verkehrsträgern zu betrachten, dann blieben die gängigen Verträge weit hinter den Vorstellungen und Anforderungen der Flottenmanager zurück, so die VDR-Studie. Positiv könne vermerkt werden, dass Verträge jüngeren Datums grundsätzlich eher Ansätze einer integrierten Dienstleistung erkennen lassen als ältere Verträge.

BTI Switzerland untersucht Schweizer Geschäftsreisemarkt
Schweizer Geschäftsreisende verlangen von ihren Reisebüros verstärkt Zuverlässigkeit, Kompetenz, Erreichbarkeit sowie eine hohe Servicebereitschaft. Die persönliche, effiziente Betreuung vor Ort wird nach wie vor den elektronischen Buchungsalternativen über Internet vorgezogen. Hingegen wird der elektronische Vertriebskanal gerne als Informationsmedium genutzt. Dies ergab eine Umfrage von BTI Switzerland im Februar 2006 unter 240 KMU-Kunden. Darin stuften 88% der befragten KMU-Unternehmen die Zuverlässigkeit, je 84% die Kompetenz und die Erreichbarkeit, 83% die Pünktlichkeit und 71% die Servicebereitschaft als „sehr wichtig“ bei der Beurteilung ihres Reiseorganisators ein.
Zuverlässigkeit ist unabdingbar für einen reibungslosen Reiseverlauf: Alle Reiseinformationen und -dokumente müssen korrekt und die Reisenden jederzeit und unverzüglich über kurzfristige Änderungen informiert sein. Termintreue in der Reiseplanung und der Auslieferung von Dokumenten sowie bei anderen reiserelevanten Aktionen gilt als selbstverständlich. Die Kunden legen aber auch vermehrt Wert auf die Zuverlässigkeit in den reisenachgelagerten Prozessen wie der Zahlungsverarbeitung oder der Verlinkung mit ihrem Management Information System. Sie streben eine verstärkte Kontrolle über die Reiseaktivitäten an, um Spar- und Effizienzpotentiale freizulegen. Hier sind die Travel Manager gefordert, ihre Datenbank- und Prozessplattformen ständig weiterzuentwickeln.
Fachkompetenz wird vor allem bezüglich allgemeiner Kenntnisse der Reiserestriktionen, Preisregelungen, Sparmöglichkeiten, Reisealternativen und Destinationen erwartet. Öfter spielt aber auch kundenspezifisches Know-how eine Rolle: Professionelle Reiseberater müssen die Reiserichtlinien und individuellen Reisepräferenzen ihrer Kunden kennen und spezifische Wünsche rasch umsetzen. Dementsprechend wichtiger wird die Qualität der Kundenbeziehung und der individuellen Beratung. Renommierte und fokussierte Serviceerbringer mit langjähriger Erfahrung, bewährten Beraterinnen und Beratern und umfassenden Lehrlings- und Weiterbildungsprogrammen sind in dieser Beziehung am besten positioniert.
Für eine gute Kundenbeziehung sind nicht nur Zuverlässigkeit und Fachkompetenz, sondern auch die Erreichbarkeit Schlüsselfaktoren. Deshalb legen die Reisenden viel Wert auf möglichst günstige Büroöffnungszeiten, eine gute Erreichbarkeit per Telefon, E-Mail und Fax sowie natürlich eine sehr schnelle Reaktionszeit des Beratungsteams. Gerade in dringenden Fällen müssen Reiseberater jederzeit erreichbar sein, um schnell und flexibel reagieren zu können. Dies können nur Travel Management-Firmen mit globaler Präsenz und 24-Stunden-Assistance bieten.
Zu guter Letzt messen die Schweizer Geschäftsreisenden der Servicebereitschaft einen steigenden Stellenwert bei. Reiseberater müssen auch in Stresssituationen und unter höchstem Zeitdruck freundlich, hilfsbereit und kompetent akute Probleme wie Umbuchungen nach verpassten Flügen und so weiter lösen. Außerdem gilt es, bei Reklamationen nicht nur freundlich und kulant, sondern auch kritik- und lernfähig zu reagieren.

