Was gibt es Neues an Studien und Umfragen?

Studie über Kapitalrendite von Geschäftsreisen

18. September 2017 – Wie Unternehmen ein besseres Verständnis für ihre Reiseprogramme entwickeln können, um den Return on Investment in jeder Phase des Prozesses zu steigern, hat die Studie „Managing Every Mile“ der London School of Economics and Political Science im Auftrag von Amadeus untersucht.

Reiseprogramme, so eines der Erkenntnisse,  müssen auf die strategischen Unternehmensprioritäten ausgerichtet sein. Die Studie ermittelt sechs strategische Prioritäten für das Reisekostenmanagement: Wachstum, Kostenminimierung, betriebliche Effizienz, Mitarbeiter-Produktivität, Risikominderung und Management-Informationen/-Analysen. Die Prioritäten spiegeln die funktionalen Rollen der befragten Führungskräfte wider. Diese waren sich aber einig darin, dass Unternehmen nur dann das Beste aus ihren Geschäftsreise-Investitionen machen können, wenn alle Ziele aufeinander abgestimmt sind.

Zudem sollten Unternehmen die Reisekostenabrechnung nicht als einzige Travel Management-Maßnahme einsetzen: Zwei Drittel der befragten Führungskräfte sagten, der Abrechnungsprozess sei der Grund sowohl für Nutzerfrustration als auch für Unzufriedenheit mit der Arbeit und dem Management. Das Fehlen von Erfolgsmodellen in frühen Phasen des Reisekostenmanagements und insbesondere in den Abläufen für Buchung und Genehmigung hat negative Auswirkungen auf die Reiseprozesse und erhöht die Komplexität des Ausgaben-Managements.

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Deutliche Kritik an vielen deutschen Bahnhöfen

04. September 2017 – Geschäftsreisende üben Kritik an großen deutschen Bahnhöfen: Mangelnde Sauberkeit und unangenehme Gerüche (95%), fehlende Informationen bei Verspätungen (92%), zu wenig Sitzgelegenheiten (90%), hohe Parkentgelte (72%), kein kostenloses W-LAN (68%) und überhöhte Preise für Lebensmittel und Getränke (84%) – das sind die Hauptärgernisse. Besonders schlecht beurteilt werden die Hauptbahnhöfe Frankfurt am Main und Stuttgart. Viel Lob gibt es für den Berliner Hauptbahnhof. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage von American Express Global Business Travel.

Zu wenig praktikable Lösungen für Sicherheitsbedrohungen

03. August 2017 – Angesichts zunehmender Sicherheitsbedrohungen wünschen sich fast die Hälfte (45%) der Travel Manager mehr Unterstützung durch ihr TMC. 40% würde gern mehr Sicherheitstraining anbieten, und 38% möchten Technologie für die Kontaktaufnahme im Krisenfall implementieren. Das ergibt eine internationale Umfrage von ACTE und American Express Global Business Travel. Allerdings merkten die Befragten auch an, dass die Kosten für zusätzliche Unterstützung durch die TMCs und für die Implementierung von Systemen für die Kontaktaufnahme im Krisenfall sie zögern lassen, ebenso wie ihr fehlendes Wissen über verfügbare Produkte und Dienstleistungen.

Zufriedenheitsfaktoren für Geschäftsreisen

11. Juli 2017 – Deutsche Geschäftsreisende sehen einen Zeitausgleich für Reisen außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit als einen zentralen Punkt, um ihre Zufriedenheit auf Reisen zu steigern. Laut der neuen „Business Travel und Technology“-Studie von Egencia rangiert der Überstundenausgleich mit 38% auf Platz 2 für zufriedenere Geschäftsreisen. Noch wichtiger ist kostenloser Internetzugang auf Flugreisen (42%).

Die Mehrzahl der Befragten weltweit wünscht sich, ihre Trips geräteübergreifend verwalten zu können. 66% möchten ihre Reisen nicht nur auf dem Smartphone, sondern auf allen mobilen Endgeräten verwalten und buchen.

Steigende Ausgaben für Geschäftsreisen

27. Juni 2017 – Die Ausgaben deutscher Unternehmen für Geschäftsreisen betrugen im letzten Jahr 51,6 Milliarden Euro, plus 1,5% im Vergleich zu 2015. Laut VDR-Geschäftsreiseanalyse 2017 gab es im vergangenen Jahr 11,3 Millionen Geschäftsreisende (+2,3%) und 183,4 Millionen Geschäftsreisen (+0,4%). Der Trend in Unternehmen, anteilig mehr Mitarbeiter auf Geschäftsreise zu senden, hält an. Während 2010 nur etwa jeder vierte Beschäftigte dienstlich auf Reisen ging, ist es heute in den größeren Unternehmen fast die Hälfte der Belegschaft.