CWT Business Travel Indicator prognostiziert Wachstum bei Geschäftsreisen
Sicherheitskontrollen und verspätete Flüge beeinträchtigen Geschäftsreisende am meisten. Das ergab Ende Januar eine globale Umfrage von Carlson Wagonlit Travel (CWT). Der CWT Business Travel Indicator untersuchte Wahrnehmungen sowie Einstellungen von Geschäftsreisenden und Travel Managern zu Geschäftsreisen heute und morgen. Nach dem Zufallsprinzip wurden 2.100 Geschäftsreisende und 650 Travel Manager - sowohl CWT-Kunden als auch Nicht-Kunden – in 12 Ländern befragt.
Eine Mehrheit der Geschäftsreisenden und Travel Manager gehen davon aus, dass die Geschäftsreise-Aktivität 2006 gleich bleibt oder wächst, wobei die Travel Manager noch optimistischer sind. 60 Prozent der Travel Manager sehen steigende Reiseausgaben voraus, während gut 30 Prozent der Geschäftsreisenden davon ausgehen, mehr zu reisen, und 48 Prozent ein gleich bleibendes Niveau erwarten.
Die brasilianischen Reisenden sind in puncto Geschäftsreisen am zuversichtlichsten: 50 Prozent gehen von einem Wachstum in diesem Jahr aus. Darauf folgen die Reisenden im Raum Asien-Pazifik (44 Prozent), Europa (32 Prozent) und Nordamerika (27 Prozent). Innerhalb der Region Asien-Pazifik erwarten 74 Prozent der Reisenden in Indien und 45 Prozent der Reisenden in China 2006 mehr Geschäftsreisen.
Der CWT Business Travel Indicator ermittelte, dass die größte globale Übereinstimmung bei den Travel Managern weltweit (54 Prozent) darin besteht, dass die Kosteneinsparung als höchste Anforderung der Geschäftsführung an ihre Arbeit angesehen wird. Großer Wert wird auch auf die Globalisierung der Reiseprogramme gelegt. 62 Prozent der Travel Manager berichten von Konsolidierungen, sei es auf globaler Ebene (26 Prozent), für zunächst eine bestimmte Zeit in einzelnen Märkten  (16 Prozent) oder sukzessive bei bestehendem Bedarf (20 Prozent).
Sicherheitskontrollen wirken sich am negativsten auf Geschäftsreisen aus, sagen 25 Prozent der Geschäftsreisenden, dicht gefolgt von Flugverspätungen mit 24 Prozent sowie einem ausgewogenen Verhältnis von Beruf und Privatleben sowie Kundenservice mit je 21 Prozent.
Was Geschäftsreisende am meisten ärgert, sind Mitreisende, die ihr Gepäck nicht einchecken (18 Prozent), weinende Kinder (17 Prozent) und Reisende, die ihr Gepäck weit vor ihrem eigenen Sitz verstauen (14 Prozent). Jedoch unterscheidet sich von Kontinent zu Kontinent, wovon sich die Reisenden am meisten beeinträchtigt sehen: So fühlen sich Europäer durch Reisende gestört, die ihr Gepäck nicht aufgeben, im Raum Asien-Pazifik sind weinende Babys ein Ärgernis, Lateinamerikaner mögen keine Störungen durch Mitreisende und Nordamerikaner fühlen sich durch Leute belästigt, die ihr Gepäck weit vor ihrem Sitz verstauen. Insgesamt am wenigsten werden Impfungen als Beeinträchtigung empfunden.
Der CWT Business Travel Indicator stellte heraus, dass Geschäftsreisende zögerlicher sind, in bestimmte Gebiete zu reisen, als Travel Manager dies einschätzen. Die größten Bedenken der Reisenden bestehen für den Nahen Osten (74 Prozent gegenüber der Einschätzung der Travel Managern mit 67 Prozent), Afrika (53 gegenüber 38 Prozent), Lateinamerika (46 gegenüber 26 Prozent), die Region Asien-Pazifik (38 gegenüber 18 Prozent), Europa (22 gegenüber 7 Prozent) und Nordamerika (11 gegenüber 7 Prozent).
Travel Manager erwarten, dass in fünf Jahren schärfere Sicherheitsvorkehrungen bei der Einreise wie Fingerabdrücke oder Iris-Scans zum Tragen kommen werden. Interessant ist weiterhin, dass 83 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass nahezu alle Reisen online gebucht werden. In Nordamerika, wo Online-Buchungen im Vergleich zu anderen Regionen weit verbreitet sind, schreiben Travel Manager die Nutzung weniger stark vor als in anderen Gebieten. Ein bereits relativ hoher Anteil der nordamerikanischen Travel Manager (81 Prozent), hält es für sehr bzw. ziemlich wahrscheinlich, dass alle Buchungen in fünf Jahren online getätigt werden, noch höher liegen die Werte in Lateinamerika, wo Travel Manager von 90 Prozent ausgehen, es folgen Europa mit 87 Prozent und der Raum Asien-Pazifik mit 83 Prozent.
66 Prozent der Geschäftsreisenden berichten, dass sie von Zeit zu Zeit Low Cost Carrier nutzen, 14 Prozent tun dies sogar bei 61 bis100 Prozent ihrer Reisen. Geschäftsreisende in Lateinamerika nutzen Low Cost Carrier am meisten: 28 Prozent gaben an, dass sie für mehr als 60 Prozent ihrer Geschäftsreisen Billigfluglinien nutzen. Gleiches sagen 16 Prozent der reisenden Nordamerikaner und nur 9 Prozent der Europäer. Im Raum Asien-Pazifik, wo es in China und Japan keine Low Cost Carrier gibt, sagen 16 Prozent der Reisenden aus Australien und Indien, wenn man ihre Aussagen zusammennimmt, dass sie über 60 Prozent ihrer Geschäftsreisen mit Low Cost Carriern absolvieren. 50 Prozent der europäischen Geschäftsreisenden ist laut eigener Angaben noch nie mit einem Low Cost Carrier geflogen.
Die CWT Business Travel Indicator-Umfrage wurde von KRC Research im Zeitraum zwischen dem 27. Oktober und 23. November 2005 durchgeführt. 

BTC Publishes US Airport Security Wait Time Survey Results
Wait times remain a problem for US business travelers, the Business Travel Coalition (BTC) says. According to a survey released January 10, 2006, of North American business travelers regarding current perceptions of wait times at airport security lines, wait times remain excessive, from the perspective of frequent business travelers, and a burden on their productivity. Business travelers want the problem solved.
o       68% reported wait times in their home airports of more than 10 minutes and 29% reported wait times of more than 20 minutes.
o       53% reported experiencing a wait time of more than 20 minutes in the last two months at an airport other than their home airport.
o       64% responded that without a Registered Traveler program they believed that wait times at their home airport are likely to get worse.
BTC chairman, Kevin Mitchell stated, “Survey participants provided vivid commentary as well. A major theme was the time travelers must add to their schedules to arrive at airports early due to screening time inconsistencies. One participant commented, ‘Security at O’Hare is sometimes a breeze and other times ridiculous (30 to 60 minutes).’ You have to add this extra time to screening wait times for a true picture of security-imposed time obligations of business travelers, said Mitchell.”
The survey was conducted by the Business Travel Coalition during the 24-hour period beginning at 9pm (ET) January 8. BTC invited some 5,000 geographically diverse business travelers to participate in the poll. Some 644 business travelers, representing 13% of those invited, participated in the survey.