Persönlicher Kundenkontakt immer wichtiger

19. Juni 2017 – Acht von zehn Managern glauben, dass der persönliche Kundenkontakt darüber entscheidet, ob ein Auftrag zustande kommt oder verlängert wird. 2015 war nur die Hälfte der Befragten dieser Ansicht. Mehr als ein Drittel aller Befragten geht laut der Studie Chefsache Business Travel des Deutschen ReiseVerbands (DRV) davon aus, dass ein Treffen die Chance auf eine Einigung um mindestens die Hälfte verbessert.

Automatischer Check-in nicht durchweg beliebt

22. Mai 2017 – Vor allem Jüngere gewinnen dem automatischen Hotel-Check-in einiges ab, so eine Bitkom-Studie. Im Alter von 14 bis 29 Jahren können sich 30% eine Übernachtung in einem solchen Hotel vorstellen. Ältere Menschen hingegen können sich mit einem solchen Szenario nicht anfreunden. Lediglich 13% der 50- bis 64-Jährigen würden ein Hotel buchen, bei dem der Check-in komplett elektronisch durchgeführt wird. Im Schnitt über alle Altersgruppen hinweg sind es 18 %.

Bei einer Fluggesellschaft können sich mehr Menschen einen komplett automatisierten Check-in vorstellen als im Hotel. Gut jeder Dritte (38%) würde bei einer Airline buchen, bei der Check-in und Boarding menschenlos durchgeführt werden. Unter den 14- bis 29-Jährigen ist es bereits fast jeder Zweite (46%). Statt einer Bordkarte vorzuweisen, erfolgt das Boarding dann beispielsweise über den Einsatz von Gesichtserkennung.

Mice-Markt in Deutschland stagniert

02. Mai 2017 – Im Jahr 2016 haben 3,02 Millionen Veranstaltungen mit 394 Millionen Teilnehmern stattgefunden. Das bedeutet gegenüber 2015 eine minimale Zunahme der Teilnehmer um 0,4% bei einem Rückgang der Zahl der Veranstaltungen um 1,5%. Das geht aus dem Meeting- & EventBarometer 2016/2017 von DZT, EVVC und GCB hervor.

Frauen setzen auf Carsharing, Männer auf Mietwagen

27. April 2017 – Das Taxi ist bevorzugtes Verkehrsmittel am Zielort einer Geschäftsreise, doch andere Möglichkeiten holen auf. Ein Drittel (32%) der männlichen und die Hälfte (50%) der weiblichen Führungskräfte nutzen auch gern Carsharing-Angebote. Mehr als ein Fünftel der Befragten setzt sich zumindest manchmal aufs Leihfahrrad. Das belegen Ergebnisse einer Studie des Deutschen ReiseVerbands (DRV).

Carsharing wird umso öfter genutzt, je häufiger eine Person verreist. Wer nur alle zwei Monate geschäftlich unterwegs ist, entscheidet sich selten dafür (20%). Dem stehen 65% derer gegenüber, die ein oder zweimal pro Woche ihren Heimatort verlassen. Bei der wesentlich höheren Anzahl an Reisen schlägt der Preisvorteil der Carsharing-Dienste deutlich zu Buche, ohne dass dabei viel Komfort verloren geht.

Dabei nutzen Frauen das Carsharing-Angebot deutlich häufiger als Männer. Auch sonst sind sie flexibler in der Wahl des Transportmittels: 27% der weiblichen, aber nur 17% der männlichen Führungskräfte nutzen Leihfahrräder, um Geschäftstermine zu erreichen. Männer verlassen sich lieber auf den Mietwagen: 83% der Befragten nutzen diese Möglichkeit zumindest manchmal – bei den Frauen sind es 73%.

Über die Wahl des Verkehrsmittels entscheidet letztlich die Praktikabilität. So nutzen 55% der Befragten den öffentlichen Nahverkehr für Geschäftsreisen zumindest gelegentlich. Regelmäßig tun dies allerdings nur 15%.

Immer mehr Maverick Buying bei Hotelbuchungen

26. April 2017 – Immer mehr Geschäftsreisende buchen ihr Hotel außerhalb des Geschäftsreiseprogramms. Weniger als 40% wickeln Hotelbuchungen über die von ihrem Unternehmen empfohlenen Kanäle ab, so eine Phocuswright-Studie. Buchungen über ein unternehmensinternes Tool oder eine TMC erzeugen eine Kapitalrendite von bis zu 24%, hat Travelport errechnet.

Geschäftsreisen schlagen auf das Wohlbefinden

29. März 2017 – Geschäftsreisende schlafen unterwegs schlechter, ernähren sich ungesünder und haben weniger Kontakte ins soziale Umfeld. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage von American Express Global Business Travel unter deutschen Geschäftsreisenden.

Rund zwei Drittel der Befragten sagten, die Reise beeinflusse ihren Schlaf negativ (17%) oder „kaum, aber tendenziell negativ“ (49%).

Mehr als ein Drittel der Geschäftsreisenden findet nicht sofort in den Rhythmus des Zielorts: 32% akklimatisieren sich nach einem bis drei, 4% erst nach mehreren Tagen. Die Mehrheit allerdings (64%) kommt gut mit veränderten Umfeldern zurecht und akklimatisiert sich sofort.

Geschäftsreisende fahren mit Fernbussen

2. März 2017 – Die Nutzung von Fernbussen hat in großen deutschen Unternehmen 2016 gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozentpunkte zugenommen – heute steigt jeder vierte Geschäftsreisende dieser Firmen auch mal in einen Fernbus. Dies zeigen vorläufige Ergebnisse der VDR-Geschäftsreiseanalyse 2017.

Bei den Prognosen für die Nutzung von Mietwagen zeichnet sich eine rückläufige Tendenz ab. In etwa jeder dritte der Mobilitätsverantwortlichen geht davon aus, dass die Zahl der Reisen mit dem klassisch geliehenen Fahrzeug künftig sinken wird. Nur 13 Prozent sehen hier Steigerungspotenzial (oder planen mit Mehrgeschäft). Demgegenüber wird der Anteil an Bahnreisen voraussichtlich auf hohem Niveau stagnieren.

Neuer Rekordwert bei Flugpassagieren

28. Februar 2017 – Im Jahr 2016 stieg die Zahl der von deutschen Flughäfen abreisenden Passagiere um 3,4% auf 111,9 Millionen. Das ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ein neuer Rekordwert.

Der Auslandsverkehr, auf den etwa vier Fünftel aller Passagiere entfiel, stieg 2016 um 3,6% auf 88,2 Millionen Passagiere. Der innerdeutsche Luftverkehr nahm mit +2,8% auf 23,7 Millionen Passagiere etwas schwächer zu.

Ziele im europäischen Ausland hatten mit einem Plus von 4,5% den höchsten Passagierzuwachs. Hier wurden im vergangenen Jahr 69,2 Millionen Einsteiger gezählt.

Der Interkontinentalverkehr legte unterdurchschnittlich um 0,5% zu. Hierbei stiegen die Passagierzahlen nach Amerika um 4,3% und nach Asien um 3,0%. Einen zweistelligen Rückgang gab es bei Flügen nach Afrika (–17,0%).

Manche Mobilitäts-Apps sind nur mäßig hilfreich

06. Februar 2017 – Die Stiftung Warentest hat fünf Mobilitäts-Apps untersucht und befindet: Sie versprechen viel, halten aber nicht alles. Ticketbuchungen gibt es nur für wenige Verkehrsmittel, und die Auswahl an Fahrmöglichkeiten ist bei einigen Apps noch sehr gering. Blind auf die Vorschläge verlassen könne man sich nicht: Eine App schlug im Test Fahrradfahrten auf der Autobahn vor, eine andere favorisierte für die Strecke Berlin-Hannover das Taxi für 429 Euro.

Als „hilfreich“ wurde Qixxit bezeichnet. Mit „teilweise hilfreich“ wurden Google Maps und Moovel bewertet. „Wenig hilfreich“ lautet das Urteil über Ally und From A to B.

Alle untersuchten Apps sind kostenlos. Nur für die mobile Datennutzung muss der Nutzer zahlen. Er sollte sich darüber im Klaren sein, so die Tester, dass seine Daten im Hintergrund erfasst und ausgewertet werden. Der Nutzer merke davon nichts.

Individualhotels: Gute Qualität zu günstigen Preisen

26. Januar 2017 – Individualhotels sind in Europa mit 88% Marktanteil das Rückgrat der Hotellerie und haben oftmals ein besseres Preis-Leistungsverhältnis als Kettenhotels. Dies hat eine aktuelle Analyse von HRS ergeben. So ist die Übernachtung in einem 3-Sterne-Individualhotel mit durchschnittlich 84 Euro 15% günstiger als in einem Kettenhotel derselben Kategorie. Im 4-Sterne-Segment sind unabhängig geführte Häuser 10% günstiger. Im Bereich der Luxushotels macht der durchschnittliche Preisunterschied 8% aus.

Durch schlankere Strukturen sind unabhängig geführte Hotels häufig effizienter aufgestellt, was sich positiv auf die Kosten auswirkt. So können sie in der Regel mehr in Ausstattung und Service investieren.